Das lange Warten auf die neue Generation der RDNA 4.0-Grafikkarten von AMD hat heute endlich ein Ende, und so können wir Ihnen heute gleich zwei neue Grafikkarten vorstellen: die Radeon RX 9070 XT und die Radeon RX 9070. In diesem Testbericht werfen wir einen genaueren Blick auf das leistungsstärkere Modell und testen die Grafikkarte Asus PRIME Radeon RX 9070 XT O16G des renommierten taiwanesischen Herstellers ASUS gründlich. Wie schneidet diese brandneue Grafikkarte in unseren Tests bei Alza ab? Lassen Sie uns nicht vorgreifen und die Grafikkarte zunächst genauer vorstellen.

Die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G basiert auf dem neuesten Gaming-Grafikchip der RDNA 4-Architektur (NAVI 48XTX) von AMD in vollständiger Konfiguration. Über eine 256-Bit-Schnittstelle sind Module des Grafikspeichertyps GDDR6 mit einer Kapazität von 16 GB angeschlossen. Diese Grafikkarte bietet volle Unterstützung für die neuesten Grafik-APIs Vulkan, DirectX 12 Ultimate sowie die FidelityFX Super Resolution (FSR) Technologie in der neuesten Version 4, die Bildskalierung mittels künstlicher Intelligenz (AI) und maschinellem Lernen (ML) ermöglicht. Die Asus PRIME RX 9070 XT O16G ist auf das High-Performance-Segment der Grafikkarten ausgerichtet und nimmt dort eine mittlere bis höhere Position im Leistungsranking ein.

Die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G verfügt über zwei BIOS-Varianten, die als Performance Mode (P-Mode) und Quiet Mode (Q-Mode) bezeichnet werden. Zwischen diesen kann mittels des BIOS-Switches an der Oberseite der Grafikkarte umgeschaltet werden.

Im Werkszustand ist die Asus PRIME RX 9070 XT O16G im Performance Mode (P-Mode) eingestellt. Die Basisfrequenz des Grafikchips beträgt 1.740 MHz, die Gaming-Frequenz 2.460 MHz und die Boost-Frequenz 3.010 MHz. Die Frequenz des Grafikspeichers ist auf 2.518 MHz eingestellt, was bei GDDR6-Speicher einer effektiven Frequenz von 20.144 MHz entspricht. Die Leistungsaufnahme der Grafikkarte ist auf 317 W festgelegt, mit einer möglichen Erhöhung um bis zu 10 % auf 349 W. Im Vergleich zu den Referenzwerten wurde die Boost-Frequenz um 40 MHz und das Leistungsaufnahme-Limit um 13 W erhöht. Die Taktfrequenzen des Grafikspeichers entsprechen vollständig den Referenzwerten der Radeon RX 9070 XT.

Im Quiet Mode (Q-Mode) beträgt die Basisfrequenz des Grafikchips 1.740 MHz, die Gaming-Frequenz 2.460 MHz und die Boost-Frequenz ebenfalls 3.010 MHz. Da sich in diesem Modus weder die Speicherfrequenz noch das Leistungsaufnahme-Limit der Grafikkarte ändern, wird deutlich, dass der Unterschied zwischen den beiden BIOS-Varianten hauptsächlich in der anders eingestellten Lüfterkurve liegt, die von der Temperatur abhängt. Dies werden wir auch im Kapitel über die Betriebseigenschaften testen.
Die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G ist recht groß, misst in der Länge 312 mm (Gewicht 1,121 kg) und belegt auf dem Mainboard Ihres Computers insgesamt drei Erweiterungsslots. Die Kühlung erfolgt durch zwei Kühlkörper aus Aluminiumlamellen, die für eine bessere Wärmeableitung vom Grafikchip mit fünf zusammengesetzten Heatpipes und einer vergrößerten Kontaktfläche ausgestattet sind. Die Grafikspeicher werden gemeinsam mit dem Grafikchip über die Kontaktfläche gekühlt, während die Abwärme der gesplitteten Spannungsregelung in die Lamellen beider Kühlkörper abgeführt wird. Alle wichtigen Komponenten der Grafikkarte sind somit hochwertig gekühlt.
Der aktive Teil des Kühlsystems besteht aus drei 90-mm-AXIAL-TECH-Lüftern mit elf aerodynamisch geformten Rotorblättern, die durch einen umlaufenden Barriering verbunden sind. Die Lüfter sind für einen leiseren Betrieb und eine längere Lebensdauer in doppelt kugelgelagerten Lagern untergebracht. Die Grafikkarte unterstützt die 0dB-FAN-Funktion, die alle Lüfter stoppt, wenn die Temperatur des Grafikchips unter 55 °C liegt, um unnötige Geräuschentwicklung zu vermeiden (semi-passive Kühlung).
| Zone | Lüfter | Minimale Drehzahl | Maximale Drehzahl |
|---|---|---|---|
| Fan 1 | Alle | 540 (30 %) | 3 500 (100 %) |
Die Geräuschentwicklung in Abhängigkeit von der Lüfterdrehzahl stellt sich wie folgt dar:
| < 35 dBA | sehr geringe Lautstärke | 40–42 dBA | höhere Lautstärke |
| 35–38 dBA | geringe Lautstärke | 42–45 dBA | hohe Lautstärke |
| 38–40 dBA | niedrigere Lautstärke | > 45 dBA | sehr hohe Lautstärke |

Bei der Prüfung der Kühleffizienz im 3DMark Steel Nomad Stress Test erreichte die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G im Performance-Modus eine Wertung von 98,7 % (im Quiet-Modus 98,9 %) und bestand somit diese Tests zur Stabilität der Bildwiederholrate (die Mindestgrenze liegt bei 97 %).

Stromversorgung
Die Stromversorgung der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G wird vermutlich durch eine 14-phasige Spannungsregelung gewährleistet (der Kühler konnte nicht demontiert werden). Sie benötigt eine zusätzliche Stromversorgung über drei 8-Pin-Anschlüsse. Der Leistungsbedarf der Karte wurde vom Hersteller auf 317 W festgelegt (eine Erhöhung um 10 % auf 349 W ist möglich), und es wird ein Netzteil mit einer Mindestleistung von 750 W empfohlen.
Stromverbrauch von Grafikkarten
Ein entscheidender Faktor bei Grafikkarten ist ihr Stromverbrauch. Dabei geht es nicht nur darum, wie viel elektrische Energie beim Spielen von Computerspielen verbraucht wird, sondern auch darum, dass ein höherer Verbrauch insbesondere höhere Anforderungen an die Leistung des Netzteils (PSU) und an eine effiziente Gehäusebelüftung stellt. Ebenso wichtig ist bei der Messung des Strombedarfs einer Grafikkarte die Einhaltung der PCI-SIG-Spezifikationen. Diese definieren unter anderem Regeln für die Stromversorgung von Komponenten über den PCI-Express-Bus. Ein wesentlicher Punkt ist, dass über die „Stromschiene“ mit 12 V (PEG 12 V) dieser Schnittstelle kein dauerhafter Strom von mehr als 5,5 A (mit einer Leistungsgrenze von 66 W) fließen darf, da dies das gesamte Mainboard beschädigen könnte. Im besten Fall könnte ein Spannungsabfall Probleme mit anderen an PCI Express angeschlossenen Komponenten verursachen, wie beispielsweise PCIe-SSDs. Die PCI-SIG legt außerdem Spezifikationen für die Zusatzstromanschlüsse von Grafikkarten fest. So sollte die maximale Leistungsaufnahme eines 8-Pin-Anschlusses dauerhaft 150 W und 12,5 A nicht überschreiten, während bei 6-Pin-Anschlüssen 75 W und 6,25 A als Grenze gelten. Die neuen 16-Pin-Anschlüsse 12VHPWR (PCIE Gen5) können bis zu 600 W bei 55 A übertragen.
Gewöhnlicher und Spitzenverbrauch
Zur Messung der Spitzenstromaufnahme von Grafikkarten verwende ich das Tool MSI Kombustor, das Grafikkarten einer kontinuierlichen und dauerhaften Belastung aussetzt. Zunächst lasse ich die Grafikkarte auf ihre normale Betriebstemperatur aufwärmen, bevor ich mit dem PowerTracker-Tool die Leistungsaufnahme an allen relevanten Stellen messe. Bei der ersten Messung ist das Power-Limit (PL) der Grafikkarte auf den Standardwert (PL 100 %) eingestellt, während die zweite Messung mit dem maximal möglichen Power-Limit durchgeführt wird (sofern eine Erhöhung möglich ist). Wie hat sich die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G in diesen Tests geschlagen?

| Asus PRIME RX 9070 XT O16G | ||||
|---|---|---|---|---|
|
|
Abnahmestelle | Beschreibung | Verbrauch (PL 100 %) |
Verbrauch (PL 110 %) |
| 1 | PCI Express Slot (PEG 3,3 V) |
3,3-V-Schiene | 0,05 W | 0,05 W |
| 2 | PCI Express Slot (PEG 12 V) |
12-V-Schiene | 26 W | 27 W |
| 3 | PCIe-Kabel 1 (8-Pin) |
12-V-Schiene | 119 W | 136 W |
| 4 | PCIe-Kabel 2 (8-Pin) |
12-V-Schiene | 102 W | 108 W |
| 5 | PCIe-Kabel 3 (8-Pin) |
12-V-Schiene | 81 W | 91 W |
| VGA-Verbrauch | 328 W | 362 W | ||
| PEG 12V-Strom | 2,2 A | 2,2 A | ||
Wie Sie sehen können, hält sich die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G vorbildlich an die PCI-SIG-Spezifikationen, selbst nach einer Erhöhung ihres Leistungsaufnahme-Limits. Die Leistungsaufnahme über PEG 12 V bleibt unter der 66-W-Grenze, und durch alle 8-Pin-Hilfsstromanschlüsse fließt weniger als die erlaubten 150 W. Falls Sie sich für die maximalen (Peak-)Werte von Leistungsaufnahme und Stromstärke dieser Grafikkarte interessieren, können Sie einen Blick auf die folgenden Diagramme werfen.
Wie aus den Diagrammen ersichtlich ist, liegt die Spitzenleistung (Peak) der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G, mit der nach einer maximalen Erhöhung des Leistungsaufnahme-Limits zu rechnen ist, bei etwa 390 W.
Leistungsaufnahme im Leerlauf (Idle) und mit zwei Monitoren
Die Messung der Leistungsaufnahme der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G im Leerlauf und mit zwei Monitoren wurde auf dem Windows 11-Desktop durchgeführt. Zunächst wurde die Leistungsaufnahme der Grafikkarte mit nur einem angeschlossenen Monitor mit einer Auflösung von 3.840 × 2.160/60 Hz über DisplayPort gemessen. Anschließend wurde ein zweiter Monitor mit einer Auflösung von 1.920 × 1.080/144 Hz über einen weiteren DisplayPort angeschlossen, und der Stromverbrauch der Grafikkarte wurde erneut aufgezeichnet. Die Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle zu sehen:
| Messung | Monitor 1 | Monitor 2 | VGA | System |
|---|---|---|---|---|
| 1 | 3 840 × 2 160/60 Hz | - | 7 W | 83 W |
| 2 |
3 840 × 2 160/60 Hz
|
1 920 × 1 080/144 Hz | 8 W | 86 W |
| Unterschied | 1 W | 3 W | ||

Die Monitoranschlüsse der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G bestehen aus drei DP 2.1a (DisplayPort)-Anschlüssen und einem HDMI 2.1b-Anschluss. Während der HDMI 2.1b-Anschluss die Übertragung von Videosignalen in bis zu 8K/60 Hz ermöglicht, bieten die DisplayPort 2.1a-Anschlüsse eine Übertragung von bis zu 8K/165 Hz.
HW-Decoder und -Encoder
Die Grafikkarten der neuen RDNA 4-Generation sind mit einer neuen Generation von Hardware-Encodern und -Decodern ausgestattet. Die Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten verfügen über jeweils zwei Decoder und Encoder.
Die Tests der Grafikkarten bei Alza bestehen einerseits aus Tests ihrer Gaming-Leistung. Da die reine Leistung jedoch für viele Nutzer nicht das einzige und alles entscheidende Auswahlkriterium ist, prüfen wir bei Grafikkarten auch gründlich deren Betriebseigenschaften wie Temperatur, Lautstärke oder Energieverbrauch. Schließlich möchte niemand eine leistungsstarke, aber unangenehm laute Grafikkarte in seinem Computer haben.
Bei den Tests der Gaming-Leistung bemühen wir uns, die Grafikkarten in den neuesten Spieletiteln zu testen, damit Sie einen Überblick darüber haben, welche Grafikkarten auf den modernsten Spiele-Engines die beste Leistung bieten. So können Sie sicherstellen, dass sich Ihre Investition in eine bestimmte Grafikkarte auch langfristig wirklich lohnt.
Unsere Rezensionen sind immer aktuell
Da wir sicherstellen möchten, dass jede Grafikkarten-Rezension stets aktuell bleibt, werden die Testergebnisse einzelner Spiele nicht einer bestimmten Grafikkarte, sondern nur dem Typ der Grafikkarte, also dem Grafikchip, zugeordnet. Dies ermöglicht es uns, bei wesentlichen Änderungen, die die Endergebnisse der Tests beeinflussen (z. B. Veröffentlichung neuer und leistungsfähigerer Treiber, Aufnahme eines neuen Spiels in die Testmethodik usw.), schnell nachzutesten. Die neuen Ergebnisse werden dann umgehend auch in ältere Rezensionen übernommen.
Im Gegensatz zu den Gaming-Tests, bei denen die Ergebnisse bestimmten Grafikkartentypen zugeordnet werden, werden die Tests der Betriebseigenschaften ohne Ausnahme für jede einzelne Grafikkarte durchgeführt. In diesen Tests gehen wir bis ins kleinste Detail und messen möglichst viele Betriebsparameter der Grafikkarten, darunter neben Temperatur und Lautstärke auch Spannung, Energieverbrauch und die tatsächlichen Frequenzen des Grafikchips.
Natürlich fehlt in den Tests der Betriebseigenschaften auch ein detaillierter Vergleich mit anderen Grafikkarten nicht, sodass Sie einen klaren Überblick darüber erhalten, welche Grafikkarte für Sie am besten geeignet ist.
Zur Messung der Betriebseigenschaften von Grafikkarten verwende ich das Tool 3DMark und dessen Belastungstest namens Steel Nomad Stress Test. Dieser Test besteht aus insgesamt 20 Durchläufen der einminütigen Szene Steel Nomad und dauert somit ganze 20 Minuten. Während dieser Zeit arbeitet die Grafikkarte mit voller Leistung und erwärmt sich auf ihre normale Betriebstemperatur. Erst nach Erreichen der Betriebstemperatur der Grafikkarte, meist im letzten Durchlauf der Szene, messe ich ihre Betriebseigenschaften. Wie hat die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G in diesem Belastungstest abgeschnitten?
| ZUSAMMENFASSUNG DER BETRIEBSEIGENSCHAFTEN | |||
|---|---|---|---|
| Asus PRIME RX 9070 XT O16G | P-Modus | Q-Modus | Messhinweis |
| GPU-Temperatur | 55 °C | 61 °C | gemessen am Ende des Tests |
| GPU-Temperatur (Hotspot) | 81 °C | 88 °C |
gemessen am Ende des Tests
|
| VRAM-Temperatur | 85 °C | 90 °C |
gemessen am Ende des Tests
|
| GPU-Frequenz | 2 730 MHz | 2 720 MHz | gemessen als Durchschnitt der letzten drei Durchläufe (auf Zehner gerundet) |
| GPU-Spannung | 0,918 V | 0,911 V |
gemessen als Durchschnitt im Test
|
| GPU-Verbrauch (laut Treiber) | 316 W | 317 W |
gemessen als Durchschnitt im Test
|
| VGA-Verbrauch (real) | 330 W | 330 W |
gemessen als Durchschnitt im letzten Durchlauf
|
| Lüfterdrehzahl | 1 710 U/min | 1 320 U/min | gemessen am Ende des Tests |
| Lautstärke | 38,4 dBA | 34,7 dBA | interpoliert aus den Lüfterdrehzahlen |
Im P-Modus (BIOS1) hielt sich die Temperatur der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G am Ende des Stresstests bei niedrigen 55 °C (Hotspot 81 °C), während die Lüfter mit etwa 1 710 U/min drehten. Bei dieser Geschwindigkeit erzeugten sie eine geringe Lautstärke von 38,4 dBA. Die Frequenz des Grafikchips lag während des Stresstests durchschnittlich bei 2 730 MHz bei einer Leistungsaufnahme von 330 W.
Im Q-Modus (BIOS2) stieg die Temperatur um etwa 6 °C auf 61 °C (Hotspot 88 °C), allerdings bei einer niedrigeren Lüftergeschwindigkeit von rund 1 320 U/min und damit einer noch geringeren Lautstärke von 34,7 dBA. In beiden Modi kann ich diese Grafikkarte daher als sehr leise bezeichnen. Die Frequenz des Grafikchips änderte sich kaum und sank nur geringfügig auf 2 720 MHz bei einer Leistungsaufnahme von 330 W.
Falls Sie auch einen Vergleich der Betriebseigenschaften der Asus PRIME RX 9070 XT O16G mit allen anderen Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten interessieren, die wir bisher auf Alza und GPUreport.cz im 3DMark Steel Nomad Stress Test getestet haben, können Sie sich die folgenden Diagramme ansehen.
Die Messung der Gaming-Leistung von Grafikkarten erfolgt in zuvor ausgewählten Szenen speziell ausgewählter Computerspiele. Die Computerspiele werden in die Testmethodik aufgenommen, um die aktuellen Anforderungen moderner Game-Engines bestmöglich zu repräsentieren. In den eigentlichen Tests wird für jede Grafikkarte nicht nur die durchschnittliche Bildrate (FPS) gemessen, sondern auch der Wert für 1% Low. Dieser gibt uns eine bessere Vorstellung von der Konsistenz der Leistung als die durchschnittliche Bildrate, da er auch potenzielle Probleme mit unregelmäßiger Bildwiedergabe (Stuttering) erfasst. Der 1% Low-Wert wird als 99. Perzentil der Frame-Zeiten (Frametimes) berechnet und in FPS umgerechnet. Je näher der 1% Low-Wert der durchschnittlichen Bildrate kommt, desto konsistenter ist die Bildwiedergabe und desto flüssiger wirkt das Spiel für den Spieler. Welchem Leistungsindikator Sie den Vorzug geben, liegt ganz bei Ihnen.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetischer Mittelwert der gemessenen Bildraten aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Andere Computerspiele werden nicht in die Gesamtleistung einbezogen und dienen nur zu Informationszwecken.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetischer Mittelwert der gemessenen 1% Low-Werte aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Andere Computerspiele werden nicht in die Gesamtleistung der Grafikkarten einbezogen und dienen nur zu Informationszwecken.
Welche Leistung die Grafikkarten in den einzelnen Spielen unserer Testmethodik erbringen, wie die Spiele in den Tests konfiguriert wurden und wie die Messungen durchgeführt wurden, können Sie durch Klicken auf das Bild des jeweiligen Computerspiels einsehen.
Die Leistung der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G wird hauptsächlich durch die Leistung des eigentlichen Grafikchips NAVI 48 (NAVI 48XTX) bestimmt. Dieser kann sich von anderen Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten lediglich durch die voreingestellte Frequenz des Grafikchips, die eingestellte Frequenz des Grafikspeichers oder einen höheren festgelegten Stromverbrauchsgrenzwert unterscheiden, der die Frequenz der Grafikkarte weniger einschränkt. Ein hochwertiges Kühlsystem, das den Grafikchip auf niedrigen Temperaturen hält, kann ebenfalls dazu beitragen, eine höhere Frequenz der Grafikkarte und damit auch eine bessere Leistung aufrechtzuerhalten. Grundsätzlich gilt jedoch immer: Je höher die Frequenzen des Grafikchips, desto höher ist auch die Gaming-Leistung. Sie sollten jedoch bedenken, dass die Unterschiede in den Frequenzen und damit auch in der Leistung zwischen Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten verschiedener Hersteller und Marken nicht allzu extrem ausfallen können.
Bei der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G lag die tatsächliche Frequenz des Grafikchips im Belastungstest 3DMark Steel Nomad Stress Test durchschnittlich bei 2.730 MHz im P-Mode und bei 2.720 MHz im Q-Mode. Anhand des obigen Diagramms können Sie sich also ein Bild davon machen, welche Leistung diese Grafikkarte im Vergleich zu anderen Radeon RX 9070 XT-Modellen bietet, die wir bisher auf Alza und GPUreport.cz getestet haben.
Übertaktung des Grafikchips
Die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G habe ich direkt über die AMD Software Adrenalin Edition (ASAE) übertaktet. Zunächst habe ich das Power Limit auf das Maximum (+10 %) gesetzt, um nicht durch die Leistungsaufnahme der Grafikkarte eingeschränkt zu werden. Da das Erhöhen des Max Frequency Offset-Reglers keine Wirkung zeigte, habe ich sofort begonnen, die Spannung des Grafikchips zu senken. Schrittweise habe ich die Spannung (Voltage Offset) in kleinen Schritten reduziert und beobachtet, ob die Frequenz des Grafikchips ansteigt und die Grafikkarte stabil bleibt. Als niedrigster Spannungs-Offset, bei dem die Grafikkarte stabil blieb und der Chip die höchste Frequenz erreichte, stellte sich ein Wert von -110 mV heraus.
Übertaktung des Grafikspeichers
Bei der Übertaktung des Grafikspeichers habe ich die höchstmögliche stabile Frequenz gesucht. Dazu habe ich die Speicherfrequenz (Max Frequency) schrittweise um 50 MHz erhöht und die Stabilität in Computerspielen getestet. Als letzte stabile Frequenz stellte sich schließlich ein Wert von 2.800 MHz heraus, was bei GDDR6-Grafikspeicher einer effektiven VRAM-Frequenz von 22.400 MHz entspricht. Der Grafikspeicher konnte zwar auch etwas höhere Frequenzen erreichen, aber es ist immer besser, eine gewisse Sicherheitsreserve einzuplanen.
Mit dieser übertakteten Asus PRIME RX 9070 XT O16G habe ich einige Spiele aus der Testmethodik überprüft und folgende Ergebnisse erzielt:
Mit manuellem Übertakten über die ASAE-Treiber konnte ich aus der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G eine zusätzliche Leistung von 7–9 % herausholen. Das ist zwar nicht außergewöhnlich, kann aber in manchen Spielen durchaus nützlich sein. Die Frequenz der Grafikeinheit erhöhte sich um 197–274 MHz, aber man muss bedenken, dass der Stromverbrauch der Grafikkarte steigt. Durch dieses Übertakten erhöhte sich der Energieverbrauch der Grafikkarte in Computerspielen um 31–34 W. Im Durchschnitt erzielte ich somit eine um 8 % höhere Leistung zu einem Preis von 10 % mehr Energieverbrauch.
Falls Sie eine höhere Leistung ohne gleichzeitige Erhöhung des Stromverbrauchs der Grafikkarte erreichen möchten, lassen Sie den Power-Limit-Schieberegler auf dem Standardwert und senken Sie lediglich die Spannung der Grafikeinheit. Dadurch erhalten Sie zwar nur etwa 6–7 % mehr Leistung, jedoch ohne einen Anstieg des Stromverbrauchs der Grafikkarte.
Wir sind nun bei der Bewertung der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G angelangt, daher werfen wir zunächst einen genaueren Blick auf ihre Leistung. In der folgenden Tabelle habe ich die Leistung nicht nur der neuen Grafikkarte Radeon RX 9070 XT, sondern auch ihres direkten Vorgängers Radeon RX 7700 XT aus der RDNA-3-Generation sowie der kürzlich veröffentlichten konkurrierenden Grafikkarte GeForce RTX 5070 Ti in Prozent zusammengefasst. Als Ausgangswert für den Vergleich (100 %) habe ich die Leistung der neuen Grafikkarte Radeon RX 9070 XT gewählt.
| Auflösung/Leistung | RTX 5070 Ti | RX 9070 XT | RX 7700 XT |
|---|---|---|---|
| 1 920 × 1 080 (Full HD) | 101 % | 100 % | 65 % |
| 2 560 × 1 440 (WQHD) | 101 % | 100 % | 61 % |
| 3 840 × 2 160 (4K UHD) | 103 % | 100 % | 56 % |
Vergleicht man die Leistung der neuen Radeon RX 9070 XT mit ihrem Vorgänger, der aktuellen Grafikkarte Radeon RX 7700 XT, so sieht man einen enormen Leistungszuwachs. Dieser reicht von fast 55 % bei der niedrigsten Auflösung von 1 920 × 1 080p (FHD) über 64 % bei einer Auflösung von 2 560 × 1 440p (WQHD) bis hin zum höchsten Leistungszuwachs von nahezu 80 % bei der höchsten Auflösung von 3 840 × 2 160p (4K UHD). Wie ersichtlich ist, ist dieser Leistungssprung so signifikant, dass es durchaus berechtigte Zweifel daran gibt, ob die Radeon RX 9070 XT tatsächlich der Nachfolger der Radeon RX 7700 XT ist. Vielmehr scheint sie eher der Nachfolger der Radeon RX 7900 GRE zu sein.
Dann gibt es noch den Vergleich mit der kürzlich veröffentlichten konkurrierenden Grafikkarte GeForce RTX 5070 Ti, die je nach verwendeter Auflösung eine leicht höhere Leistung von 1–3 % bietet. Wie man sieht, ist der Leistungsunterschied zwischen diesen konkurrierenden Grafikkarten gering. Allerdings habe ich etwas größere Unterschiede bei Spielen gemessen, die Raytracing nutzen. Der Unterschied ist zwar nicht mehr so gravierend wie in der jüngeren Vergangenheit, dennoch spricht die Leistung in diesem Bereich immer noch leicht für die GeForce RTX 5070 Ti. Wenn Sie also zwischen diesen beiden Grafikkarten wählen, bietet die GeForce RTX 5070 Ti bei nahezu identischer Rasterisierungsleistung eine leicht höhere Raytracing-Performance sowie die Unterstützung für DLSS 4 einschließlich MFG (Multi Frame Generation). Die Radeon RX 9070 XT kontert mit der Unterstützung von FSR der 4. Generation, hat jedoch bislang keine Antwort auf MFG. Letztendlich wird wohl der Anschaffungspreis das entscheidende Argument für den Kauf der einen oder anderen Grafikkarte sein.
Für wen ist diese Grafikkarte geeignet?
Die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G, wie auch alle anderen Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten von verschiedenen Herstellern, bietet anspruchsvollen Spielern mehr als genügend Leistung für Gaming in einer Auflösung von 2560 × 1440 (WQHD). Diese Grafikkarten sind mit 16 GB Grafikspeicher ausgestattet, wodurch sie in den meisten Spielen auch höhere Auflösungen problemlos bewältigen können.
Die Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten unterstützen moderne Rendering-APIs wie Vulkan und DirectX 12 Ultimate. Zudem bieten sie Unterstützung für HYPR-RX, ein Technologiepaket, das Funktionen wie Fluid Motion Frames, Anti-Lag und FSR (FidelityFX Super Resolution) in der neuesten Version FSR 4 umfasst. Diese nutzt künstliche Intelligenz und maschinelles Lernen für eine verbesserte Bildskalierung.
Abgesehen vom Gaming lassen sich die Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten auch erfolgreich für die Arbeit mit bestimmten KI-Anwendungen (AI) nutzen oder direkt für das Arbeiten mit KI-Modellen, die dank dieser Grafikkarten lokal auf dem eigenen Rechner ausgeführt werden können. Der Vorteil der lokalen Nutzung von KI-Modellen liegt nicht nur in den wegfallenden Gebühren, sondern vor allem im garantierten Schutz privater Daten.
Die Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G bietet ein technisch gut durchdachtes Kühlsystem mit drei AXIAL-TECH-Lüftern, das mit der Kühlung des neuen Grafikchips NAVI 48XT von AMD keinerlei größere Probleme hat. Darüber hinaus sorgt es für hervorragende Betriebseigenschaften, wie niedrige Temperaturen und eine sehr geringe Geräuschentwicklung unter Last.
Die Ausstattung der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G umfasst zwar keine auffällige LED-Beleuchtung, jedoch unterstützt sie Dual BIOS. Dadurch können Sie zwischen zwei voreingestellten Betriebsmodi wählen, die sich lediglich durch unterschiedliche Lüfterdrehzahlkurven in Abhängigkeit von der Temperatur des Grafikchips unterscheiden. Während im Standardmodus Performance (P-Mode) durch höhere Lüfterdrehzahlen niedrigere Temperaturen des Grafikchips priorisiert werden, reduziert der Quiet-Modus (Q-Mode) die Lüftergeschwindigkeit zugunsten einer geringeren Geräuschentwicklung, jedoch auf Kosten etwas höherer Temperaturen. Falls Ihr PC-Gehäuse schlecht belüftet ist und Sie die Temperaturen der Grafikkarte niedrig halten müssen, empfiehlt sich der Performance-Modus. Sind Sie hingegen ein Fan besonders leiser Computer und machen Ihnen höhere Temperaturen im Gehäuse nichts aus, sollten Sie die PRIME in den Quiet-Modus umschalten. Um die Leistung müssen Sie sich keine Sorgen machen, denn sie bleibt in beiden Modi nahezu identisch.
Ein weiteres Highlight ist die Unterstützung der 0dB-FAN-Funktion, die bei niedrigen Temperaturen alle Lüfter stoppt und so die Geräuschentwicklung der Grafikkarte auf ein Minimum reduziert (semi-passive Kühlung). Zukünftig werden Sie zudem die Unterstützung von DisplayPort 2.1 sowie PCI Express 5.0 zu schätzen wissen.
Zu den Nachteilen der Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G zählt in erster Linie ihre größere Bauweise. Mit einer Länge von 312 mm passt sie möglicherweise nicht in jedes PC-Gehäuse, insbesondere nicht in ältere Modelle, die für solch lange Grafikkarten nicht ausgelegt sind. Auch die bereits erwähnte fehlende LED-Beleuchtung könnte für manche ein Minuspunkt sein – wer jedoch keine Beleuchtung auf Grafikkarten mag, könnte dies sogar als Vorteil empfinden.
Obwohl der Energieverbrauch der Radeon RX 9070 XT-Grafikkarten nicht besonders hoch ist, benötigt man für den Betrieb dennoch ein ausreichend leistungsstarkes Netzteil mit mindestens 750 W. Eine gute Belüftung des PC-Gehäuses ist ebenfalls empfehlenswert, um eine optimale Kühlung sicherzustellen.

Asus PRIME Radeon RX 9070 XT O16G
GrafikkartenDie Grafikkarte Asus PRIME RX 9070 XT O16G bietet anspruchsvollen PC-Spielern eine attraktive Leistung, die für Gaming in einer Auflösung von 2560 x 1440 mehr als luxuriös ist. Dank des 16 GB großen Grafikspeichers ist sie in den meisten Spielen auch für höhere Auflösungen bestens geeignet. Die Grafikkarte verfügt über ein technisch ausgefeiltes Kühlsystem mit drei Lüftern, das ihr hervorragende Betriebseigenschaften verleiht, insbesondere eine sehr geringe Geräuschentwicklung unter Last. Für den Betrieb wird jedoch ein ausreichend großes PC-Gehäuse sowie ein leistungsstarkes Netzteil benötigt.
Vorteile
Nachteile

Pavel Šantrůček
My name is Pavel Šantrůček, and I have been working professionally with graphics cards for more than 5 years. I've been mostly focused on structure reviews and graphics cards testing for the last two years, which has become an integral part of my working life at GPUreport.cz. As a programmer, I am also the author of several graphics cards frame-rate analysis tools. One of the most widely known is the Frame Latency Analytics Tool (FLAT), and it is widely used around the world.