• Autor: Ondřej Chabr
Wenn Sie sich im Angebot der Apple-Tablets verlieren, gibt es eine sichere Wahl – das Modell mit dem Zusatz *Pro* ist schlicht das Beste vom Besten. Das iPad Pro M5 ist mit einer beeindruckenden Ausstattung versehen, mit der es jede Konkurrenz vom Thron stoßen und den Markt dominieren möchte. Der Preis gehört zwar nicht zu den niedrigsten, doch die Ausstattung scheint ihn zu rechtfertigen – oder etwa nicht? Werfen wir einen genaueren Blick darauf.
In puncto Design bleibt Apple der letztjährigen Reihe iPad Pro mit M4-Chip treu. Diese setzte die Messlatte bereits sehr hoch. Wer diese Generation einmal in der Hand gehalten hat, weiß: Ein so dünnes und elegantes Gerät sieht man selten. Zunächst beeindruckt der riesige Bildschirm, der in zwei Größen erhältlich ist – das Highlight ist jedoch das schlanke Aluminiumgehäuse, das mit nur 5,3 mm bzw. beim größeren Modell sogar nur 5,1 mm extrem flach ist.
Das neue Apple iPad Pro M5 unterscheidet sich äußerlich kaum vom Vorgängermodell. Die Bildschirmränder sind genau so breit, dass man das Tablet bequem halten kann. Die Kanten sind flach, auf der Rückseite befindet sich ein quadratisches Kameramodul mit Kamera, LiDAR-Sensor und LED-Blitz. Auch bei den Farben bleibt Apple seiner Linie treu – zur Auswahl stehen Silber und Space Schwarz.
Von einem Tablet darf man keine hohe Widerstandsfähigkeit gegen Wasser und Staub erwarten – das ist bei Smartphones eine andere Liga. Das iPad gehört am besten in eine Schutzhülle, die es auch in Kombination mit einer Tastatur gibt.
Das Herzstück eines jeden Tablets ist sein Display – darauf setzt Apple bei seinen iPads traditionell. Und erneut überzeugt der Bildschirm durch seine herausragende Qualität. Es handelt sich um ein OLED-Panel mit der Bezeichnung Ultra Retina XDR, das durch hervorragenden Kontrast, hohe Helligkeit und eine flüssige 120-Hz-ProMotion-Bildwiederholrate besticht.
Die Varianten mit dem größten Speicher sind zudem mit einem Display mit Nanotextur erhältlich. Diese Option richtet sich eher an Profis, da sie Reflexionen unter verschiedenen Lichtbedingungen minimiert. Wer also auf präzise Farbdarstellung Wert legt, trifft hier die bessere Wahl.
Es ist kein Geheimnis, dass die wichtigste Neuerung des iPad Pro M5 in seiner verbesserten Leistung liegt. Der neue M5-Chip wurde nicht nur für die iPads vorgestellt, sondern findet sich auch im neuen MacBook Pro und in der Apple Vision Pro wieder. Das Herzstück des leistungsstarken 3-nm-Prozessors besteht aus zehn Kernen – vier davon sind Hochleistungskerne, sechs weitere energieeffizient.
Apple legt besonderen Wert auf die Fähigkeiten der künstlichen Intelligenz. Dafür ist die Neural Engine zuständig – eine Einheit für Berechnungen und maschinelles Lernen. Neu ist zudem das Vorhandensein von Neural Accelerators, die eine besonders schnelle Verarbeitung und Generierung von Bild- und Videomaterial ermöglichen.
Nicht nur Gamer werden sich über die 10-Kern-GPU freuen, die laut Apple im Vergleich zum M4-Chip bis zu 1,6-mal schneller ist. Auch das hardwarebasierte Raytracing wurde verbessert. Die Speichergrößen bleiben bei 256 und 512 GB, zusätzlich gibt es Modelle mit 1 TB und 2 TB. Während diese beiden größeren Varianten weiterhin mit 16 GB RAM ausgestattet sind, wurde der Arbeitsspeicher der kleineren Modelle von 8 auf 12 GB erhöht.
Für das neue Erscheinungsbild und die erweiterten Funktionen der iPads Pro M5 sorgt das Betriebssystem iPadOS 26. Neben optischen Anpassungen – etwa einem überarbeiteten Benutzerinterface mit *Liquid Glass*-Elementen – wurde vor allem das Multitasking verbessert. Die Fensterverwaltung mehrerer gleichzeitig geöffneter Apps ist nun deutlich intuitiver. Schon seit der letzten Version ist außerdem die Schicht Apple Intelligence integriert, die zusätzliche intelligente Funktionen mitbringt.
Eine weitere Neuerung ist die Unterstützung moderner kabelloser Standards: Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und der neue N1-Chip für drahtlose Kommunikation. Cellular-Modelle, die sich mit 5G-Netzen verbinden können, verfügen über den C1X-Chip der zweiten Generation. Dieser ermöglicht schnelleres Herunterladen bei geringerem Energieverbrauch – derselbe Chip steckt auch im aktuellen iPhone Air. Der USB-C-Port an der Unterseite unterstützt Thunderbolt 4 und bietet somit extrem schnelle Datenübertragungen, etwa auf externe Festplatten.
Apple hat bislang keine genaue Akkukapazität angegeben, dafür aber die Unterstützung für Schnellladen bestätigt. Der leistungsstarke Akku lässt sich in nur 30 Minuten auf 50 % aufladen (beim 13-Zoll-iPad Pro dauert es rund 35 Minuten). Für solch schnelles Laden empfiehlt Apple einen Adapter mit mindestens 60 W Leistung.
Die Kamera hat keine Veränderungen erfahren. Das iPad Pro M5 ist ohnehin in erster Linie als Werkzeug zur Bearbeitung von Fotos und Videos gedacht, daher muss Apple die Bildqualität nicht zwangsläufig verbessern. Auf der Rückseite befindet sich weiterhin eine 12-MP-Kamera mit TrueTone-Blitz, die dank Smart HDR auch dynamische Aufnahmen ermöglicht. Auch für Videoaufnahmen ist das Gerät gut ausgestattet: Mehrere Mikrofone in Studioqualität sorgen für klaren Ton, und Videos können in 4K-Auflösung – auf Wunsch sogar im professionellen ProRes-Modus – aufgenommen werden.
Auf der Vorderseite, an der langen Kante des iPad Pro M5, befindet sich eine 12-MP-Frontkamera mit Center Stage – sie hält das Gesicht auch bei Bewegung stets im Mittelpunkt. Sie dient zudem zum Entsperren über Face ID. Für den Klang sorgen insgesamt vier Lautsprecher, die ein beeindruckendes Stereo-Erlebnis bieten.
Die neuen iPad Pro M5-Modelle sind ab dem 22. Oktober erhältlich. Die Preise variieren je nach Displaygröße, Speicher und ob es sich um ein Cellular-Modell mit Mobilfunkempfang und GPS handelt. Die Startpreise der jeweiligen Varianten lauten wie folgt:
| Parameter/Modell | iPad Pro M5 | iPad Pro M4 |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 11" / 13" | Diagonale: 11" / 13" |
| Auflösung: 2.420 × 1.668 px, 264 ppi 2.752 × 2.064 px, 264 ppi |
Auflösung: 2.420 × 1.668 px, 264 ppi 2.752 × 2.064 px, 264 ppi |
|
| Typ: OLED | Typ: OLED | |
| Bildwiederholrate bis zu: 120 Hz | Bildwiederholrate bis zu: 120 Hz | |
| Hauptkamera | 12 MP, f/1.8 | 12 MP, f/1.8 |
| Frontkamera | 12 MP, f/2.4 | 12 MP, f/2.4 |
| Chipset | Apple M5, 10-Kern | Apple M4, 8-Kern |
| RAM | 12 / 16 GB | 8 / 16 GB |
| Interner Speicher | 256 / 512 GB / 1 / 2 TB | 256 / 512 GB / 1 / 2 TB |
| Betriebssystem | iPadOS 26 | iPadOS 26 |
| Unterstützung von 5G-Netzen | ✓ (Cellular-Version) | ✓ (Cellular-Version) |
| 3,5-mm-Klinkenanschluss | ✕ | ✕ |
| Akku | ? mAh | 8.160 mAh |
| Abmessungen | 249,7 × 177,5 × 5,3 mm (11") 281,6 × 215,5 × 5,1 mm (13") |
249,7 × 177,5 × 5,3 mm (11") 281,6 × 215,5 × 5,1 mm (13") |
| Gewicht | 445 / 580 g | 445 / 580 g |
| Lieferumfang | USB-C-Kabel, Benutzerhandbuch | USB-C-Kabel, Benutzerhandbuch |
| Preis | ab 1.099 Euro (11") und ab 1.949 Euro (13") | ab 1.349 Euro (11") und ab 2.149 Euro (13") |
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In der Vergangenheit war es keine Seltenheit, dass man auf eine neue Generation länger warten musste. Dieses Jahr hat sich Apple jedoch bereits nach einem Jahr zu einem Upgrade entschlossen und die 13"- und 11"-Modelle mit dem M5-Chip vorgestellt. Beide Modelle sind in zwei Farben und mehreren Speichergrößen erhältlich.