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Nikon Z6 III (TEST): Foto und Video? Wieder auf ein neues Niveau gehoben!

Aktualisiert • Autor: Michal Kupsa

Es sind bereits ganze sechs lange Jahre seit 2018 vergangen, als Nikon ein völlig neues System spiegelloser Kameras mit Wechselobjektiven und dem neuen Bajonett Nikon Z einführte. Und genau die Nikon Z6 war es, die als erste (zusammen mit dem Modell Nikon Z7) mit diesem Bajonett ausgestattet wurde. Heute, im Jahr 2024, ist diese Kamera bereits sehr gut am Markt etabliert, sodass nun die lang erwartete dritte Generation in Form des Modells Nikon Z6 III erscheint. Hier sei noch ergänzt, dass es sich nicht ganz um einen Ersatz der zweiten Generation handelt, denn das Modell Nikon Z6 II wird noch längere Zeit parallel als günstigere Alternative zur neuesten und damit auch teuersten Version dieser beliebten Kamera verkauft.

Nikon Z6 III - Test

Test der Kamera Nikon Z6 III – INHALT

  1. Mechanische Ausführung, Ergonomie und Bedienung – bis auf einen Ausrutscher nahezu perfekte Ausführung
  2. Wichtigste technische Spezifikationen – Vergleich Nikon Z6 III und Nikon Z6 II
  3. Ausstattung, Sensor, Bildqualität und Funktionen – mit einem Wort Perfektion
  4. Akku, Laufzeit, Konnektivität und Zubehör
  5. Zielgruppe der Nikon Z6 III, Preis und Fazit

Mechanische Ausführung, Ergonomie und Bedienung – bis auf einen Ausrutscher nahezu perfekte Ausführung

Bereits die ersten beiden Generationen der Nikon Z6 waren mechanisch wie ergonomisch ausgesprochen gelungen, daher war von vornherein zu erwarten, dass die dritte Generation diesem Trend in keiner Weise hinterherhinken würde. Diese Einschätzung bestätigte sich in dem Moment, als ich die neueste Version in die Hand nahm. Die Nikon Z6 III ist tatsächlich ein außerordentlich robustes Gerät und um es mit den Worten eines Klassikers zu sagen: Man könnte damit wahrscheinlich sogar Nägel einschlagen.

Das Kameragehäuse der Nikon Z6 III besteht aus Metall, konkret aus der üblichen Magnesiumlegierung, und selbstverständlich ist es gegen Witterungseinflüsse wie Regen und Staub geschützt. Die Robustheit ist bereits auf den ersten Griff deutlich spürbar und obwohl ich sehr große Hände habe, liegt die Kamera förmlich wie angegossen in der Hand. Schon beim ersten Berühren wird klar, dass es sich hierbei um ein wirklich seriöses Arbeitswerkzeug handelt und nicht um ein billiges Plastikspielzeug. Zudem wirkt sie sogar noch ein wenig massiver als ihre Vorgängerin, die ihrerseits für ihre hochwertige mechanische Verarbeitung und die Widerstandsfähigkeit der Konstruktion berühmt ist.

Doch um nicht zu sehr ins Schwärmen zu geraten: Wie so oft ist nichts umsonst. Wer erwartet hat, dass die neueste Version der „Z6“ kleiner und leichter sein würde, wird enttäuscht sein, denn die „Z6 III“ ist in allen drei Abmessungen größer und auch schwerer. Laut technischen Daten beträgt der Gewichtsunterschied zwar nur etwa 55 g und die Abmessungen unterscheiden sich ebenfalls nur um wenige Millimeter, dennoch ist das in der Hand deutlich spürbar, oder zumindest wirkt es so auf mich. Das ist schlicht die Kehrseite der kompromisslosen mechanischen Ausführung, sodass die neue Nikon Z6 III kein kompaktes Taschenmodell ist, sondern ein ordentliches Stück präzise gefertigtes Metall.

Auch in puncto Ergonomie ist alles bis an die Grenzen optimiert. Die Nikon Z6 III liegt hervorragend in der Hand, und vor allem die Ausformung des Griffs für die rechte Hand ist so tief und markant gestaltet und mit einer deutlichen rutschfesten Oberfläche versehen, dass der Halt absolut sicher ist – auch wenn Sie ein größeres Objektiv angebracht haben und die Kamera nur mit einer Hand halten. Insgesamt eine wahre Freude.

Auch die Bedienung entspricht der traditionellen Philosophie von Nikon. Wenn Sie bereits früher eine Nikon besessen haben, werden Sie alle wichtigen Bedienelemente praktisch automatisch ertasten und zwar buchstäblich blind, denn sie befinden sich genau dort, wo sie sein sollen und früher auch waren oder sie wurden nur minimal versetzt. Dennoch gibt es in diesem Bereich auch ein paar Veränderungen, und nicht alles wird jedem gleichermaßen zusagen.

Nikon Z6 III – spiegellose Kamera Nikon Z6 III – spiegellose Kamera Nikon Z6 III – spiegellose Kamera

Die erste und wohl sichtbarste Veränderung betrifft den rückseitigen LCD-Monitor. Dieser ist zwar hinsichtlich der Parameter sehr ähnlich oder sogar identisch (Touch, 8 cm, 2,1 Mio. Punkte), war bisher jedoch lediglich nach oben und unten klappbar. Jetzt ist er an einem drehbaren Scharnier angebracht und kann nahezu in jede Position gedreht werden. Persönlich sehe ich dies eindeutig als Vorteil und Fortschritt, jedoch habe ich auch Stimmen gehört, die diese Lösung aus unterschiedlichen Gründen negativ bewerten – letztlich eine Frage individueller Präferenzen.

Neu und deutlich verbessert ist auch der elektronische OLED-Sucher, dessen Auflösung von bisher 3,69 Mio. auf 5,76 Mio. Punkte gestiegen ist – ein wirklich signifikanter Fortschritt. Das macht sich auch in der Praxis bemerkbar, denn die Auflösung ist inzwischen so hoch und die Farbwiedergabe so gut, dass man nach kurzer Zeit fast vergisst, auf ein Display und nicht auf die reale Szene wie bei einer DSLR zu blicken.

Nikon Z6 III – spiegellose Kamera Nikon Z6 III – spiegellose Kamera Nikon Z6 III – spiegellose Kamera

Eine weitere, wenn auch weniger sichtbare Änderung ist die Verlegung der Taste zur Bildwiedergabe, die von der linken Seite auf die rechte Seite unter den rechten Daumen gewandert ist. Was Nikon dazu bewogen hat (möglicherweise der neue LCD-Mechanismus, der bei seitlicher Ausklappung den Zugriff auf die Taste erschwert), weiß ich nicht, aber für mich persönlich ist dies keine gelungene Änderung. Ich nutze die Wiedergabetaste sehr häufig und war über viele Jahre daran gewöhnt, dass sie links sitzt. Das war bereits zu Zeiten der alten Nikon D70 so und stellt für mich daher eine große Umstellung dar. Aber auch das ist letztlich eine Frage persönlicher Gewohnheit.

Nicht vergessen werden darf das Statusdisplay auf der Oberseite der Nikon Z6 III, das nun deutlich größer ist und ein eigenes Taste zum Aufhellen der angezeigten Informationen erhalten hat. Für mich ein klarer Pluspunkt, denn das Statusdisplay hat auch heute noch seine Berechtigung und seinen Nutzen. Was mir hingegen weiterhin etwas fehlt, ist der eingebaute Blitz – und vermutlich geht es nicht nur mir so.

Wichtigste technische Spezifikationen – Vergleich Nikon Z6 III und Nikon Z6 II

Parameter Nikon Z6 III Nikon Z6 II
Aufnahmesensor Full Frame (FX), CMOS 24,5 MP Full Frame (FX), CMOS 24,5 MP
Seitenverhältnis 3 : 2 3 : 2
Bajonett Nikon Z Nikon Z
ISO-Empfindlichkeit ISO 100–64 000 (50–204 800) ISO 100–51 200 (50–204 800)
Bildstabilisierung im Sensor (bis 8 EV) (bis 5 EV)
Sensorreinigung
Autofokus 273 Punkte (Empfindlichkeit bis -10 EV) 273 Punkte (Empfindlichkeit bis -6 EV)
AF-Empfindlichkeit -10 bis +19 EV -4 bis +17 EV
Verschluss 30–1/8 000 s (1/16 000 s) 30–1/8 000 s
Serienbildgeschwindigkeit 14/20/120 fps 14 fps
LCD-Monitor Touch 3,2“ (8 cm) / ca. 2,1 Mio. Touch 3,2“ (8 cm) / ca. 2,1 Mio.
Sucher OLED / 5,76 Mio. OLED / 3,7 Mio.
Video 6K – 60p / 4K – 120p / Full HD – 240p 4K – 60p / Full HD – 120p
Kabellose Schnittstellen WiFi und Bluetooth 5.0 WiFi und Bluetooth 4.2
Kabelschnittstellen USB-C, HDMI, Mic., Kopfhörer, Fernauslöser USB-C, HDMI, Mic., Kopfhörer, Fernauslöser
Speicherkarten 1× XQD (CFexpress), 1× SD/SDHC/SDXC 1× XQD (CFexpress), 1× SD/SDHC/SDXC
Eingebauter Blitz
Wetterfestigkeit
Farbvariante schwarz schwarz
Abmessungen ca. 139 × 102 × 74 mm ca. 134 × 100 × 70 mm
Gewicht des Gehäuses ca. 760 g (inkl. Akku und Karte) ca. 705 g (inkl. Akku und Karte)

Ausstattung, Sensor, Bildqualität und Funktionen – mit einem Wort Perfektion

Grundlage jeder modernen Kamera ist selbstverständlich ihr Bildsensor. Im Falle der Nikon Z6 III handelt es sich um einen CMOS-Sensor mit einer Auflösung von 25,4 MP. Dies entspricht zwar der Auflösung des Vorgängermodells, jedoch erklärt der Hersteller, dass es sich um einen vollständig neuen, teilweise „Stacked“ aufgebauten Sensor handelt. Sein nativer Empfindlichkeitsbereich liegt bei ISO 100–64 000, im erweiterten Bereich bei ISO 50–204 800. Vor allem ist er mit der neuesten Fünf-Achsen-Stabilisierung mit einer sehr hohen Wirksamkeit von 8 EV ausgestattet, die am jeweils aktiven AF-Feld orientiert ist. Ergänzt wird dies durch die Pixel-Shift-Funktion, mit der Sie bei statischen Motiven und Verwendung eines Stativs in einer Auflösung von bis zu 96 MP fotografieren können.

Der neue Sensor wird durch die aktuellste Version des Bildprozessors Nikon EXPEED 7 ergänzt, durch den das gesamte System der Nikon Z6 III in allen Bereichen drastisch schneller arbeitet. Besonders sichtbar wird dies bei den Videomöglichkeiten (12 Bit/RAW), da Sie nun in 6K-Auflösung (mit 60p) oder in 4K/120p und Full HD/240p filmen können – Werte, die selbst sehr anspruchsvolle Videofilmer zufriedenstellen. Natürlich stehen auch Zeitrafferaufnahmen mit direkter Videokonvertierung in der Kamera sowie weitere Video-Features zur Verfügung.

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 12 800, 1/100 s, f/8
43 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 25 600, 1/640 s, f/8
24 mm

Die deutlich höhere Geschwindigkeit macht sich jedoch auch im Autofokussystem bemerkbar, das zwar mit denselben 273 AF-Feldern arbeitet wie der Vorgänger, aber dennoch grundlegend anders ist. Besonders die Empfindlichkeit bei wenig Licht ist auf -10 EV gestiegen, was in der Praxis bedeutet, dass die Nikon Z6 III nahezu im Dunkeln automatisch fokussieren kann. Der wichtigste Unterschied, tatsächlich ein entscheidender, liegt jedoch in der Geschwindigkeit der Motivverfolgung und der Erkennungszuverlässigkeit. Für einen Praxistest verwendete ich bewusst das Objektiv Nikon Z 24-200 VR, das keineswegs ein professionell besonders lichtstarkes Spitzenmodell ist, sondern eher ein gängiges Universalobjektiv.

Als Modell fungierte meine Deutsche Schäferhündin Dira. Der AF der Nikon Z6 III erkannte sie problemlos (AF auf Tiere eingestellt) und verfolgte sie auch im vollen Sprint zuverlässig, sogar auf relativ große Entfernung und bei nicht optimalem Licht (bedeckter Himmel). Sobald Dira näher kam, wechselte das System zuverlässig von der Objekt- zur Augenerkennung. Das ist meiner Meinung nach eine der wichtigsten Verbesserungen – nicht, weil die „Z6 II“ in diesem Bereich schlecht gewesen wäre, aber der Unterschied ist dennoch erheblich. Wenn Sie eher Landschaften oder Architektur fotografieren, wird Ihnen das vermutlich egal sein, aber für Actionfotografen ist dies ein sehr überzeugendes Argument für die „Z6 III“.

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 12 800, 1/320 s, f/6,3
24 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 51 200, 1/500 s, f/8
24 mm

Die reine Bildqualität ist im Vergleich zur Vorgängergeneration nicht dramatisch besser, jedoch ist auch hier ein Fortschritt sichtbar. Sie können völlig bedenkenlos auch sehr hohe ISO-Werte verwenden – mit minimalem Rauschen und gleichzeitig gutem Erhalt von Farben, Kontrast und Details. Wo genau die Grenze liegt, ab der die Bilder noch als brauchbar gelten können, lässt sich schwer definieren, denn diese stufen Nutzer individuell sehr unterschiedlich ein. Zudem hängt dies von der Farbigkeit und dem Kontrast des Motivs, von der Qualität der Beleuchtung und nicht zuletzt vom Einsatzzweck und der finalen Ausgabegröße ab. Dennoch bleibt die Qualität selbst bei ISO 6 400, 12 800 oder 25 600 sehr gut und für weniger anspruchsvolle Anwendungen sogar bis ISO 64 000, was die Obergrenze des nativen Empfindlichkeitsbereichs dieser Kamera darstellt. Darüber hinaus können Sie den Bereich auf bis zu ISO 204 800 erweitern, was zwar gelegentlich nützlich sein kann, aber – wie bei allen Kameras – praktisch weniger oft sinnvoll verwendbar ist.

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 400, 1/640 s, f/6,3
200 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 400, 1/1 250 s, f/6,3
200 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 800, 1/1 000 s, f/6,3
200 mm

Die Fotos werden wie üblich in den Formaten 14-Bit-NEF (RAW), JPEG oder HEIF bzw. NEF (RAW) + JPEG oder NEF (RAW) + HEIF gleichzeitig auf eine der beiden Speicherkarten gespeichert. Der erste Kartenslot nimmt CFexpress oder XQD auf, der zweite klassische SD/SDHC/SDXC. Die Gesamtgeschwindigkeit der Nikon Z6 III wird durch den geradezu riesigen Pufferspeicher unterstützt, der bis zu tausend NEF(RAW)-Aufnahmen aufnehmen kann. Das ermöglicht zudem eine sehr praktische Funktion, bei der Aufnahmen bereits vor dem tatsächlichen Auslösen gespeichert werden. Dies ist für Fotografen schneller Szenen besonders wertvoll, da sie damit keinen entscheidenden Moment mehr verpassen. Die Funktionsweise ist simpel: Sie warten auf den richtigen Augenblick, während die Kamera bereits kontinuierlich Bilder aufnimmt, sie jedoch nur im Puffer speichert. Erst im Moment des Auslösens werden die Bilder auf die Speicherkarte geschrieben, einschließlich der vor dem Auslösen im Puffer gespeicherten Reihe.

Das Funktionsangebot ist insgesamt eine wahre Flut und das Menü umfasst so viele Optionen, dass man stellenweise fast den Überblick verliert. Haben Sie jedoch bereits zuvor eine Nikon verwendet, wird es Ihnen leichtfallen, denn die Menüstruktur ist übersichtlich und durch farbliche Markierungen nach Kategorien – Fotografie, Video, Benutzerfunktionen usw. – sortiert. Vor allem ist der grundsätzliche Aufbau und die Logik unverändert, sodass langjährige Nikon-Nutzer klar im Vorteil sind. Wer hingegen eher ein „technischer Laie“ ist, sollte unbedingt die Bedienungsanleitung intensiv studieren und eventuell die Möglichkeit nutzen, drei unterschiedliche Kameraeinstellungen auf den Speicherplätzen U1–U3 abzulegen.

Akku, Laufzeit, Konnektivität und Zubehör

Ein häufig diskutiertes Thema ist selbstverständlich der Akku und seine Laufzeit. Bei der Nikon Z6 III bleibt der Akku derselbe wie beim Vorgängermodell, also das Modell Nikon EN-EL 15c. Auch die Laufzeit bleibt im Wesentlichen unverändert, beziehungsweise ist sie beim Fotografieren über den Sucher leicht besser, bei Nutzung des LCD geringfügig schlechter – die Unterschiede sind jedoch kaum der Rede wert. In jedem Fall sollten Sie laut Hersteller mit einer Akkuladung rund 400 Aufnahmen schaffen, was ein sehr guter Wert ist. Dieser bestätigte sich auch in der Praxis, wo ich sogar sagen würde, dass bei effizienter Arbeitsweise der Akku problemlos deutlich länger durchhält. Vorteilhaft ist zudem, dass auch ältere Akkumodelle EN-EL 15b oder EN-EL 15a verwendet werden können, diese jedoch eine geringere Kapazität und damit kürzere Laufzeit bieten. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, die Kamera direkt über USB-C zu betreiben oder den Akku über denselben Anschluss zu laden.

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 400, 1/3 200 s, f/6
69 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 2 200, 1/40 s, f/8
31 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 400, 1/320 s, f/8
200 mm

Selbstverständlich verfügt die Kamera heute über vollständige Drahtloskommunikation, und zwar sowohl per WiFi als auch über Bluetooth 5.0, das aufgrund seines sehr niedrigen Energieverbrauchs die Akkulaufzeit kaum beeinflusst. Die Nikon Z6 III kann über ein Smartphone fernausgelöst werden, Fotos und Videos können übertragen oder GPS-Daten zur Speicherung in den Exif-Daten genutzt werden – ganz ohne störende externe GPS-Module mit Kabeln. Außerdem bereitet Nikon derzeit den Dienst Nikon Imaging Cloud vor, über den Aufnahmen direkt verwaltet und gespeichert, Firmware-Updates durchgeführt und weitere Zusatzfunktionen genutzt werden können.

Beim Zubehör sei vor allem das außerordentlich breite Angebot hochwertiger Objektive für das Nikon-Z-System erwähnt, das darüber hinaus kontinuierlich wächst. Auch alternative Objektivhersteller ruhen nicht und erweitern ihr Angebot stetig. Außerdem muss erwähnt werden, dass über den FTZ-Adapter auch Objektive mit Nikon-F-Bajonett genutzt werden können – eine ebenfalls sehr umfangreiche Auswahl klassischer Nikon-DSLR-Objektive.

Zielgruppe der Nikon Z6 III, Preis und Fazit

Der aktuelle Verkaufspreis der Nikon Z6 III liegt (Stand 02/2026) bei 2.729 € für das Gehäuse, es werden aber sicherlich bald auch mehrere preislich attraktive Sets mit Objektiven verfügbar sein. Beim abschließenden Überblick beginne ich diesmal mit den Nachteilen, und bleibe gleich beim Preis, der etwas höher ausfällt als erwartet. Leicht enttäuschend ist zudem, dass die neue Kamera etwas größer und schwerer als ihre Vorgängerin ist – wenn auch nur geringfügig. Manchen wird auch ein integrierter Blitz fehlen, der bei reinen Profi-Modellen durchaus verzichtbar ist, hier aber hätte vorhanden sein können. Auch der an einem Schwenkmechanismus befestigte LCD-Monitor ist nicht jedermanns Sache, doch das war es im Wesentlichen.

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 2 000, 1/8 000 s, f/5,6
48 mm

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III
ISO 250, 1/500 s, f/6,3
200 mm

Die Hauptstärke der neuen Kamera liegt vor allem in ihrer Geschwindigkeit in jeder Hinsicht. Der AF bewältigt auch sehr schnelle Bewegungen, einschließlich präziser Motiverkennung und -verfolgung im 3D-Modus. Gleiches gilt für Videoaufnahmen, für die die Kamera wie geschaffen ist und deren Parameter selbst höchste professionelle Anforderungen erfüllen. All dies wird zusätzlich durch die hohe Empfindlichkeit selbst bei schlechten Lichtverhältnissen unterstützt. Hinzu kommen die sehr leistungsstarke Stabilisierung, die erstklassige Bildqualität in allen Bereichen, ein deutlich verbesserter Sucher, zwei Speicherkartenslots, der riesige Pufferspeicher und eine Vielzahl an Funktionen und Einstellungsmöglichkeiten. Das etwas größere und schwerere Gehäuse wird durch die außergewöhnlich robuste mechanische Ausführung mit hervorragender Ergonomie sowie einem sehr ansprechenden Design ausgeglichen. Der höhere Preis wiederum relativiert sich angesichts der insgesamt herausragenden Eigenschaften, von denen viele aus höheren, teureren Profi-Modellen übernommen wurden.

Nikon Z6 III

Nikon Z6 III

Spiegellose Kameras

Die neue Nikon Z6 III ist insgesamt vor allem für den Einsatz in actionreichen Situationen ausgelegt – sowohl für Fotografie als auch für Video. Wenn Sie eher ruhigere fotografische Disziplinen bevorzugen, reicht Ihnen wahrscheinlich auch das ältere Modell der zweiten Generation, die Nikon Z6 II (bleibt vorerst weiterhin im Verkauf). Wenn hingegen schnelle Action Ihre Domäne ist, sollten Sie nicht zögern, denn die „Z6 III“ ist ein echter Geschwindigkeitsspezialist, der in dieser Kategorie nur wenige ernsthafte Konkurrenten hat.

Vorteile

  • erstklassige Bildqualität
  • hervorragender AF auch bei sehr schnellen Motiven
  • hohe AF-Empfindlichkeit (-10 EV)
  • sehr leistungsstarke Stabilisierung (8 EV)
  • robustes und widerstandsfähiges Gehäuse
  • präzise Ergonomie
  • große Videomöglichkeiten (bis 6K/60p)
  • lange Akkulaufzeit
  • zwei Speicherkarten
  • sehr großer Pufferspeicher
  • hochwertiger Sucher mit hoher Auflösung
  • umfangreiche Funktionen und Einstellungen
  • Funktion zur Speicherung von Aufnahmen vor dem Auslösen
  • großes Angebot an Objektiven und Zubehör

Nachteile

  • etwas größer und schwerer als der Vorgänger
  • fehlender integrierter Blitz
  • höherer Preis

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