Die maximale Bittiefe des Wandlers bestimmt, wie genau das Mikrofon bzw. sein eingebauter Analog-Digital-Wandler die Schallwelle in digitale Daten umwandeln kann. Schall ist im Wesentlichen ein analoges Signal, d. h. eine kontinuierliche Welle. Damit ein Computer damit arbeiten kann, muss es in eine digitale Form umgewandelt werden, die aus einer Reihe von Schritten besteht. Die Bittiefe gibt an, wie viele dieser Stufen bzw. Lautstärkestufen zur Beschreibung des ursprünglichen Klangs zur Verfügung stehen. Man kann sich das wie eine Treppe vorstellen, die eine glatte Steigung nachbildet - je mehr Stufen sie hat, desto getreuer bildet sie die Steigung nach. Ein Wert von 16 Bit bedeutet etwa 65.000 Stufen, was der Qualität einer Standard-CD entspricht. Der gebräuchlichere Wert, 24 Bit, bietet bereits über 16 Millionen Stufen. Eine höhere Bittiefe bietet einen größeren Dynamikbereich, d. h. den Unterschied zwischen dem leisesten und dem lautesten Ton, der ohne Verzerrung aufgenommen werden kann. Dadurch ist es möglich, sehr leise Töne aufzunehmen, ohne dass sie im digitalen Rauschen untergehen, während die Gefahr geringer ist, dass laute Passagen digital übersteuert und verzerrt werden, was als Clipping bezeichnet wird. Einige DACs arbeiten mit 32-Bit-Fließkomma, was das Risiko digitaler Verzerrungen praktisch ausschließt. Die größere Bittiefe ermöglicht daher eine technisch sauberere Aufnahme mit größerer Flexibilität bei der späteren Bearbeitung.