Die Norm ISO 15693 legt Regeln für die drahtlose Kommunikation über kurze Entfernungen fest, insbesondere für so genannte "vicinity"-Karten. Diese Technologie basiert auf dem Prinzip der RFID, d. h. der Radiofrequenz-Identifikation. Im Gegensatz zu Magnetkarten, die einen physischen Kontakt und das Durchziehen durch ein Lesegerät erfordern, erfolgt die Kommunikation nach ISO 15693 kontaktlos. Das Hauptmerkmal dieser Norm ist die größere Lesedistanz, die in der Regel bis zu 1,5 Meter beträgt. Das Lesegerät erzeugt ein elektromagnetisches Feld, das einen passiven Chip in der Karte oder dem Anhänger mit Strom versorgt, so dass dieser die gespeicherten Daten, z. B. eine eindeutige Identifikationsnummer, zurücksenden kann. Diese Eigenschaft macht die Norm besonders nützlich in Bereichen wie der Logistik für die Verfolgung von Waren, in Bibliothekssystemen für die Massenabfertigung von Büchern oder in Zugangskontroll- und Anlagenbuchhaltungssystemen, wo Gegenstände aus der Entfernung identifiziert werden müssen, ohne dass sie genau am Lesegerät angebracht werden müssen.