"ISO/IEC 11801 ist eine internationale Norm, die Parameter für universelle Verkabelungssysteme festlegt. Diese Systeme werden für die Daten-, Sprach- und Videoübertragung in Geschäfts- und Wohngebäuden verwendet. Die Norm definiert also nicht das Messgerät selbst, sondern eine Reihe von technischen Regeln und Grenzwerten, anhand derer Kabeltester die Qualität und Leistung der installierten Verkabelung überprüfen. Die Norm gilt sowohl für paarweise verdrillte Metallkabel als auch für Glasfaserkabel.
Für metallische Kabel definiert die Norm einzelne ""Kategorien"" von Komponenten, wie z. B. Kabel der Kategorie 6A, und entsprechende ""Klassen"" für den gesamten installierten Kabelkanal, wie z. B. die Klasse EA. Die Klasse repräsentiert den Leistungsgrad des gesamten Pfades vom Datenschrank bis zur Enddose. Bei der Messung überprüft der Kabeltester eine Reihe von Parametern, die in dieser Norm festgelegt sind, wie z. B. die Signaldämpfung, das Übersprechen zwischen Adernpaaren oder die Rückreflexion. Durch den Vergleich der gemessenen Werte mit den in ISO/IEC 11801 festgelegten Grenzwerten bewertet das Gerät dann, ob die Verkabelung die Anforderungen für einen zuverlässigen Netzbetrieb bei einer bestimmten Geschwindigkeit erfüllt."