Das maximale Drehmoment gibt die maximale Rotationskraft an, die der Bohrer ausüben kann. Dieser Wert wird in Newtonmeter gemessen und mit "Nm" bezeichnet. Ein Bohrer mit einem höheren Drehmoment kann große und lange Schrauben auch in harte Materialien wie Massivholz oder Metall eindrehen. Er eignet sich auch zum Bohren mit Bohrern mit großem Durchmesser. Für Arbeiten mit kleineren Schrauben und in weicheren Materialien, z. B. bei der Montage von Möbeln, ist eine so hohe Kraft hingegen nicht erforderlich und kann manchmal sogar unerwünscht sein, da sie das Material beschädigen oder den Schraubenkopf abreißen kann. Bei den meisten Akkubohrern lässt sich das Drehmoment über einen nummerierten Drehring hinter dem Bohrfutter einstellen. Wenn Sie eine niedrigere Zahl einstellen, wird die Kraft begrenzt und der Bohrer hält an, wenn er diese Grenze erreicht, was ideal für Präzisionsschraubarbeiten ist. Für maximale Bohrleistung wird das Bohrersymbol gewählt, um diese Begrenzungskupplung zu deaktivieren. Manchmal werden für Bohrer zwei Drehmomentwerte angegeben: das sogenannte "harte" und das "weiche" Drehmoment. Das harte Drehmoment stellt die maximale Kraft bei einem plötzlichen Stopp dar, zum Beispiel wenn eine Schraube auf das Ende eines Gewindes in Metall trifft. Das weiche Drehmoment beschreibt die Kraft beim gleichmäßigen Eindrehen in ein biegsames Material wie z. B. Holz. Der Wert für das harte Drehmoment ist in der Regel höher.