IEC 61935-1 ist eine internationale technische Spezifikation, die Verfahren zur Prüfung von installierten metallischen Datenkabeln festlegt. In der Praxis bedeutet dies, dass diese Norm als "Handbuch" für Zertifizierungsmessgeräte, so genannte Kabeltester, dient. Sie legt fest, welche besonderen elektrischen Eigenschaften des Kabels in welchen Frequenzbereichen mit welcher Genauigkeit zu messen sind. Damit wird sichergestellt, dass die Messergebnisse einheitlich und vergleichbar sind, unabhängig davon, welches zertifizierte Prüfgerät von welchem Hersteller für die Messung verwendet wird. Zu den geprüften Parametern gehören die Signaldämpfung, d. h. die Abschwächung eines Signals auf dem Weg durch ein Kabel, und das Übersprechen, d. h. unerwünschte Interferenzen zwischen Leiterpaaren in einem Kabel. Das Ergebnis dieser Messungen ist ein Bericht, der eindeutig bestätigt, ob die zu prüfende Verkabelung die Grenzwerte einhält oder nicht, was für eine zuverlässige Datenübertragung in Computernetzwerken entscheidend ist.