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Nikon Coolpix P1100 (TEST): Die letzte Kompaktkamera von Nikon

Bewertungen

Aktualisiert • Autor: Michal Kupsa

Es ist kein Geheimnis, dass Nikon die Produktion von Kompaktkameras längst aufgegeben hat – vor allem wegen des stetig besser werdenden Kameraangebots in Smartphones. Eine Ausnahme gibt es jedoch, und das sind Kameras, die im Laufe der Zeit unter dem Begriff Ultrazoom, Megazoom oder auch Superzoom bekannt wurden. In diesem Bereich ist Nikon geradezu führend und setzt faktisch die Grenzen dessen, was mit echtem optischem Zoom bei Kameras möglich ist. Nach den früheren Modellen Nikon Coolpix P950 und Nikon Coolpix P1000 kommt nun die neueste Variante mit der Bezeichnung Nikon Coolpix P1100 auf den Markt.

Nikon Coolpix P1100 - Testbericht

Testbericht zur Kamera Nikon Coolpix P1100 – INHALT

  1. Mechanische Ausführung, Ergonomie und Bedienung – großer Zoom schlägt sich im Gewicht nieder
  2. Wichtige technische Spezifikationen – Vergleich Nikon Coolpix P1100, P1000 und P950
  3. Ausstattung, Funktionen und Bildqualität – für volle Leistung ist Licht erforderlich
  4. Praxis, Akkulaufzeit und Zubehör der Kompaktkamera Nikon P1100
  5. Zielgruppe der Nikon Coolpix P1100, Preis und Fazit

Mechanische Ausführung, Ergonomie und Bedienung – großer Zoom schlägt sich im Gewicht nieder

Die neue Nikon Coolpix P1100 verfügt über einen rekordverdächtigen 125-fachen Zoom mit einer Brennweite von drei Metern, weshalb es wenig überrascht, dass es sich hier nicht um ein Leichtgewicht handelt, sondern um ein echtes Schwergewicht. Auch wenn sie prinzipiell nach wie vor zu den Kompaktkameras zählt, kann man die gewohnte Vorstellung von einem kleinen Gerät, das man einfach in der Hosentasche mitführen kann, gleich wieder vergessen. In Bezug auf Größe und Gewicht übertrifft sie nämlich die meisten Kameras auf dem Markt – ganz gleich, welcher Kategorie sie angehören. Im ausgeschalteten Zustand misst sie 18 cm in der Länge und bringt mit einem Gesamtgewicht von rund 1,4 kg ordentlich Masse mit.

Nikon Coolpix P1100 – kompakt Nikon Coolpix P1100 – kompakt Nikon Coolpix P1100 – kompakt

Die relativ größeren Abmessungen bringen jedoch einen entscheidenden Vorteil mit sich – die absolut perfekte Ergonomie. Egal, ob Sie kleine oder große Hände haben, die Nikon Coolpix P1100 liegt wirklich gut und sicher in der Hand – und zwar mit absoluter Stabilität. Das ist nicht nur aus Sicherheitsgründen wichtig, sondern auch für die praktische Nutzung längerer Brennweiten. Man muss bedenken, dass bei einem so großen Zoombereich ein zuverlässiger Halt wesentlich wichtiger ist als bei herkömmlichen Kompaktkameras mit deutlich kleinerem Brennweitenspektrum – insbesondere bei den längsten Brennweiten.

Die Bedienung der Kompaktkamera Nikon Coolpix P1100 ist sowohl einfach als auch benutzerfreundlich – sowohl in Bezug auf die Bedienelemente als auch auf die Navigation im Kameramenü. Die Anordnung, Ausführung und Bedienlogik der Elemente orientiert sich an dem seit Jahren bewährten Konzept der Spiegelreflex- und spiegellosen Nikon-Kameras. Wer also bereits einmal eine Nikon in der Hand hatte, wird sich sofort wie zu Hause fühlen. Aber auch Neueinsteiger finden sich dank der logischen und intuitiven Anordnung der Bedienelemente schnell zurecht – alles befindet sich dort, wo man es instinktiv erwartet. Anders als bei herkömmlichen Nikon-Modellen ist allerdings der Hauptschalter, der sich nicht am Auslöser befindet, sondern direkt daneben – am Auslöser selbst ist nun der Zoomregler untergebracht, was durchaus sinnvoll ist. Der Ein-/Ausschalter ist groß und gut zugänglich, sodass man sich sehr schnell daran gewöhnt – ohne Einbußen bei der Einsatzbereitschaft.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100

Der LCD-Monitor ist 3,2 Zoll (8,1 cm) groß und über ein Schwenkgelenk angebracht, sodass er in nahezu jede Position gebracht werden kann – inklusive einer Drehung nach vorne, etwa für Selfies, selbst wenn die Nikon Coolpix P1100 auf einem Stativ montiert ist. Wenn Sie die Kamera um den Hals tragen und den Sucher verwenden, lässt sich das Display mit der Bildfläche zur Kamera hin einklappen, um es vor Kratzern zu schützen. Das Menü ist klassisch farblich nach Themen gegliedert, was für eine sehr gute Übersicht sorgt – Orientierung und Verständnis stellen somit kein Problem dar. Was jedoch überrascht und etwas enttäuscht: Der LCD-Monitor ist nicht berührungsempfindlich. Persönlich würde ich sagen, dass ich Touch-Bedienung bei diesem Kameratyp wohl kaum genutzt hätte (wenn überhaupt), dennoch wirkt es in der heutigen Zeit etwas ungewöhnlich.

Erwähnenswert ist außerdem die praktische Taste auf der linken Seite, vom Hersteller als SnapBack Zoom bezeichnet. Diese ist besonders nützlich, wenn Sie das anvisierte Objekt im Bildausschnitt verlieren (was bei einer solch langen Brennweite schnell passieren kann). Durch Drücken dieser Taste zoomt die Kamera sofort zurück, sodass Sie das Motiv leichter erneut erfassen, fokussieren und gegebenenfalls wieder „heranzoomen“ können.

Haupttechnische Spezifikationen – Vergleich Nikon Coolpix P1100, P1000 und P950

Parameter Nikon COOLPIX P1100 Nikon COOLPIX P1000 Nikon COOLPIX P950
Bildsensor 1/2,3" CMOS, 16 MP 1/2,3" CMOS, 16 MP 1/2,3" CMOS, 16 MP
Seitenverhältnis 4:3 4:3 4:3
ISO-Empfindlichkeitsbereich ISO 80–1.600 (6.400) ISO 100–1.600 (6.400) ISO 100–1.600 (6.400)
Objektiv 125× Zoom / EQ 24–3.000 mm 125× Zoom / EQ 24–3.000 mm 83× Zoom / EQ 24–2.000 mm
Lichtstärke f/2,8 – 8 f/2,8 – 8 f/2,8 – 6,5
Bildstabilisierung (4 EV)
Kürzeste Fokusdistanz 1 / 700 cm (je nach Zoom) 1 / 700 cm (je nach Zoom) 1 / 500 cm (je nach Zoom)
Kreuzsensoren 49 Punkte
Kürzeste Verschlusszeit 1/4.000 (1/8.000) s 1/4.000 s 1/4.000 s
Serienbildgeschwindigkeit 7 fps 7 fps 7 fps
LCD-Monitor 3,2“ (8,1 cm) / ca. 1 MP 3,2“ (8,1 cm) / ca. 1 MP 3,2“ (8,1 cm) / ca. 1 MP
Sucher OLED / 2,36 MP OLED / 2,36 MP OLED / 2,36 MP
Video 4K – 30p / Full-HD – 60p 4K – 30p / Full-HD – 60p 4K – 30p / Full-HD – 60p
Drahtlose Schnittstellen WiFi, Bluetooth WiFi, Bluetooth WiFi, Bluetooth
Kabelgebundene Schnittstellen USB-C, micro HDMI, Mikrofon, FB micro USB, micro HDMI, Mikrofon, FB micro USB, micro HDMI, Mikrofon, FB
Speicherkarten 1× SD/SDHC/SDXC 1× SD/SDHC/SDXC 1× SD/SDHC/SDXC
Integrierter Blitz
Akkulaufzeit (Foto/Video) 260 / 1 Std. 10 Min. 250 / 1 Std. 20 Min. 290 / 1 Std. 20 Min.
Farbvariante schwarz schwarz schwarz
Abmessungen ca. 146 × 119 × 181 mm ca. 146 × 119 × 181 mm ca. 140 × 110 × 150 mm
Gewicht (nur Gehäuse) 1.410 g 1.415 g 1.005 g
Preis am 13.04.2025 1199 € nicht erhältlich 894,90 €

Ausstattung, Funktionen und Bildqualität – für die volle Leistung ist Licht nötig

Was die Ausstattung betrifft, ist auf den ersten Blick klar, dass sich hier alles hauptsächlich um das Objektiv dreht. Es verfügt über einen regelrecht rekordverdächtigen optischen Zoomumfang von 125×, was einem Brennweitenbereich von 24–3.000 mm entspricht. Und genau darum geht es bei der Nikon Coolpix P1100 im Grunde genommen. Ein so großer Zoombereich erlaubt es Ihnen, buchstäblich alles zu fotografieren – von Landschaften oder Architektur mit dem weitesten Weitwinkel von 24 mm bis hin zu Tieren, Vögeln oder sogar dem Mond bei maximaler Brennweite. Ebenso sind auch recht detailreiche Makroaufnahmen möglich, die z. B. bei größeren Insekten (Libellen, Schmetterlinge usw.) interessant sein können – durch die längere Brennweite mit mehr Abstand erschrecken Sie diese nicht so leicht. Das Ganze zudem mit einer durchaus soliden Lichtstärke im Bereich von f/2,8–8 je nach Zoom-Einstellung. Alles in allem gibt es derzeit wohl kaum etwas Vielseitigeres.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 400, 1/200 s, f/7,1
2.400 mm
Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 100, 1/80 s, f/8
24 mm

Neben den üblichen Funktionen und Modi, die wir bei jeder Kamera finden – von der Vollautomatik über Blenden- und Zeitvorwahl, Szenenmodi bis hin zum vollständig manuellen Modus – bietet die Nikon Coolpix P1100 auch völlig einzigartige Aufnahmemodi. Einer davon ist ein spezieller Modus für die Vogelbeobachtung mit angepasster Fokuseinstellung und kontinuierlicher Serienaufnahme von 7 Bildern pro Sekunde. Noch interessanter ist der Modus für die Mondfotografie. In diesem Modus wird beispielsweise automatisch ein drei Sekunden langer Selbstauslöser aktiviert, um Erschütterungen und Vibrationen auf dem Stativ zu minimieren. Zusätzlich kann man aus vier farblich abgestimmten Profilen wählen, um die Mondaufnahme effektvoller zu gestalten.

Das Bild wird von einem 1/2,3" CMOS-BSI-Sensor mit einer Auflösung von 16 MP aufgenommen. Der Empfindlichkeitsbereich liegt bei ISO 100–1.600 (6.400), unterstützt wird auch das NRW-Format (RAW). Selbstverständlich ist auch die Möglichkeit zur Videoaufnahme gegeben – und zwar in bis zu 4K/30p oder Full HD/60p mit Stereoton. Optional lässt sich auch ein externes Mikrofon anschließen oder das Bildsignal über einen HDMI-Anschluss ausgeben. Ebenso enthalten ist eine Zeitrafferfunktion, die direkt in der Kamera erstellt wird – diese Funktion ist seit Jahren Bestandteil vieler Nikon-Kameras und entsprechend ausgereift sowie hervorragend umgesetzt.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 280, 1/500 s, f/8
860 mm
Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 360, 1/500 s, f/5,6
1.100 mm

Erwähnenswert ist auch die Möglichkeit, einige Einstellungen über den Einstellring am Objektiv der Nikon Coolpix P1100 Kamera zu steuern. Mit diesem wird nämlich nicht der Zoom gesteuert (dieser wird über den Hebel am Auslöser oder den Schalter an der Seite der Kamera bedient), sondern man kann damit manuell fokussieren (was aber meistens nicht nötig ist, da der Autofokus hervorragend funktioniert) oder ihm eine andere Funktion zuweisen, die für Sie nützlicher ist – ähnlich wie bei einigen Objektiven für spiegellose Nikon-Kameras. So können Sie beispielsweise die Belichtungskorrektur, den Weißabgleich oder die ISO-Empfindlichkeit steuern – ganz wie es für Sie am praktischsten ist.

Praxis, Akkulaufzeit und Zubehör der Kompaktkamera P1100

Eine so einzigartige Kamera wie die Nikon Coolpix P1100 hat natürlich auch ihre Besonderheiten im Hinblick auf die praktische Anwendung und die tatsächliche Nutzung ihrer Möglichkeiten. Bei Verwendung langer Brennweiten hilft die leistungsstarke optische Bildstabilisierung des Objektivs mit einer Wirksamkeit von etwa 4 EV erheblich. In der Praxis bedeutet das, dass Sie bei gutem und ausreichend starkem Licht keine Angst vor Freihandaufnahmen mit sehr großer Vergrößerung haben müssen. Allerdings erfordert eine Brennweite von etwa 1.000 mm und mehr doch etwas Übung – zum einen ein wirklich fester Halt und eine möglichst ruhige Hand. Außerdem müssen Sie bedenken, dass es wie mit einem Fernglas ist – es ist nicht gerade einfach, das fotografierte Objekt im Bild zu halten, vor allem bei beweglichen Motiven wie z. B. einem fliegenden Vogel. Manchmal kann auch die Stabilisierung selbst etwas stören, da sie die Schwankungen einer zitternden Hand ausgleichen muss und sich dabei stark bewegen kann, was das Motiv im Bild etwas „tanzen“ lässt. Das ist kein Fehler, sondern schlicht ein physikalisches Gesetz, das bei sehr großer Vergrößerung gilt. Für weit entfernte Objekte und starken Zoom ist es daher oft besser, ein Stativ zu verwenden oder sich beim Fotografieren zumindest an eine Wand, einen Baum o. Ä. anzulehnen.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 320, 1/500 s, f/8
3 000 mm
Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 100, 1/160 s, f/8
300 mm

Die tatsächliche praktische Bildqualität entspricht dem verwendeten 1/2,3"-Sensor, also einem Sensorformat, das üblicherweise in Kompaktkameras zum Einsatz kommt. Daher darf man natürlich keine gestochen scharfen Aufnahmen voller feinster Details erwarten, wie sie bei um ein Vielfaches teureren spiegellosen Kameras und deren Objektiven möglich sind. Das bedeutet jedoch nicht, dass die Ergebnisse schlecht wären – im Gegenteil: gemessen an der Brennweitenspanne und dem verwendeten Sensor sind die Fotos qualitativ hochwertig und problemlos auch für größere Ausdrucke geeignet. In solchen Fällen ist es jedoch ideal, das RAW-Format zu nutzen und die Bilder hochwertig im Computer zu bearbeiten. Die in diesem Nutzerbericht verwendeten Beispielaufnahmen liegen im JPEG-Format vor und wurden nicht bearbeitet – lediglich in angemessenem Maß verkleinert und ganz leicht nachgeschärft.

Aus der Praxis sei noch ergänzt, dass die Nikon Coolpix P1100 für die volle Nutzung langer Brennweiten auch geeignete Bedingungen benötigt, insbesondere hochwertige und eher stärkere Ausleuchtung der fotografierten Szene – idealerweise Sonnenlicht, am besten morgens oder abends. Das kann jedoch bei warmem Wetter auch Probleme verursachen, etwa durch flimmernde Luft, die die Qualität von Fotos weit entfernter Objekte stark beeinträchtigen kann. Auch das ist kein Fehler der Kamera, sondern wiederum eine Folge physikalischer Gesetze, die sich einfach nicht umgehen lassen.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 100, 1/160 s, f/8
24 mm
Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 110, 1/250 s, f/4
115 mm

Eine wichtige Frage ist auch die Akkulaufzeit, die vom Hersteller mit rund 260 Aufnahmen oder etwa 1 Stunde und 10 Minuten Videoaufnahme angegeben wird. Das ist ein durchaus guter Wert, und nach praktischer Erfahrung im Gelände würde ich sagen, dass die tatsächliche Laufzeit sogar etwas besser ausfällt. Es hängt allerdings stark von der Nutzung ab: Wenn Sie eher kürzere Brennweiten verwenden und weniger zoomen, ist der Energieverbrauch aus dem Akku entsprechend geringer. Wenn Sie hingegen viel zoomen, vor allem auf lange Brennweiten, oder häufig Einstellungen ändern, Bilder durchsehen usw., kann der Verbrauch deutlich höher und die Laufzeit entsprechend kürzer ausfallen. Man könnte anmerken, dass bei den Gesamtmaßen eventuell auch ein größerer Akku Platz gefunden hätte, dennoch kann ich nicht behaupten, dass die Laufzeit unzureichend wäre. Der Vollständigkeit halber sei noch erwähnt, dass der Akku direkt in der Kamera über den USB-C-Anschluss geladen wird – und wie heute allgemein üblich, ist kein Ladegerät im Lieferumfang enthalten. Sie können jedoch jedes beliebige andere Ladegerät verwenden, z. B. das vom Smartphone oder Laptop.

Was das Zubehör betrifft, so ist im Preis der Nikon Coolpix P1100 eine hochwertige, wirksame, geformte Bajonett-Gegenlichtblende enthalten, die auch einen guten Schutz für die Frontlinse bietet. Im Lieferumfang sind außerdem ein hochwertiges USB-C-Kabel sowie eine gängige 77-mm-Objektivkappe enthalten – ein Hinweis darauf, dass das Objektiv vorne mit einem Standard-Filtergewinde ausgestattet ist, welches die Verwendung weiteren gängigen Zubehörs ermöglicht, vor allem Fotofilter. Auf der Oberseite der Kamera befindet sich außerdem ein Standard-Blitzschuh für ein externes Systemblitzgerät, wobei auch der klassische integrierte Blitz genutzt werden kann. Für die drahtlose Konnektivität stehen sowohl Bluetooth als auch WLAN zur Verfügung.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 100, 1/250 s, f/8
185 mm
Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 180, 1/500 s, f/8
3 000 mm
Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100


ISO 220, 1/250 s, f/8
700 mm

Einsatzbereich der Nikon Coolpix P1100, Preis und Fazit

Der aktuelle Verkaufspreis (04/2025) der Nikon Coolpix P1100 liegt bei 1199 €. Das mag auf den ersten Blick viel erscheinen, doch man muss bedenken, dass dieses Gerät im Grunde keine relevante Konkurrenz auf dem Markt hat – denn einen derart enormen optischen Zoomumfang bietet einfach kein anderer Hersteller. Für den ausgegebenen Betrag erhält man also einen echten Rekordhalter, also eine Kamera, die so vielseitig und reaktionsschnell ist, wie es kaum besser geht. Zudem ist sie mit einer hochwertigen optischen Bildstabilisierung, einfacher Bedienung, hervorragender Ergonomie und insgesamt hoher Benutzerfreundlichkeit ausgestattet. Sie eignet sich sowohl für Fotos als auch für Videos und ermöglicht Aufnahmen, wie sie wohl kaum ein anderes Gerät in dieser Preisklasse liefern kann. Wer dennoch sparen möchte, kann sich auch das ältere Modell Nikon Coolpix P950 ansehen, das weiterhin erhältlich ist. Es ist zwar älter, dafür aber deutlich günstiger und leichter – allerdings mit einem kleineren Zoom (entspricht 24–2.000 mm).

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Im FotoMagazin finden Sie weitere Kamerarezensionen:

Wenn ich auch einige Nachteile erwähnen sollte: Die Nikon Coolpix P1100 ist nicht für jedermann geeignet. Sie ist zwar äußerst vielseitig, aber nicht jeder wird diese Vielseitigkeit in vollem Umfang nutzen – und manche könnten sich auch an den größeren Abmessungen und dem Gewicht (für eine im Grunde kompakte Kamera) stören. Um den großen Zoom vollständig auszunutzen, ist zudem besseres Licht erforderlich. Konkret ist es schade, dass das LCD kein Touchscreen ist, und im Vergleich zum Vorgängermodell gibt es nicht viele Neuerungen.

Nikon Coolpix P1100

Nikon Coolpix P1100

Kompaktkameras

Die Nikon Coolpix P1100 ist eine wirklich außergewöhnliche Kamera, die einen rekordverdächtigen Zoombereich, solide optische Qualität und Benutzerfreundlichkeit für alle Erfahrungsstufen vereint. Sie ist ideal für alle, die extreme Vielseitigkeit ohne Objektivwechsel suchen und dabei eine einfache Bedienung und hervorragende Ergonomie zu schätzen wissen. Auch wenn sie in Größe und Gewicht über dem Durchschnitt von Kompaktkameras liegt, bietet sie Möglichkeiten, die in dieser Preisklasse ihresgleichen suchen. Wenn Sie auf einen Touchscreen verzichten können, mit dem höheren Gewicht leben und für maximale Leistung gutes Licht zur Verfügung haben, erhalten Sie ein Werkzeug, das Aufnahmen ermöglicht, die mit herkömmlicher Technik schlicht nicht machbar wären. Die Nikon Coolpix P1100 ist somit eine hervorragende Wahl nicht nur für Natur- und Reisefotografen oder Astrofotografie-Liebhaber, sondern für alle, die das Maximum in einem einzigen Gehäuse wollen.

Vorteile

  • rekordverdächtiger Brennweitenbereich
  • außergewöhnlich vielseitig einsetzbar
  • leistungsstarke optische Stabilisierung
  • hervorragende Ergonomie
  • einfache Bedienung
  • umfangreiche Funktionsausstattung
  • Sonnenblende im Lieferumfang
  • multifunktionaler Einstellring
  • integrierter Blitz
  • Standard-Gewinde für Filter am Objektiv
  • jederzeit einsatzbereit

Nachteile

  • größere Abmessungen und höheres Gewicht
  • weniger Innovationen
  • LCD ist kein Touchscreen
  • benötigt gutes Licht
Michal Kupsa

Michal Kupsa

Michal Kupsa wurde im Jahr 1970 in Brno (Brünn) geboren. Mit dem Fotografieren begann er bereits im Alter von 15 Jahren und wurde nur drei Jahre später auch journalistisch tätig. Er hat mit zahlreichen prestigevollen tschechischen und internationalen Medien zusammengearbeitet. Dazu zählen das staatliche Tschechische Fernsehen (Česká televize) und Rundfunk (Český rozhlas), National Geographic, die US- Kongressbibliothek, die Zeitung iDNES, die tschechische Hilfsorganisation Člověk v tísni (People in Need), sowie die meisten tschechischen Fachmagazine über die Fotografie und das Fotografieren. Zu seinen Hauptätigkeiten zählen Reiseberichte, Rezensionen zur Fototechnik und die Leitung von Fotografiekursen.

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