
Das Modell Xiaomi 17 Ultra präsentiert sich als neues Flaggschiff der Marke und zugleich als Smartphone, von dem man automatisch fast alles erwartet. Die Ultra-Serie ist nämlich seit langem das Aushängeschild für das Beste, was Xiaomi zu bieten hat – und die Messlatte liegt daher ziemlich hoch. In meinem Fall vielleicht sogar noch etwas höher, da ich das Vorgängermodell, das Xiaomi 15 Ultra, eine Zeit lang aktiv als Alltags-Smartphone genutzt habe. Xiaomi lockt erneut mit einer großartigen Kamera in Zusammenarbeit mit Leica, Spitzenleistung und einer Ausstattung, die keineswegs bescheiden wirkt. Doch Spezifikationen sind eine Sache, der Alltagseinsatz eine andere. In diesem Test erfahren Sie, ob Xiaomi tatsächlich einen Schritt weitergegangen ist oder ob es sich eher um einen sorgfältig verbesserten Nachfolger eines ohnehin schon sehr guten Smartphones handelt.
Das Auspacken eines neuen Handys ist ein bisschen wie das Öffnen eines Geschenks – auch wenn man ungefähr weiß, was drin ist, macht es trotzdem Spaß. Beim Modell Xiaomi 17 Ultra gilt das doppelt. Das Smartphone wird in einer relativ großen weißen Schachtel mit minimalistischem Design geliefert, das überraschend schlicht ist – besonders für ein Smartphone mit der Bezeichnung „Ultra“. Auf dem Deckel finden wir praktisch nur den Namen des Smartphones und den roten Leica-Punkt, der schon im Voraus andeutet, dass die Kamera eine wichtige Rolle spielen wird.
Nach dem Öffnen der Schachtel kommt als Erstes eine dünne Kartonhülle mit dem Xiaomi-Logo zum Vorschein. Darin finden wir Handbücher, Dokumentation, ein USB-C-Kabel sowie eine transparente Schutzhülle. Das ist definitiv ein praktisches Extra – so könnt ihr das Smartphone vom ersten Tag an schützen.
Die Hülle selbst ist solide verarbeitet, hat aber zwei kleine Eigenschaften, die mir nicht ganz gefallen haben. Zum einen wirkt sie fast wie ein kleines Fingerabdruck-Set, da das transparente Material sehr leicht Fingerabdrücke anzieht. Und zum anderen neigen die geprägten Erhebungen für die Seitentasten dazu, leicht zu „klappern“.
Andererseits muss ich das Material der Hülle selbst loben. Xiaomi hat sich diesmal für eine weichere Ausführung entschieden, sodass sich die Hülle sehr leicht aufsetzen und abnehmen lässt. Das ist eine angenehme Abwechslung gegenüber der Hülle des Xiaomi 15 Ultra, die aus härterem Kunststoff bestand. Das Aufsetzen war zwar noch möglich, aber das Abnehmen erforderte schon einiges an Geschick – und manchmal auch ein wenig Geduld.
Unter der Kartonhülle in der Verpackung befindet sich bereits das Smartphone selbst, das in einem Fach liegt und mit einer Schutzfolie bedeckt ist, auf der die wichtigsten technischen Daten aufgeführt sind. Diese dient eigentlich als kurze Übersicht noch vor dem ersten Einschalten – sie erinnert beispielsweise an den leistungsstarken Chipsatz, den großen Akku oder die Schnellladefunktion.
Insgesamt wirkt die Verpackung des Xiaomi 17 Ultra sehr klar und übersichtlich. Sie ist nicht protzig, erfüllt aber genau das, was der Start eines Tests eines Premium-Smartphones bieten sollte – einen angenehmen und würdigen ersten Eindruck.
Es ist ziemlich interessant, das Xiaomi 17 Ultra neben das Xiaomi 15 Ultra zu legen. Auf den ersten Blick sieht man, dass beide Smartphones zur selben Familie gehören, aber die neuere Generation wirkt moderner und liegt mir gleichzeitig etwas besser in der Hand.
Laut Herstellerangaben hat das Xiaomi 17 Ultra die Abmessungen 162,9 × 77,6 × 8,29 mm und wiegt etwa 219 Gramm. Im Vergleich zum 15 Ultra ist das neuere Modell also etwas höher und breiter, aber gleichzeitig dünner und leichter. Auf dem Papier mag das wie eine Kleinigkeit erscheinen, aber im täglichen Gebrauch hatte ich das Gefühl, dass das Smartphone besser ausbalanciert ist und sicherer in der Hand liegt, auch wenn es immer noch nicht ganz perfekt ist. Wer jedoch eine gute Kamera will, muss mit einem gewissen Gewicht rechnen – die Physik lässt sich nun mal nicht überlisten, und hier geht es um Pixel, nicht um Gramm.
Im Vergleich zum Vorgängermodell liegt das Gerät jedoch deutlich sicherer in der Hand, wozu die flachen Seiten der Konstruktion wesentlich beitragen. Während das Xiaomi 15 Ultra deutlich abgerundete Kanten hatte, weist das neuere Modell ein flacheres Profil auf, das stabiler wirkt und weniger leicht aus der Hand rutscht.
Auch die Seitentasten haben sich verändert. Ihre Verarbeitung erinnerte mich ein wenig an das Design älterer iPhones – sie sind markanter, gut zu ertasten und reagieren angenehm auf den Druck. Ich gebe zu, dass genau das eines der Details ist, die mich beim ersten Anfassen des Telefons begeistert haben. Konstruktiv verfügt das 17 Ultra über einen Metallrahmen und eine Rückseite aus Glasfaserverbundwerkstoff, außerdem ist es gemäß dem Standard IP68 wasser- und staubgeschützt.
Wie ich oben bereits angedeutet habe, hat auch das Kameramodul einen großen Einfluss auf die Ergonomie. Beim Xiaomi 17 Ultra ist es etwas kleiner und gleichzeitig weiter nach oben versetzt, was sich überraschenderweise als praktisch erweist. Beim Halten des Telefons rutschen die Finger nämlich nicht so leicht in Richtung der Objektive. Bei der Vorgängergeneration kam es relativ häufig vor, dass ich beim normalen Halten versehentlich eines der Objektive berührte. Hier passiert mir das deutlich seltener.
Eine Sache fällt beim Xiaomi 17 Ultra jedoch schon bei einem kurzen ersten Blick sofort ins Auge. Die optische Bildstabilisierung der Kamera ist ziemlich deutlich zu hören. Man muss das Handy nur leicht schütteln, und schon ist ein deutliches Klappern des Moduls zu hören. In meinem Fall handelt es sich ohne Übertreibung um das lauteste Kameramodul, das ich je bei einem Handy erlebt habe. Beim ersten Schütteln habe ich mich kurz gefragt, ob sie nicht vergessen haben, etwas im Inneren zu befestigen.
Das Geräusch erinnert ein wenig an Schrauben in einer Blechdose meines Großvaters. Tatsächlich handelt es sich jedoch um ein normales Phänomen der optischen Bildstabilisierung, sodass kein Grund zur Sorge besteht – es ist eine Eigenschaft, kein Fehler. Ähnlich verhielt sich bereits das Xiaomi 15 Ultra, auch wenn dieser Effekt beim 17er doch etwas ausgeprägter ist.
Das Xiaomi 17 Ultra ist in drei Farbvarianten erhältlich – Weiß, Schwarz und Starlit Green. Gerade die grüne Version, die mir vorliegt, finde ich sehr gelungen. Es handelt sich nicht um einen grellen Farbton, sondern eher um ein elegantes Grün mit einem zarten Schimmereffekt, der im Licht recht interessant wirkt. Die Oberfläche fühlt sich zudem angenehm an, wodurch das Smartphone nicht so rutschig wirkt wie manche andere große Smartphones.
Erwähnenswert ist auch, dass Xiaomi eine spezielle Fotovariante namens „Leica Leitzphone powered by Xiaomi“ anbietet. Diese basiert auf dem Modell 17 Ultra, verfügt jedoch über einige designbezogene und softwarebezogene Ergänzungen, die speziell auf die Fotografie ausgerichtet sind.
Das Leica Leitzphone von Xiaomi verfügt über eine angepasste Kameraoberfläche, Leica-Farbprofile, eine eigene Systemgrafik sowie einen mechanischen Drehring um das Kameramodul, der beispielsweise zum Zoomen oder zur Einstellung der Belichtung genutzt werden kann. Selbstverständlich sind auch Design-Details im typischen Leica-Stil vorhanden. Diese Version stand uns jedoch nicht zur Verfügung, daher erwähne ich sie eher der Vollständigkeit halber.
Im Vergleich zur Vorgängergeneration bietet das Xiaomi 17 Ultra auch beim Display einige Neuerungen. Das Display ist auf etwa 6,9 Zoll gewachsen und handelt sich weiterhin um ein LTPO AMOLED mit einer adaptiven Bildwiederholfrequenz von bis zu 120 Hz. Die Auflösung beträgt diesmal 2.608 × 1.200 Pixel, was einer Pixeldichte von etwa 410 PPI entspricht. Das Display unterstützt zudem HDR-Formate, darunter HDR10+ und Dolby Vision.
Auf dem Papier erscheint das Vorgängermodell mit der höheren Auflösung also schärfer. In der Praxis muss ich jedoch sagen, dass mir der Unterschied eher vernachlässigbar erscheint. Das Display des Xiaomi 17 Ultra ist immer noch so fein, dass man die einzelnen Pixel mit bloßem Auge nicht unterscheiden kann. Wenn man jedoch beide Telefone nebeneinanderlegt und sich wirklich auf das Bild konzentriert, ist der Unterschied ganz leicht erkennbar – aber dafür muss man sich wirklich darauf konzentrieren. Im normalen Gebrauch würde ich sagen, dass man ihn überhaupt nicht bemerkt. Aber auf dem Papier ist es ein Downgrade, das steht außer Frage.
Der Hersteller gibt bei der neuen Generation auch eine höhere maximale Helligkeit an. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass es sich dabei um die sogenannte Spitzenhelligkeit handelt, die vor allem bei HDR-Inhalten oder bei sehr kleinen hellen Flächen auf dem Display zum Tragen kommt. Im normalen Gebrauch habe ich keinen deutlichen Unterschied in der Helligkeit zwischen den beiden Handys festgestellt – beide Displays sind auch im Freien sehr gut lesbar.
Auch die Form des Displays hat sich geändert. Während das Xiaomi 15 Ultra deutlich stärker abgerundete Kanten hatte, setzt das Xiaomi 17 Ultra auf eine deutlich flachere Ausführung. Das Ergebnis ist nicht nur ein moderneres Erscheinungsbild, sondern vor allem eine praktischere Handhabung.
Beim gebogenen Display des Vorgängermodells ist mir nämlich eine kleine Unannehmlichkeit aufgefallen. Wenn das Handy in einer Hülle steckte, neigten die Ränder dazu, Staub und kleine Schmutzpartikel anzusammeln, die sich nach und nach zwischen Glas und Hüllenrand schoben. Manchmal stellte man dann fest, dass sich an den Rändern des Displays eine kleine Ansammlung von Staub gebildet hatte. Beim Xiaomi 17 Ultra passiert mir das dank des flacheren Displays praktisch nicht mehr.
Das flachere Display hat noch einen weiteren Vorteil: Die Verwendung von Schutzfolien und -gläsern ist deutlich einfacher. Bei gebogenen Displays ist das Anbringen oft komplizierter und die Ränder lassen sich manchmal schlechter verkleben. Beim Xiaomi 17 Ultra ist die Anbringung eines Schutzglases oder einer Schutzfolie dank des fast flachen Displays deutlich einfacher und das Ergebnis wirkt sauberer. Das Display selbst wird zudem durch das Xiaomi Shield Glass 3.0 Schutzglas geschützt, das im Vergleich zur Vorgängergeneration eine um 30 % höhere Sturzfestigkeit aufweist.
Erwähnenswert ist auch die hochfrequente PWM-Dimmung des Displays, die bei niedrigeren Helligkeitsstufen augenschonender sein soll. Insgesamt bringt das Display der neuen Generation also keine dramatische Revolution mit sich, sondern einige praktische Verbesserungen. Es ist größer, nach wie vor von sehr hoher Qualität und dank seiner flacheren Ausführung auch angenehmer im täglichen Gebrauch.
Im Inneren des Xiaomi 17 Ultra arbeitet ein Snapdragon 8 Elite Gen 5 Prozessor. Im Vergleich zum letztjährigen Xiaomi 15 Ultra ist dies ein weiterer Generationssprung. Das Smartphone verfügt über reichlich Leistung, und in Kombination mit dem LPDDR5X-Arbeitsspeicher und dem UFS 4.0-Speicher läuft das System sehr flüssig. Ob bei der alltäglichen Nutzung, der Bearbeitung von Fotos oder anspruchsvolleren Anwendungen – das Smartphone reagiert sofort, und nichts deutet darauf hin, dass es in absehbarer Zeit Grund haben könnte, langsamer zu werden.
Neben der Leistung hat Xiaomi auch am Akku gearbeitet. Das Xiaomi 17 Ultra verfügt über eine Kapazität von 6.000 mAh, was im Vergleich zum Vorgängermodell wieder ein Stück mehr ist. Interessant ist jedoch, dass die chinesische Version des Smartphones einen noch größeren Akku hat, etwa 6.800 mAh. Die europäische Variante ist also etwas zurückhaltender. Ich gebe zu, dass es beim Modell 15 Ultra manchmal ziemlich mühsam war – vor allem, wenn man einen Tagesausflug unternahm und beschloss, wie wild Fotos zu schießen. Ohne Powerbank im Rucksack fing man an, die Prozentangaben verdächtig oft zu überprüfen.
Beim Xiaomi 17 Ultra musste ich mir solche Sorgen jedoch meist nicht machen. Wenn man sich an wirklich intensives Fotografieren wagt – und bei einem Smartphone, das so viel auf seine Fotokünste setzt, ist das nichts Ungewöhnliches –, kann man den Akku ziemlich schnell leeren. Als ich während des Tests mit der Kamera in der Hand herumlief und praktisch alles um mich herum fotografierte, war es kein Problem, den Akkustand bereits am Vormittag deutlich zu senken.
Als der Akku langsam leer wurde, kam ein schneller Energieschub gerade recht. Das Xiaomi 17 Ultra unterstützt kabelgebundenes Laden mit bis zu 90 W sowie kabelloses Laden mit 80 W. Auch das reversible kabellose Laden fehlt nicht, mit dem man beispielsweise Kopfhörer aufladen kann. In der Praxis bedeutet das, dass der Ladezustand wirklich zügig steigt – in etwa zwanzig Minuten erreicht das Smartphone rund 60 % seiner Kapazität.
Das Xiaomi 17 Ultra läuft unter Android 16, ergänzt durch die Benutzeroberfläche HyperOS. Wenn Sie schon einmal ein Smartphone von Xiaomi, Redmi oder Poco benutzt haben, werden Sie sich im System praktisch sofort zurechtfinden. Der Hersteller hat die Benutzeroberfläche im Vergleich zum Vorjahr nicht grundlegend überarbeitet, sodass sie den Vorgängergenerationen sehr ähnlich bleibt.
Nicht, dass dieses System gerade mein persönlicher Favorit wäre. Ich gebe zu, dass mir der südkoreanische Ansatz bei Android auf lange Sicht etwas besser gefällt. Andererseits ist es kein Kunststück, sich an HyperOS zu gewöhnen. Nach ein paar Tagen der Nutzung hat man alles Nötige im Griff, und das System ist kein Thema mehr.
HyperOS bietet zudem relativ umfangreiche Anpassungsmöglichkeiten. Man kann das Erscheinungsbild des Systems, Animationen, den Sperrbildschirm oder das Verhalten von Benachrichtigungen anpassen. Auch eine Reihe von Funktionen namens HyperAI fehlt nicht, die beispielsweise Texte generieren, längere Inhalte zusammenfassen, Sprachaufnahmen in Text umwandeln oder bei der Bearbeitung von Fotos helfen können. Erfreulich ist, dass die meisten dieser Funktionen auch auf Deutsch funktionieren.
Eine Kleinigkeit hat mir während der Nutzung allerdings überhaupt nicht gefallen – das dynamische Hintergrundbild. Dabei handelt es sich um einen animierten Desktop-Hintergrund, der sich sanft bewegt oder verändert, je nachdem, wie man das Telefon bedient oder zwischen den Bildschirmen wechselt. Der Effekt ist optisch interessant und manche mögen ihn als nette Abwechslung empfinden, mir persönlich kam er jedoch eher etwas störend vor. Glücklicherweise lässt sich dies innerhalb weniger Sekunden durch ein klassisches statisches Hintergrundbild ersetzen.
Das Unternehmen Xiaomi erspricht zudem einen relativ langen Software-Support. Das Smartphone soll vier große System-Updates und sechs Jahre Sicherheitspatches erhalten. Theoretisch könnte es somit bis zu Android 20 kommen.
Und dann ist da noch die Kehrseite der Medaille. Xiaomi bemüht sich zwar, das System nach und nach zu bereinigen, doch einige alte Gewohnheiten bleiben bestehen. Nach dem ersten Einschalten findet man auf dem Smartphone daher einige vorinstallierte Apps von Drittanbietern – zum Beispiel TikTok, Netflix oder LinkedIn. Die meisten davon lassen sich glücklicherweise problemlos deinstallieren, sodass es sich nicht um etwas Grundlegendes handelt, aber bei einem Flaggschiff-Smartphone erscheint mir das unfair.
Ähnlich verhält es sich mit der Werbung. Es gibt weniger davon als früher, aber gelegentlich tauchen Empfehlungen für Apps oder Spiele auf. Am deutlichsten wird dies in der App „GetApps“, dem hauseigenen App-Store von Xiaomi. Dort wirkt das App-Angebot manchmal eher wie ein Schaufenster mit empfohlenen Inhalten als wie ein klassischer App-Store.
Insgesamt funktioniert HyperOS auf dem Xiaomi 17 Ultra jedoch sehr gut. Das System ist schnell, stabil und reagiert dank der leistungsstarken Hardware praktisch sofort. Auch wenn es vielleicht nicht das „reinste“ Android auf dem Markt ist, funktioniert es im täglichen Gebrauch problemlos – und das ist letztendlich das Wichtigste.
Der Wechsel vom Xiaomi 15 Ultra zum Xiaomi 17 Ultra ist in Sachen Kamera ein bisschen wie der Wechsel von einer voll ausgestatteten Werkstatt zu einem minimalistischen, aber verdammt cleveren Arbeitstisch – auf den ersten Blick scheint weniger da zu sein, aber letztendlich schafft man mehr. Während das 15er-Modell auf vier Module einschließlich zweier Teleobjektive setzte, schlägt das 17er-Modell einen anderen Weg ein: Es verfügt nur über drei Kameras, aber das eine Teleobjektiv ist jetzt viel intelligenter. Es bietet einen kontinuierlichen Brennweitenbereich von etwa 75 bis 100 mm und statt zwischen zwei Objektiven umzuschalten, arbeitet es einfach nahtlos mit der Optik und dem großen 200-MP-Sensor zusammen, sodass die Ergebnisse konsistenter wirken – auch wenn Makro-Fans vielleicht ein wenig stöhnen werden, aber dazu später mehr.
Aber fangen wir von vorne an – der Hauptsensor. Auf dem Papier „ein Zoll“, doch die Realität sieht ganz anders aus – die neue Generation meistert Licht und den Dynamikumfang so gut, dass ich mir bei den ersten Abendfotos gefragt habe, ob ich vielleicht mit etwas Größerem als einem Handy fotografiere. Und jetzt ohne Übertreibung: Genau hier hat es den Ausschlag gegeben. Mein Samsung Galaxy S25 Ultra ist aus dem Haus geflogen. Nicht, weil es schlecht wäre – ganz und gar nicht –, sondern weil mir das Xiaomi 17 Ultra die Gewissheit gibt, dass ich genau das bekomme, was ich sehe, wenn ich auf den Auslöser drücke.
Der 1-Zoll-Hauptsensor meistert sowohl die Belichtung als auch den Dynamikumfang. Sehen Sie sich unten einen Vergleich einer Szene zwischen den Hauptkameras des 15 Ultra und des 17 Ultra an.
Ganz ehrlich – wenn ich diese beiden Fotos vergleiche, sehen sie auf den ersten Blick fast identisch aus. Das Xiaomi 15 Ultra ist nach wie vor ein hervorragendes Fotohandy, und das 17 Ultra baut eher evolutionär als revolutionär darauf auf. Die Unterschiede werden erst sichtbar, wenn ich mir die Bilder länger ansehe.
Das neue 17 Ultra bietet eine etwas bessere Lichtsteuerung. In den Schattenbereichen bleiben mehr Details erhalten, der Himmel weist sanftere Übergänge auf und das Bild wirkt weniger „HDR-artig“. Der Grund dafür ist der neue Sensor mit LOFIC-Technologie, der bereits auf Pixelebene mit dem Licht arbeiten kann, sodass weniger Softwareeingriffe erforderlich sind. Das Ergebnis wirkt natürlicher, auf den ersten Blick jedoch auch weniger spektakulär.
Insgesamt wirkt das 17 Ultra technisch ausgereifter, aber gleichzeitig auch weniger „beeindruckend“. Es ist genau die Art von Upgrade, die man eher bei längerem Gebrauch zu schätzen weiß als bei einem ersten flüchtigen Vergleich.
Dann haben wir noch den Weitwinkelsensor. Bei der Weitwinkelkamera hatte ich eine gewisse Verbesserung erwartet … doch die bleibt eigentlich aus. Die Fotos sind sich extrem ähnlich; ich würde fast sagen, dass ich sie ohne Bildunterschrift sicher nicht voneinander unterscheiden könnte. Wenn ich mich jedoch genauer darauf konzentriere, hat das 17 Ultra bei der Lichtführung leicht die Nase vorn. Was jedoch erwähnenswert ist, ist der Bildrand. Dort gibt es keine wesentliche Verbesserung – beide Handys weisen die typische Schwäche von Ultraweitwinkelobjektiven auf, nämlich eine leichte Unschärfe und Detailverlust zu den Rändern hin. Das 17 Ultra schneidet hier vielleicht einen Hauch besser ab, aber realistisch gesehen ist das eher Kosmetik als ein Upgrade.
Insgesamt lässt sich also sagen: Bei der Weitwinkelkamera ist es praktisch genauso wie beim Vorgängermodell. Das 17 Ultra ist etwas ausgefeilter, aber der Unterschied ist minimal und bei normalen Aufnahmen kaum zu erkennen. Wenn Sie einen großen Sprung erwartet haben, so ist dieser hier einfach nicht eingetreten.
Ich war gespannt, wie sich die Xiaomi 15 Ultra und 17 Ultra bei Gegenlicht schlagen würden. Genau in solchen Szenen zeigen sich die Unterschiede deutlicher als sonst, auch wenn es sich dabei nicht um einen dramatischen Sprung handelt. Das Xiaomi 17 Ultra hat die Lichtverhältnisse rund um die Sonne besser im Griff – es „verflutet“ das Bild weniger, die Übergänge zum Himmel sind klarer und das Bild wirkt insgesamt ruhiger.
In den Schattenbereichen ist das 17 Ultra etwas klarer, es bewahrt mehr Details im Gras und zwischen den Bäumen, während das 15 Ultra mehr auf Kontrast setzt und dabei einen Teil der Bilddetails verliert. Ähnlich verhält es sich mit den Reflexionen – beide Smartphones weisen sie auf, doch das 17 Ultra geht etwas eleganter damit um. Andererseits „bezahlt“ das 17 Ultra dafür einen kleinen Preis – die Szene ist auf den ersten Blick etwas dunkler und weniger spektakulär. Das 15 Ultra kann daher dramatischer wirken.
Bei Teleobjektiven wird es schon interessanter, denn hier hat sich die Philosophie selbst geändert – und auf den Fotos ist das deutlicher zu sehen als bei der Haupt- oder Weitwinkelkamera. Es gilt jedoch nach wie vor, dass es kein „Wow-Effekt auf den ersten Blick“ ist, sondern eher schrittweise Unterschiede.
Die Szene mit dem Mobilfunkmast zeigt, dass das 17 Ultra Details gleichmäßiger wiedergibt und der Hintergrund weniger ineinanderfließt. Andererseits hat das 15 Ultra einen Vorteil: Es wirkt manchmal schärfer und eindrucksvoller. Das 17 Ultra ist ruhiger und realistischer, aber auf den ersten Blick nicht immer so ansprechend. Insgesamt wirkt das 17 Ultra also ausgereifter und konsistenter, vor allem in Bezug auf Details und Natürlichkeit, aber der Unterschied ist nicht dramatisch – eher eine Evolution als eine Revolution.
Bei maximaler Vergrößerung zeigen sich jedoch bereits die Grenzen. Das Xiaomi 17 Ultra versucht, das Maximum aus dem großen 200-MP-Sensor herauszuholen, und nutzt dabei KI, was sich im Ergebnis zeigt. Die Details sind deutlicher, wirken aber stellenweise fast „nachgemalt“ und weniger natürlich. Das Bild des 15 Ultra behält einen natürlicheren Charakter. Insgesamt bietet das 17 Ultra bei maximalem Zoom auf den ersten Blick ein ansprechenderes Ergebnis, während das 15 Ultra realistischer wirken kann.
Die Exterieurfotos mit dem Xiaomi 17 Ultra wirken sehr ausgewogen und vor allem klar. Das Smartphone regelt die Belichtung gut, sodass der Himmel nicht überbelichtet wird und die Szene gleichzeitig auch in den Schatten Details beibehält, was vor allem an Hängen und zwischen Bäumen zu erkennen ist. Die Farben sind eher zurückhaltend als auffällig – das Gras ist nicht übertrieben grün, der Himmel wirkt nicht künstlich „aufgepumpt“ und insgesamt tendiert das Ergebnis eher zur Realität als zur sofortigen Attraktivität. Erfreulich ist auch die Detailarbeit, die über die gesamte Szene hinweg konsistent ist, ohne deutliche Nachschärfung oder zusätzliches digitales „Rauschen“.
Mit zunehmender Vergrößerung behält das Smartphone ein sehr gutes Detailniveau bei, was sowohl der Optik als auch dem großen Sensor zu verdanken ist. Bei höheren Zoomstufen kommt jedoch die Bildverarbeitung ins Spiel, die das Bild leicht nachschärft und an einigen Stellen nachberechnet, was vor allem bei feinen Strukturen oder Kontrastübergängen sichtbar ist. Das ist nichts Störendes, eher eine leise Erinnerung daran, dass man immer noch mit einem Handy fotografiert, das manchmal versucht, schlauer zu sein als der Fotograf.
Die Makrofunktion des Xiaomi 17 Ultra ist etwas anders als bei seinem Vorgänger, und das merkt man sofort beim Fotografieren. Im Gegensatz zum Xiaomi 15 Ultra kommt man nicht mehr ganz so nah heran – die minimale Fokussierentfernung liegt bei etwa 30 cm, und näher lässt sich die Kamera einfach nicht fokussieren. Der Grund dafür ist relativ einfach: Das neue Teleobjektiv verfügt über eine andere optische Konstruktion mit einer längeren Brennweite und einem größeren Sensor, was zwar der Bildqualität zugutekommt, aber physikalisch die Fähigkeit einschränkt, auf kurze Distanz zu fokussieren.
Der Vorteil ist jedoch, dass dieser größere Abstand bei lebenden Motiven sinnvoller ist. Wenn Sie eine Biene, einen Schmetterling oder ein anderes Insekt fotografieren möchten, müssen Sie sich nicht bis auf wenige Zentimeter an sie heranschleichen und sie verscheuchen – aus größerer Entfernung ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass sie einfach nicht wegfliegen. Gleichzeitig entsteht dank der längeren Brennweite eine natürlichere Unschärfe im Hintergrund, und die Bilder wirken eher wie von einer klassischen Kamera als von einem Handy.
Der Nachteil liegt jedoch auf der Hand – bestimmte Details müssen Sie vergessen, da Sie einfach nicht mehr so nah herankommen wie früher. Insgesamt wirkt das Makro beim 17 Ultra also technischer und ausgereifter, aber gleichzeitig weniger verspielt. Statt eines „Mikroskops in der Hosentasche“ bekommt man eher ein kleines Porträtobjektiv für Details – und das ist eine Veränderung, die nicht jedem gefallen muss.
Oben sehen wir Beispiele für Leica-Filter, die direkt in der Kamera-App zu finden sind. Das Originalbild vom Hauptsensor des Xiaomi 17 Ultra wirkt natürlich und neutral, ohne deutliche Eingriffe in Farbe oder Kontrast. Es handelt sich um ein realistisches Ergebnis, das einen guten Dynamikumfang und Detailreichtum aufweist und als idealer Ausgangspunkt für weitere Bearbeitungen dient.
Der Schwarz-Weiß-Filter HC (High Contrast) sorgt für eine stärkere Stilisierung. Er erhöht den Kontrast, vertieft das Schwarz und betont die Lichter, sodass die Szene dramatischer und plastischer wirkt. Andererseits gehen dadurch einige feine Übergänge verloren und das Bild wirkt insgesamt härter. Sepia hingegen mildert die Szene und verleiht ihr einen warmen Retro-Touch. Die Farben verschmelzen zu bräunlichen Tönen, und das Ergebnis wirkt ruhiger und atmosphärischer.
Der „Blau“-Filter bewirkt genau das Gegenteil – er kühlt die Szene ab und verschiebt sie in den Blau- und Grautönen. Es gibt unzählige weitere Filter im Smartphone, die jedoch insgesamt nicht übertrieben wirken, sondern eher wie eine sanfte Stilisierung auf einer ohnehin schon hochwertigen Grundlage, die sowohl die Details als auch den Charakter der Szene bewahrt.
Die Stärke des Xiaomi 17 Ultra liegt in den Nachtaufnahmen. Auf dem ersten Foto sieht man sehr gut, wie das Smartphone mit dem starken Gegenlicht der Lampe zurechtkommt. Die Lichtquelle erzeugt zwar einen deutlichen Sterneneffekt und ein leichtes Flare, doch das ist in dieser Situation eigentlich zu erwarten und beeinträchtigt den Rest des Bildes in keiner Weise. Wichtig ist, dass das Auto im Vordergrund nicht in einem schwarzen Loch verschwunden ist – die Motorhaube weist erkennbare Konturen und feine Reflexe auf, ebenso behalten Zäune und Hausfassaden ihre Struktur. Das zweite Foto zeigt dann die Stärke bei der Arbeit mit Schatten und Farben. Die dunklen Bereiche des Gartens und des Zauns sind nicht in Rauschen zerfallen, sondern weisen eine relativ klare Struktur auf, während die beleuchteten Häuser ihren natürlich warmen Farbton behalten.
Wenn ich mir das Kamerasystem des 17 Ultra insgesamt anschaue, kann ich getrost sagen, dass es auf mich wie ein Werkzeug wirkt, auf das man sich verlassen kann, und nicht nur wie ein spektakulärer „Generator für schöne Fotos“. Das Xiaomi 17 Ultra zeigt, dass der Weg über größere Sensoren und eine bessere Lichtverarbeitung Sinn macht, auch wenn dies einen geringeren „Wow-Effekt“ und mehr Fokus auf Realitätsnähe statt auf Attraktivität bedeutet.
Ganz ehrlich gesagt liegen bei mir gerade das Xiaomi 17 Ultra und das Samsung Galaxy S26 Ultra nebeneinander auf dem Tisch, wobei ich mich gerade erst mit Letzterem vertraut mache – als langjähriger Nutzer von „S-Modellen“ vom SGS21 Ultra bis zum SGS25 Ultra. Und man merkt eigentlich sofort, dass jedes der beiden Geräte beim Fotografieren ein bisschen anders vorgeht.
Xiaomi setzt vor allem auf Hardware und Physik – einen großen Sensor –, Leica hingegen auf Feinabstimmung und weniger aggressive Eingriffe in das Bild. Das Ergebnis sind natürlichere Fotos mit sehr guter Lichtführung und einem geringeren „digitalen Eindruck“. Das Teleobjektiv ist zudem konsistent und flüssig, was in der Praxis angenehm ist, auch wenn bei extremem Zoom die Arbeit der künstlichen Intelligenz bereits spürbar ist.
Im Gegensatz dazu schlägt Samsung einen anderen Weg ein, der jedoch keineswegs schlechter ist – eher vielseitiger. Die Fotos sind kontrastreicher, farbenfroher und wirken oft schon auf den ersten Blick ansprechender. Es ist ein Stil, der praktisch immer funktioniert, ohne dass man sich Gedanken machen muss. Der Zoom ist traditionell eine Stärke, und bei stärkeren Vergrößerungen bietet Samsung ein sehr gutes Detailniveau, auch wenn offensichtlich ist, dass dabei digitale Bildbearbeitung zum Einsatz kommt. Gleichzeitig liefert das Gerät über alle Objektive hinweg sehr gleichmäßige Ergebnisse, was es zu einem zuverlässigen „Allrounder“ unter den Fotohandys macht.
Wenn ich rein aus Sicht der Kamera eine Empfehlung aussprechen müsste, wirkt das Xiaomi etwas mehr wie ein fotografisches Werkzeug, bei dem Realitätsnähe und Konsistenz im Vordergrund stehen. Samsung ist jedoch ein extrem leistungsstarkes Allround-Gerät, das in praktisch jeder Situation hervorragende Ergebnisse liefert, oft sogar ohne Nachdenken. Die vollständige Rezension zum Samsung S26 Ultra werde ich in den nächsten Tagen ergänzen, sobald ich mehr Zeit damit verbracht habe.
Ein weiterer Kandidat im Vergleich ist das Google Pixel 10 Pro XL, was eigentlich ein Aufeinandertreffen zweier Welten ist. Das Pixel setzt seit langem darauf, das Foto für einen „zu erfinden“ – und das macht es sehr gut. Meistens reicht es, einfach nur auf den Auslöser zu drücken, und das Ergebnis ist sofort schön, ausgewogen und bereit zum Teilen.
Das Xiaomi 17 Ultra orientiert sich eher an der klassischen Fotografie. Die Bilder wirken natürlicher, sind weniger bearbeitet und lassen der Szene selbst mehr Raum. Manchmal muss man sich mehr Gedanken über die Beleuchtung oder die Bildkomposition machen, während das Pixel das für einen übernimmt. Das Xiaomi 17 Ultra würde ich hingegen all jenen empfehlen, die mehr Kontrolle über das Ergebnis haben möchten und einen natürlicheren, weniger bearbeiteten Bildausgang schätzen.
Xiaomi 17 Ultra
HandysDas Modell Xiaomi 17 Ultra wirkt auf mich während des Tests wie ein Smartphone, das sich nichts vormacht und einfach gut fotografiert – nicht spektakulär, sondern solide. In der getesteten grünen Version ist es zudem ein echtes Wow-Gerät, das sehr gut aussieht und schon auf den ersten Blick beeindruckt. Am meisten schätze ich den Umgang mit Licht und die allgemeine Konsistenz, denn ich kann sicher sein, dass ich, wenn ich auf den Auslöser drücke, genau das bekomme, was ich sehe, und keine geschönte Malvorlage. Wenn ich es zusammenfassen müsste: Das Xiaomi 17 Ultra ist eher ein zuverlässiges Arbeitsgerät als ein Spielzeug für spektakuläre Fotos – und genau darin liegt seine größte Stärke. Für mich ist es ein klarer Kandidat für das Fotohandy des Jahres.
Vorteile
Nachteile
Jan Vavřík
In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.
• Autor: Jan Vavřík
Xiaomi erhöht erneut das Tempo. Die Neuheit Xiaomi 17 Ultra kommt mit dem Snapdragon 8 Elite Gen 5 Chip, einem sehr hellen OLED-Display mit einer Leuchtkraft von bis zu 3.500 Nits und Kameras, die auf dem Papier hohe Ziele verfolgen. Die Spitzenversion lockt unter anderem mit einem 200-Megapixel-Teleobjektiv und einem größeren Anzeigepanel. Was bietet die Neuheit alles? Schauen wir sie uns genauer an.
Die Neuheit Xiaomi 17 Ultra macht aus ihrer Größe kein Geheimnis — mit Abmessungen von 162,9 × 77,6 × 8,29 mm und einem Gewicht von 218,4 Gramm handelt es sich eindeutig um ein größeres Stück Telefon. Schon die Zahlen allein deuten darauf hin, dass dies kein Krümel für die Tasche enger Jeans sein wird. Konstruktionstechnisch handelt es sich um ein klassisches Touch-Smartphone und je nach verfügbaren Materialien wird es in einer schwarzen, weißen oder einzigartigen grünen Variante erhältlich sein.
Eine Selbstverständlichkeit ist die Widerstandsfähigkeit gemäß der IP68-Zertifizierung, sodass das Telefon laut Herstellerstandard gegen Staub und Untertauchen in Wasser geschützt sein soll. In der Ausstattung fehlt nicht der USB-C-Anschluss und das Sensor-Setup umfasst einen Beschleunigungsmesser, einen digitalen Kompass, ein Gyroskop und einen Näherungssensor — kurz gesagt, eine Ausstattung, die Sie in dieser Klasse erwarten würden.
Das Modell Xiaomi 17 Ultra hat ein großes OLED-Panel mit einer Diagonale von 6,9 Zoll (175,26 mm) und einer Auflösung von 2.608 × 1.200 Pixeln in seine Ausstattung bekommen. Ergänzt wird alles durch die Unterstützung von HDR10+ und eine adaptive Bildwiederholfrequenz mit einem Maximum von 120 Hz.
Eine angenehme Neuerung beim Xiaomi 17 Ultra ist der Übergang zu einer flachen Ausführung des Displays. In der Praxis bedeutet das nur eines — das Anbringen von Schutzglas oder einer Folie sollte diesmal ohne den traditionellen Kampf mit gebogenen Rändern verlaufen. Die maximale angegebene Leuchtkraft erreicht bis zu 3.500 Nits und das Panel wird durch ein zentrales kreisförmiges Punch-Hole für die Frontkamera ergänzt.
Im Inneren des Xiaomi 17 Ultra arbeitet der Prozessor Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 mit acht Kernen, dem die Grafik Adreno 840 den Rücken stärkt. Die Speicherausstattung spielt dabei definitiv nicht die zweite Geige — es stehen 16 GB RAM und 512 GB / 1 TB interner Speicher zur Verfügung. Einen Speicherkartensteckplatz werden Sie hier jedoch nicht finden, sodass Liebhaber des digitalen „Hortens“ mit dem haushalten müssen, was an Bord ist. Bei der Konnektivität fehlt praktisch nichts Wichtiges: Das Telefon unterstützt 5G, Wi-Fi, Bluetooth 5.4, GPS sowie NFC und selbstverständlich ist auch Dual-SIM im nanoSIM-Format.
Um die Energie kümmert sich ein Akku mit einer Kapazität von 6.000 mAh. Laut Spezifikationen bewältigt er bis zu 90 W kabelgebundenes Laden, 50 W kabelloses Nachladen und es fehlt auch nicht an Reverse Charging mit einer Leistung von 22,5 W, sodass er im Notfall auch als Powerbank für kleineres Zubehör dienen kann. Der Hersteller legt ein USB-C-Kabel bei, den Netzadapter müssen Sie sich jedoch selbst besorgen — die Steckdose bleibt diesmal Ihrer Initiative überlassen.
Das Telefon Xiaomi 17 Ultra geht beim Fotografieren ziemlich geradlinig vor — anstelle von Experimenten setzt es auf drei Rückkameras, die auf dem Papier keineswegs bescheiden wirken. Die Basis bildet eine 50-MP-Hauptkamera mit einer Blende von f/1,67 und optischer Bildstabilisierung (OIS), die in der Rolle des universellen „Zugpferds“ für die meisten Situationen bestehen sollte. Ihr zur Seite steht ein 50-MP-Weitwinkelobjektiv mit einer Blende von f/2,2, sodass für breitere Aufnahmen hier definitiv Platz ist.
Die größte Aufmerksamkeit zieht jedoch logischerweise das Teleobjektiv auf sich. Dieses bietet eine Auflösung von satten 200 MP, eine Blende von f/2,39 und unterstützt laut Spezifikationen einen 4,3-fachen optischen Zoom. Xiaomi deutet damit ziemlich klar an, wo das Ultra Punkte sammeln möchte — gerade die Arbeit mit weiter entfernten Szenen wird eine der Hauptdisziplinen dieses Modells sein.
Vorne wartet dann eine 50-MP-Selfie-Kamera mit einer Blende von f/2,2. Der Hersteller setzt auf eine hohe Auflösung in der gesamten Anordnung und auf dem Papier sieht das Ultra definitiv nicht wie ein Telefon aus, das nur vorsichtig am Fotografieren teilnehmen möchte. Wie stark diese Kombination in der Praxis sein wird, wird sich traditionell erst beim realen Fotografieren zeigen.
| Parameter/Modell | Xiaomi 17 Ultra | Xiaomi 15 Ultra |
|---|---|---|
| Display | Diagonale: 6,9" | Diagonale: 6,73" |
| Displayauflösung: 2.608 × 1.200 px | Displayauflösung: 3.200 x 1.440 px | |
| Typ: OLED | Typ: LTPO AMOLED | |
| Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | Bildwiederholfrequenz bis zu: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 50 MP, f/1,67, OIS | Hauptkamera: 50 MP, f/1,63, OIS |
| Ultraweitwinkel: 50 MP, f/2,2 | Ultraweitwinkel: 50 MP, f/2,2 | |
| Teleobjektiv: 200 MP, f/2,39, 4,3× opt. Zoom | Teleobjektiv: 200 MP, f/2,6, OIS (4,3×) | |
| Frontkamera | 50 MP, f/2,2 | 50 MP, f/2,0 |
| Chipsatz | Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 | Qualcomm Snapdragon 8 Elite |
| RAM | 16 GB | 16 GB |
| Interner Speicher | 512 GB | 512 GB / 1 TB |
| Abmessungen | 162,9 × 77,6 × 8,29 mm | 161,3 × 75,3 × 9,35 mm |
| Gewicht | 218,4 g | 226 g |
| Unterstützung für 5G-Netze | ✓ | ✓ |
| Widerstandsfähigkeit | IP68 | IP68 |
| Akku | 6.000 mAh | 5.410 mAh |
| 90 W kabelgebunden / 50 W kabellos / 22,5 W reversibel | 90 W kabelgebunden / 80 W kabellos | |
| Preis | Ab 1.429 € (16/512 GB) | Nicht mehr im Angebot |
Das Xiaomi 17 Ultra ist bereits auf dem deutschen Markt verfügbar und zielt direkt in die höchste Preisliga. Die Variante mit 16/512 GB ist für 1.429 € erhältlich, während die höhere Konfiguration mit 16 GB / 1 TB Speicher auf 1.589 € kommt. Das Telefon kann sofort mit schneller Lieferung bestellt werden, sodass es sich im Gegensatz zu einigen Konkurrenten nicht nur um eine Neuheit auf dem Papier handelt.
• Autor: Jan Vavřík
Um das kommende Mobiltelefon Xiaomi 17 Ultra beginnt es im Internet zu brodeln. Leaks zufolge zeichnet sich ein Modell ab, das die Rangordnung in der Welt der mobilen Fotografie erheblich durcheinanderwirbeln könnte. Es ist die Rede von einem riesigen Hauptsensor und einem fortschrittlichen Teleobjektiv, wie es heute kein anderes Smartphone bietet. Wenn sich zumindest ein Teil dieser Informationen bestätigt, könnten wir hier eines der am meisten diskutierten Geräte haben. Die neuesten Informationen fügen wir nach und nach am Anfang des Artikels hinzu.
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Der Artikel wurde auf Basis von Spekulationen verfasst, das finale Produkt Xiaomi 17 Ultra kann abweichen. Genau hier setzen wir nach und nach das Mosaik aus verfügbaren Leaks und Spekulationen für Sie zusammen, die hinter den Kulissen auftauchen. Sobald neue Informationssplitter auftauchen, werden wir sie ergänzen – denn in der Welt der Technologie ist nur eines sicher: dass sich morgen alles ändern kann.
Leaks deuten darauf hin, dass Xiaomi dieses Mal auf die Strategie „zuerst die Kamera, dann alles andere“ setzt. Das Design des Telefons soll sich erneut dem Fotomodul unterordnen.
Leaks auf X von Ice Universe weisen auch darauf hin, dass das Xiaomi 17 Ultra eines der ersten Telefone mit dem Snapdragon 8 Gen 4 sein könnte, einem Chipsatz der neuen Generation mit höherer Effizienz und einer deutlichen Stärkung der Berechnungen für Fotografie und KI . Ice Universe erwähnt gleichzeitig wiederholt, dass die gesamte Konstruktion „camera-first“ konzipiert sein wird – das Fotomodul ist also der Ausgangspunkt, um den herum das Design und die innere Anordnung der Komponenten aufgebaut werden. Xiaomi schweigt jedoch vorerst offiziell.
Wenn etwas der Schlüssel zum Verständnis des Modells 17 Ultra ist, dann ist es also das Kameramodul. Den verfügbaren Leaks zufolge soll das Telefon vier vollwertige Kameras bieten, keine zusätzlichen Sensoren nur „für die Anzahl“.
Der Hauptsensor soll eine neue 1-Zoll-Generation sein, mit Schwerpunkt auf maximaler Lichterfassung, Detailklarheit und einem stabilen Dynamikumfang selbst in anspruchsvollen Szenen – also dort, wo gewöhnliche Telefone anfangen, farbige Nebel zu malen.
Bei weitem die meiste Aufmerksamkeit zieht jedoch das periskopische Teleobjektiv auf sich. Diesmal nicht dasjenige, das „nur etwas heranholt“, sondern ein Werkzeug für echte Detailarbeit auf Distanz. Wenn sich die aktuellen Annahmen bewahrheiten, sollte es eine deutlich feinere Zeichnung, Schärfe und ein konsistentes Bild bei hoher Vergrößerung bieten. Dazu soll auch ein kürzerer ~3-facher Zoom für alltägliche Situationen dienen. Das Ergebnis könnte ein fließender Übergang zwischen den Brennweiten sein – ohne sichtbare Sprünge oder digitale Ersatzlösungen.
Wenn der fließende optische Zoom tatsächlich gelingt, wird dies der Moment sein, in dem die Handykamera aufhört, ein Kompromiss zu sein, und beginnt, als echtes optisches Werkzeug zu funktionieren.
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Xiaomi 15T Pro (TESTBERICHT): Ein sehr gut verarbeitetes Telefon, Mängel sind nur kosmetischer Natur
Wenn sich die aktuellen Leaks als wahr herausstellen, hat das Xiaomi 17 Ultra nicht den Ehrgeiz, nur ein weiteres Flaggschiff in der Reihe zu werden. Dies sieht eher nach einem Versuch aus, die Regeln dessen, was man von einer Handykamera erwarten kann, neu zu schreiben. Der Ansatz „zuerst die Kamera, dann erst das Telefon drumherum“ mag zwar ein wenig verrückt wirken, aber gleichzeitig entstehen genau so Dinge, über die man dann jahrelang spricht.
Wenn Xiaomi das Design, den Sensor und das Teleobjektiv wirklich in die Form bringt, über die jetzt hinter den Kulissen geflüstert wird, erwartet uns möglicherweise eine Vorstellung, die ein kleines Erdbeben selbst auf dem Feld der etablierten Fotokönige auslösen wird.
Und ja, bisher befindet sich all das nur in der Phase von Leaks, Andeutungen und clever platzierten Kommentaren — Xiaomi tut vorerst so, als wüsste das Unternehmen von nichts. Aber wir werden es verfolgen. Und sobald neue Informationen, Bestätigungen, Fotos von Prototypen oder die ersten ungewollten Bilder aus der Fabrik auftauchen (ja, wir wissen, wie das abläuft), werden wir sie fortlaufend ergänzen. Dies ist definitiv kein Thema, das man aus den Augen verlieren sollte. Das hier könnte wirklich groß werden.
Xiaomi schweigt über das Modell 17 Ultra bisher wie über ein Staatsgeheimnis, aber die Fans trommeln bereits Alarm und die Diskussionsforen laufen auf Hochtouren. Alles deutet darauf hin, dass es nicht nur um eine weitere „bessere Kamera im Telefon“ gehen wird, sondern um den Versuch, die Grenze dessen zu verschieben, was ein Handy leisten kann. Jetzt bleibt nur zu warten, bis sich einer der Leaks bestätigt oder bis Xiaomi endlich das Schweigen bricht. Wenn das passiert, wird man es hören. Mindestens genauso laut wie jene Trommeln.