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Steam Machine – Alles, was Sie wissen müssen

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• Autor: Filip Němec

Valve wird voraussichtlich Anfang 2026 die Steam Machine veröffentlichen, einen kleinen PC, der mit dem Betriebssystem SteamOS betrieben wird. Er kann alle Spiele von Steam ausführen, bietet aber den Komfort herkömmlicher Konsolen. Laut Valve ist dies der Beginn einer neuen Ära der Steam-Hardware, die offener, flexibler und gleichzeitig eine Konkurrenz für Spielkonsolen sein soll. Alles, was Sie über die Steam Machine wissen müssen, finden Sie in diesem Artikel.

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(Update): Informationen zum Kompatibilitätssystem Steam Machine Verified hinzugefügt.

Steam Machine; Screenshot: Cover

Quelle: Digital Foundry

Steam Machine: Alles, was Sie wissen müssen – INHALT

Steam Machine: Erscheinungsdatum, Modelle und Preis

Die Steam Machine erscheint Anfang 2026 und wird in zwei Varianten erhältlich sein: mit 512 GB und 2 TB SSD.

Einen Preis hat Valve noch nicht bekannt gegeben. Einige Journalisten und Insider erwarten einen Preis zwischen 700 und 800 US-Dollar, was nach Hinzurechnung von Zoll und Mehrwertsteuer etwa 750 bis 900 € entspricht.

Das erscheint der Gaming-Welt jedoch momentan als ziemlich viel. Dass der Preis ein entscheidender Faktor für einen möglichen Erfolg sein wird, glaubt auch das angesehene Technik-Magazin Digital Foundry. Ihrer Meinung nach stünde der Steam Machine ein Preis von etwa 399 Dollar gut zu Gesicht, also nach Steuern etwa 450 €. Zu welchem Preis das Gerät letztendlich verkauft wird, weiß aber niemand wirklich. Das weiß im Grunde noch niemand, und vielleicht wissen es nicht einmal die Verantwortlichen bei Valve, wo die Preisfindung angeblich auch aufgrund der aktuellen Krise bei der Verfügbarkeit von RAM-Speichern noch andauert. Detailliert haben wir uns den Analysen und Preisschätzungen in diesem Artikel gewidmet.

Steam Hardware Announcement

Quelle: Valve

Valve hat insgesamt drei neue Geräte vorgestellt. Einen Gaming-PC (Steam Machine), einen Controller (Steam Controller 2) und ein VR-Headset (Steam Frame). Die Ankündigung erfolgte am 12.11.2025.

Steam Machine: Erste Eindrücke

Die Redaktion von Digital Foundry konnte die Steam Machine bereits ausprobieren und ihre ersten Eindrücke sind durchaus positiv. Es handele sich um einen sehr interessanten Versuch eines „Konsolen“-PCs für das Wohnzimmer mit einem durchdachten Kühlungsdesign und einer Einfachheit, die tatsächlich an eine Konsole erinnert. Laut Digital Foundry könnte Valve dank der einzigen Konfiguration der Steam Machine zudem eine bessere Optimierung für Spiele anbieten, so wie es bei Konsolen der Fall ist.

Als größte Schwäche nennt Digital Foundry in seinen Eindrücken jedoch die Hardware-Spezifikationen. Weder der Grafikchip noch seine 8 GB VRAM sind gerade Elemente eines leistungsstarken Gaming-PCs, weshalb die versprochene 4K-Auflösung und 60 fps wohl nur sehr schwer zu erreichen sein werden. Beim Testen von Cyberpunk 2077 mit deaktiviertem Raytracing, einer Auflösung von 1440p und aktiviertem FSR-Upscaler lief das Spiel zwar mit 60 fps, aber nach dem Einschalten von Raytracing sank die Bildrate auf 30 fps. Detaillierter widmen wir uns der Analyse der HW-Spezifikationen im entsprechenden Kapitel.

Laut Digital Foundry wird also vieles vor allem vom Preis des Geräts abhängen. Wenn dieser niedrig genug ist, könnte es eine sehr interessante Wahl sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Nutzer lieber zu einer herkömmlichen Konsole oder einem vollwertigen PC greifen.

Steam Machine: Spiele

Einer der Vorteile der Steam Machine ist, dass sie alle Spiele ausführt, die auf Steam verfügbar sind, und zwar sowohl in der Desktop-Version als auch beispielsweise auf dem Steam Deck. Die Steam Machine ermöglicht so einen freien Wechsel beim Spielen zwischen allen unterstützten Plattformen, also Steam auf dem Desktop-PC, dem Steam Deck, der Steam Machine und eventuell auch dem VR-Headset Steam Frame, auf dem auch normale Nicht-VR-Spiele im 2D-Modus gespielt werden können.

Das Ergebnis wird sein, dass Sie auf der Steam Machine alle neuesten PC-Spiele spielen können, einschließlich der Hits des Jahres 2025 wie Clair Obscur: Expedition 33, Kingdom Come: Deliverance 2, Hollow Knight: Silksong, ARC Raiders, Battlefield 6 und weitere. Gleichzeitig sollten Sie dank der Steam-Unterstützung auch Zugang zu neu erscheinenden Spielen haben. Es wird beispielsweise spekuliert, dass zeitgleich mit der Steam Machine auch das heiß erwartete und bisher offiziell nicht angekündigte Half-Life 3 erscheinen wird.

Obwohl sich die Steam Machine vor allem als Konsole zu profilieren versucht, die Sie im Wohnzimmer an den Fernseher anschließen und bequem vom Sofa aus spielen, handelt es sich im Grunde immer noch um einen Desktop-PC, sodass auch die Unterstützung für Maus und Tastatur nicht fehlen wird. Sie können also Ihren bevorzugten Steuerungsstil wählen oder diesen kombinieren.

Kompatibilitätssystem Steam Machine Verified 

Ähnlich wie das Steam Deck wird auch die Steam Machine über ein Kompatibilitätssystem verfügen, dank dessen man einfach überprüfen kann, ob ein bestimmtes Spiel auch auf der Steam Machine funktionieren wird. 

Valve fügt hierzu hinzu, dass es wesentlich einfacher sein wird, die Kennzeichnung Steam Machine Verified zu erhalten als im Falle des Steam Decks, und gleichzeitig gilt: Wenn ein Spiel bereits die Unterstützung für das Steam Deck hat, wird es automatisch auch auf der Steam Machine funktionieren. Das ergibt auch deshalb Sinn, weil die Steam Machine um ein Vielfaches leistungsfähiger ist als das Steam Deck und keine Einschränkungen in Form der Displaygröße und Ähnlichem hat. Das Programm "Steam Machine Verified" wurde zwar noch nicht gestartet, aber schon jetzt kann man sich daran orientieren, dass ein Spiel, wenn es für das Steam Deck verifiziert ist, auch auf der Steam Machine funktionieren wird.

Steam Machine: Hardware-Spezifikationen

Valve möchte mit der Steam Machine die Leistung eines Gaming-PCs in einem kleinen Design-Gehäuse anbieten, das Sie unter den Fernseher im Wohnzimmer oder auf Ihren Schreibtisch stellen können. Es handelt sich um einen kleinen PC, der mit dem System SteamOS betrieben wird und alle Spiele von Steam ausführt, aber den Komfort traditioneller Konsolen bietet. 

Ein wichtiges Element der Steam Machine ist ihre Leistung. Laut Valve ist sie 6x leistungsfähiger als das Steam Deck und sollte Spiele in 4K und 60 fps bewältigen, was jedoch beim Blick auf die Hardware-Spezifikationen sicherlich nicht für alle Spiele gelten wird.

Die Steam Machine wird von einem Sechskern-Prozessor AMD Zen 4 mit einem Takt von bis zu 4,8 GHz und einem Grafikchip auf Basis der RDNA 3-Architektur mit 28 Recheneinheiten und einem Takt von bis zu 2,45 GHz sowie 8 GB GDDR6 VRAM angetrieben, den AMD speziell für die Steam Machine vorbereitet hat. Weiterhin finden wir im Gerät 16 GB DDR5 RAM zusammen mit einer 512 GB oder 2 TB SSD. Der Speicher lässt sich mittels Micro-SD-Karten erweitern.

Bei den Technologien fehlt nicht die Unterstützung für den Upscaler von AMD, also FSR, auch wenn wir dessen Version nicht kennen. Für die RDNA 3-Architektur hat AMD bisher keine Unterstützung für das neue FSR 4 angekündigt, daher rechnen wir vorerst nur mit FSR 3. Das Magazin Digital Foundry, das die Steam Machine bereits ausprobieren konnte, glaubt jedoch, dass wir in Zukunft auch mit der Unterstützung von FSR 4 rechnen können. Weiterhin unterstützt die Steam Machine HDRFreeSync und den Anschluss von bis zu zwei Monitoren über HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.4. An weiteren Anschlüssen bietet die Steam Machine einen USB-C-Port (hinten) und vier USB-A-Ports (zwei vorne und zwei hinten), wobei die Konnektivität auch durch einen Ethernet-Port sowie Unterstützung für Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 sichergestellt wird. 

Steam Machine; Screenshot: Anschlüsse, Konnektivität

Quelle: Valve

Ein großer Vorteil des Geräts sollen auch die kompakten Abmessungen sein. Die Steam Machine hat die Form eines Würfels mit einer Größe von 16 cm, sodass sie wirklich wenig Platz einnehmen und dank des schlichten Designs optisch nicht stören sollte. Im Gehäuse des Geräts sollte alles versteckt sein, vom Adapter für den neuen Steam Controller 2 bis hin zum Netzteil. Was das Design betrifft, fällt auch die anpassbare vordere Leiste mit 17 RGB-Dioden auf. Laut Valve soll das Gerät auch beim Spielen der anspruchsvollsten Spiele sehr leise sein, was auch die ersten Eindrücke vom Spielen belegen.

Steam Machine; Screenshot: Design

Quelle: Valve

Die konkreten Abmessungen der Steam Machine betragen 156 × 152 × 162 mm (B x H x T).

Wird die Steam Machine leistungsstark genug sein?

Nach der Ankündigung der Steam Machine begannen sich viele Spieler über die potenziell zu geringe Leistung des Geräts zu wundern. Da der Grafikchip jedoch im Grunde ein maßgeschneiderter Kern speziell für die Steam Machine ist, gibt es derzeit nichts, womit man ihn genau vergleichen könnte. 

Laut Digital Foundry liegt die Leistung jedoch irgendwo unter dem Niveau der Grafikkarte AMD Radeon RX 7600 mit einer TDP von etwa 110 bis 130 Watt (der TDP-Wert drückt vereinfacht gesagt die maximale Wärmemenge aus, die der Prozessor im normalen Betrieb erzeugen kann, und dient eben zum Leistungsvergleich). Zum Vergleich: Die PS5 hat eine TDP von etwa 180 W, das Steam Deck 15 W und die neuesten PC-Handhelds wie der Xbox Ally X etwa 30 W. 

Ob das wenig oder viel ist, darüber wird vor allem der Preis und das sprichwörtliche Preis-Leistungs-Verhältnis entscheiden. Digital Foundry fügt jedoch hinzu, dass die versprochenen 4K und 60 fps ganz sicher nicht für alle Spiele gelten werden, siehe Kapitel Erste Eindrücke.

Das Hauptproblem könnten laut Digital Foundry die nur 8 GB VRAM sein. Und während die gewählte CPU die Marke von 4K und 60 fps auf dem Papier wohl schaffen würde, wird das Problem eben beim Grafikchip und seinen 8 GB Speicher liegen. Schließlich dient die erwähnte Grafikkarte Radeon RX 7600 vor allem für das Spielen in 1080p bis 1440p. 

Valve verteidigt diese Wahl angeblich damit, dass man das Gerät so erschwinglich wie möglich machen wollte; hoffentlich spiegelt sich diese Entscheidung also eher positiv im Preis des Geräts wider als negativ in seiner Leistung. Laut Valve wäre diese Konfiguration für die meisten Steam-Nutzer dennoch ein Upgrade gegenüber dem, worauf sie aktuell spielen. Und laut Digital Foundry könnte Valve dank der einzigen Konfiguration der Steam Machine zudem eine bessere Optimierung für das Spielen von Games anbieten.

Steam Machine: Betriebssystem und Benutzeroberfläche

Wie bei Valve-Geräten üblich, läuft die Steam Machine nicht unter Windows, sondern unter Linux. Die Benutzeroberfläche wird von SteamOS 3 mit der Oberfläche KDE Plasma bereitgestellt, die für die Steam Machine, das Steam Deck und das neue VR-Headset Steam Frame gleich ist.

Genau diese Benutzeroberfläche soll Teil des erwähnten Konsolenerlebnisses sein, wie das schnelle Starten von Spielen, das Speichern in der Cloud oder die schnelle Rückkehr ins Spiel nach dem Ruhezustand des Geräts. Es handelt sich aber im Grunde immer noch um einen normalen PC, sodass wir auf der Steam Machine beliebige andere Anwendungen installieren oder sogar ein anderes Betriebssystem oder beispielsweise inoffizielle Fan-Übersetzungen von Spielen nutzen können.

Steam Machine: Deutsche Sprache und Lokalisierung 

Da die Steam Machine über dieselbe Benutzeroberfläche verfügt wie Steam für Desktop-PCs oder das Steam Deck, wird die Benutzeroberfläche auf Deutsch verfügbar sein.

Bei Spielen hängt die Situation natürlich individuell davon ab, ob das jeweilige Spiel eine offizielle deutsche Übersetzung bietet. Das Vorhandensein von Linux garantiert jedoch, dass auch Fan-Übersetzungen installiert werden können.

Steam Machine: Steam Controller 2 und weiteres Zubehör

Zusammen mit der Steam Machine erscheint auch die zweite Generation des Steam Controllers. Die erste Version aus dem Jahr 2015 war aufgrund des Fehlens analoger Sticks, die durch Touchpads ersetzt wurden, ein kontroverses Gamepad, das sich etwa 1,5 Millionen Mal verkaufte, dessen Produktion jedoch 2019 eingestellt wurde.

Sein Nachfolger, der Steam Controller 2, ist schon etwas traditioneller und bietet eigentlich ähnliche Elemente wie das Steam Deck, sodass wir unter beiden Analogsticks auch kapazitive Berührungssensoren finden. Eine der Hauptneuheiten sind magnetische Analogsticks, die Valve als Nachfolger der sogenannten Hall-Effect-Sensoren betrachtet, was in den letzten Jahren als die beste Technologie für Joysticks gilt. Die magnetische Technologie ist nicht so sehr von digitalen Elementen abhängig, sondern von der Physik. Der Vorteil soll das Fehlen von Drift sein, das etwa die erste Switch plagte, aber nach starker Abnutzung blieb dieses Übel auch den Controllern von Xbox oder PlayStation nicht erspart. Ein weiterer Vorteil sollen deutlich kleinere Totzonen und ein geringerer Widerstand der Analogsticks sein.

Steam Machine; Screenshot: Steam Controller 2

Quelle: Valve

Weiterhin fehlen nicht ein Gyroskop und vier Vibrationsmotoren, die verschiedene Arten von Oberflächen simulieren können, also ein ähnliches Vibrationssystem wie das haptische Feedback des DualSense-Controllers. Bisher ist jedoch nicht klar, ob der neue Steam Controller auch eine Alternative zu den adaptiven Triggern des DualSense-Controllers hat. Eine weitere Neuheit sind Griffsensoren, die sich bei stärkerem Druck auf den Controller einschalten. Standardmäßig wird dadurch die Steuerung des Gyroskops aktiviert, aber die Sensoren sollen sich auf eine beliebige Funktion mappen lassen. Valve verspricht eine Laufzeit von bis zu 35 Stunden und Kompatibilität mit PC, Steam Deck, Steam Machine und auch dem VR-Headset Steam Frame.

Der Steam Controller erscheint zeitgleich mit der Steam Machine, also Anfang 2026, und soll sowohl separat als auch im Bundle mit der Steam Machine erhältlich sein. Den Preis des Controllers kennen wir jedoch noch nicht.

An die Steam Machine können Sie natürlich sowohl Tastatur und Maus als auch Gamepads verschiedener Hersteller wie an einen klassischen Computer anschließen. Als weiteres Zubehör scheint die Steam Machine auch austauschbare Abdeckungen anzubieten, wie der Ankündigungstrailer verrät.

Steam Machine; Screenshot: austauschbare Abdeckungen

Quelle: techpowerup.com

Steam Machine: Rezensionen

Zum jetzigen Zeitpunkt sind für die Steam Machine keine Rezensionen verfügbar. 

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• Quellen: Steam


Ursprüngliche Meldung: Valve stellt neue Hardware vor, Steam Machine will Konsolen Konkurrenz machen

Nach Monaten der Spekulationen hat Valve endlich die neue Steam Machine enthüllt, einen kleinen PC, der mit dem System SteamOS betrieben wird und alle Spiele von Steam ausführt, aber den Komfort traditioneller Konsolen bietet. Laut Valve ist dies der Beginn einer neuen Ära der Steam-Hardware, die offener, flexibler und gleichzeitig eine Konkurrenz für Spielkonsolen sein will. Valve möchte mit der Steam Machine die Leistung eines Gaming-PCs in einem kleinen Design-Gehäuse anbieten, das Sie unter den Fernseher im Wohnzimmer oder auf Ihren Schreibtisch stellen können. Sowohl die Steam Machine als auch der neue Controller und das VR-Headset sollen Anfang 2026 erscheinen, die Preise der neuen Geräte kennen wir jedoch noch nicht.

Klein, aber oho: Die Steam Machine

Ein wichtiges Element der Steam Machine wird ihre Leistung sein. Laut Valve ist sie 6x leistungsfähiger als das Steam Deck und sollte Spiele in 4K und 60 fps bewältigen, was jedoch beim Blick auf die Hardware-Spezifikationen sicherlich nicht für alle Spiele gelten wird.

Die Steam Machine wird von einem Sechskern-Prozessor AMD Zen 4 mit einem Takt von bis zu 4,8 GHz und einem Grafikchip auf Basis der RDNA 3-Architektur mit 28 Recheneinheiten und einem Takt von bis zu 2,45 GHz sowie 8 GB GDDR6 VRAM angetrieben, den AMD speziell für die Steam Machine vorbereitet hat. Weiterhin finden wir im Gerät 16 GB DDR5 RAM zusammen mit einer 512 GB oder 2 TB SSD. Der Speicher lässt sich mittels Micro-SD-Karten erweitern.

Bei den Technologien fehlt nicht die Unterstützung für den Upscaler von AMD, also FSR, auch wenn wir dessen Version nicht kennen. Für die RDNA 3-Architektur hat AMD bisher keine Unterstützung für das neue FSR 4 angekündigt, daher rechnen wir vorerst nur mit FSR 3. Weiterhin unterstützt die Steam Machine HDR, FreeSync und den Anschluss von bis zu zwei Monitoren über HDMI 2.0 oder DisplayPort 1.4. An weiteren Anschlüssen bietet die Steam Machine einen USB-C-Port (hinten) und vier USB-A-Ports (zwei vorne und zwei hinten), wobei die Konnektivität auch durch einen Ethernet-Port sowie Unterstützung für Wi-Fi 6E und Bluetooth 5.3 sichergestellt wird.

Konsolen-Erlebnis

Wie bei Valve-Geräten üblich, läuft die Steam Machine nicht unter Windows, sondern unter Linux. Die Benutzeroberfläche wird von SteamOS 3 mit der Oberfläche KDE Plasma bereitgestellt, die für die Steam Machine, das Steam Deck und das neue VR-Headset Steam Frame gleich sein wird. Genau diese Benutzeroberfläche soll Teil des erwähnten Konsolenerlebnisses sein, wie das schnelle Starten von Spielen, das Speichern in der Cloud oder die schnelle Rückkehr ins Spiel nach dem Ruhezustand des Geräts. Es handelt sich aber im Grunde immer noch um einen normalen PC, sodass wir auf der Steam Machine beliebige andere Anwendungen installieren oder sogar ein anderes Betriebssystem oder beispielsweise inoffizielle Fan-Übersetzungen von Spielen nutzen können.

Ein großer Vorteil des Geräts sollen auch die kompakten Abmessungen sein. Die Steam Machine ist ein Würfel von etwa 16 cm Höhe, Breite und Tiefe, sodass sie wirklich wenig Platz einnehmen und dank des schlichten Designs optisch nicht stören sollte. Im Gehäuse des Geräts sollte alles versteckt sein, vom Adapter für den neuen Steam Controller 2 bis hin zum Netzteil. Was das Design betrifft, fällt auch die anpassbare vordere Leiste mit 17 RGB-Dioden auf. Laut Valve soll das Gerät auch beim Spielen der anspruchsvollsten Spiele sehr leise sein.

Erste Eindrücke von der Steam Machine

Die Redaktion von Digital Foundry konnte die Steam Machine bereits ausprobieren und ihre ersten Eindrücke sind durchaus positiv. Es handele sich um einen sehr interessanten Versuch eines „Konsolen“-PCs für das Wohnzimmer mit einem durchdachten Kühlungsdesign und einer Einfachheit, die tatsächlich an eine Konsole erinnert. Laut Digital Foundry könnte Valve dank der einzigen Konfiguration der Steam Machine zudem eine bessere Optimierung für das Spielen von Games anbieten.

Als größte Schwäche nennt Digital Foundry in seinen Eindrücken jedoch die Hardware-Spezifikationen. Weder der Grafikchip noch seine 8 GB VRAM sind Elemente eines leistungsstarken Gaming-PCs, weshalb die versprochene 4K-Auflösung und 60 fps wohl nur sehr schwer zu erreichen sein werden. Beim Testen von Cyberpunk 2077 mit deaktiviertem Raytracing, einer Auflösung von 1440p und aktiviertem FSR-Upscaler lief das Spiel zwar mit 60 fps, aber nach dem Einschalten von Raytracing sank die Bildrate auf 30 fps.

Laut Digital Foundry wird also vieles vor allem vom Preis des Geräts abhängen. Wenn dieser niedrig genug ist, könnte es eine sehr interessante Wahl sein. Andernfalls besteht die Gefahr, dass die Nutzer lieber zu einer herkömmlichen Konsole oder einem vollwertigen PC greifen.

Neuer Steam Controller 2 und VR-Headset Steam Frame

Valve hat jedoch insgesamt drei Geräte angekündigt. Neben der Steam Machine erlebten wir auch die Vorstellung der neuen Generation des Steam Controllers. Die erste Version aus dem Jahr 2015 war aufgrund des Fehlens analoger Sticks, die durch Touchpads ersetzt wurden, ein kontroverses Gamepad, das sich etwa 1,5 Millionen Mal verkaufte, dessen Produktion jedoch 2019 eingestellt wurde.

Sein Nachfolger, der Steam Controller 2 , ist schon etwas traditioneller, er bietet nämlich magnetische Analogsticks der neuen Generation, was das sogenannte Driften eliminieren sollte, aber unter beiden Analogsticks finden wir auch kapazitive Berührungssensoren, ähnlich wie beim Steam Deck. Nicht fehlen dürfen ein Gyroskop und vier Vibrationsmotoren, die verschiedene Arten von Oberflächen simulieren können, also ein ähnliches Vibrationssystem wie das haptische Feedback des DualSense-Controllers. Eine weitere Neuheit sind Griffsensoren, die sich bei stärkerem Greifen des Controllers einschalten. Standardmäßig wird dadurch die Steuerung des Gyroskops aktiviert, aber die Sensoren sollen sich auf eine beliebige Funktion mappen lassen.

Valve verspricht eine Laufzeit von bis zu 35 Stunden und Kompatibilität mit PC, Steam Deck, Steam Machine und auch dem VR-Headset, und genau das war das letzte neue Gerät, das Valve vorstellte. Steam Frame ist ein sogenanntes Stand-alone-VR-Headset, es benötigt also für seinen Betrieb keinen Computer, kann aber an einen solchen angeschlossen werden, um die Leistung des Headsets zu erhöhen und damit auch eine bessere grafische Verarbeitung der Spiele zu erhalten.

Steam Frame wird von einem Prozessor der Snapdragon 8. Generation und 16 GB RAM angetrieben, was für die meisten VR-Spiele aus der Steam-VR-Bibliothek ausreichen sollte. Weitere Informationen zur Leistung des Geräts haben wir jedoch noch nicht. Wir wissen jedoch, dass es über 256 GB oder 1 TB Speicher verfügen wird.

Eine Schwachstelle könnte das Display sein, das nur LCD-Panels mit einer Auflösung von 2160×2160 px bietet. Gewisse Abstriche wurden aber ähnlich wie bei der Steam Machine wohl aufgrund der Größe und in diesem Fall auch des Gewichts gemacht. Steam Frame soll leicht und einfach zu transportieren sein, aber auch hier müssen wir auf weitere Parameter warten.

Für alle drei Geräte gilt, dass wir ihren Preis nicht kennen und sie Anfang 2026 erscheinen sollen.

Steam Frame; Screenshot: Design

Quelle: Valve

• Quelle: Steam, digitalfoundry.net

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