Auf dem Markt finden Sie mehrere Arten von Heizgeräten und innerhalb jeder Kategorie eine ganze Reihe von Modellen verschiedener Marken. Wie findet man sich in dem breiten Angebot zurecht, was sind ihre Vor- und Nachteile und welches Heizgerät sollte man wählen, damit es lange zuverlässig funktioniert? Diese Fragen beantwortet dieser Leitfaden.

Bevor Sie mit der Auswahl eines Direktheizgeräts beginnen, sollten Sie sich zwei grundlegende Fragen stellen:
Möchten Sie in Ihrem Ferienhaus heizen, einen Raum in Ihrem Haus oder Ihrer Wohnung erwärmen oder einfach nur Ihren Lieblingsplatz im Wohnzimmer zusätzlich beheizen? Für die Beheizung von Innenräumen eignen sich alle in den Tabellen aufgeführten Arten von Direktheizungen, wobei jede Art ihre spezifische Verwendung hat:
| Typ des Heizgeräts: | Bestimmt zum Heizen: |
|---|---|
| Radiatoren | kleinerer und mittgroßer Räume |
| Konvektorheizungen | vor allem für kleinere Räume, auch als Ergänzung zur Hauptheizung geeignet |
| Heizlüfter | vor allem lokale, leistungsstärkere Modelle heizen auch kleinere Räume auf |
| Heizpaneele | lokale und Raumheizung (abhängig vom Paneltyp) |
| Infrarot-Heizstrahler | lokal |
| Kamine | je nach Leistung, leistungsstärkere Modelle eignen sich zum Beheizen von Räumen, weniger leistungsstarke Modelle als Ergänzung zur Hauptheizung |
| Typ des Heizgeräts: | Bestimmt zum Heizen: |
|---|---|
| Gas | von Räumen (Hauptheizung) |
| Kamine (für Biobrennstoffe) | je nach Leistung ideal als Ergänzung zur Hauptheizung, leistungsstärkere Modelle können sogar ganze Räume beheizen |
Bemerkung: Lokale bzw. punktuelle Heizung bedeutet, dass nur der Ort beheizt wird, auf den das Heizgerät gerichtet ist. Die meisten dieser Geräte sind nicht für die Beheizung eines ganzen Raumes geeignet.
Radiatoren eignen sich für kleine bis mittelgroße Räume. Ihre Lamellen sind mit Heizöl gefüllt, das über hervorragende Speicherfähigkeiten verfügt (der Radiator bleibt auch nach dem Ausschalten lange warm). Die Größe des Raums, den das Gerät beheizen kann, hängt sowohl von der Leistung als auch von der Anzahl der Heizrippen ab. Generell gilt: Je mehr Rippen und je höher die Leistung des Geräts, desto größer ist der Raum, den es beheizen kann.
Konvektoren eignen sich zum Beheizen kleinerer Räume oder als Ergänzung zur Hauptheizung. Diese Geräte saugen kalte Luft von unten an, die anschließend durch ein Heizelement erwärmt und durch obere Lüftungsöffnungen wieder in den Raum zurückgeführt wird. Die meisten Modelle verfügen über einen Ventilator, der zu einer schnelleren Erwärmung des Raumes beiträgt. Einige Modelle können an der Wand montiert werden.
Heißluft-Heizgeräte eignen sich insbesondere für die lokale Beheizung (leistungsstärkere Modelle können auch kleinere Räume beheizen). Sie kommen daher meist dann zum Einsatz, wenn Sie einen bestimmten Bereich in einem Raum beheizen möchten. Geräte dieses Typs wandeln Strom über Widerstandselemente in Wärme um. Diese wird dann mit Hilfe eines leistungsstarken Ventilators in den Raum geblasen.
Hinter diesem Namen verbergen sich Geräte, die zum Heizen das sogenannte Strahlungsprinzip nutzen. Das Strahlungsprinzip besteht darin, dass das Gerät durch Wärmestrahlung Gegenstände und Personen in der Umgebung, aber auch die umgebenden Wände erwärmt. Diese speichern die Wärme und erwärmen dadurch die Luft.
„Hybride Strahlungspaneele" nutzen zum Heizen sowohl das Prinzip der Strahlungswärme (ca. 40 % der Wärmeproduktion) als auch das klassische Konvektionsprinzip (ca. 60 % der Wärmeproduktion). Neben dem oben erläuterten Strahlungsprinzip wird auch die Platte selbst erwärmt (durch ein speziell angepasstes Heizelement mit niedrigerer Oberflächentemperatur – Konvektionsprinzip). Bei Hybridplatten besteht dieses meist aus Keramik oder Schiefer (natürliche Materialien, die zu 100 % umweltfreundlich sind). Sowohl Keramik als auch Schiefer verfügen über eine hervorragende Speicherkapazität. Auch wenn Sie das Gerät ausschalten, gibt es noch eine gewisse Zeit lang Wärme ab, jedoch ohne Strahlung.
Infrarot-Heizpaneele hingegen nutzen zum Heizen ausschließlich die oben erwähnte Strahlungswärme (Infrarotstrahlung). Sie werden meist aus Thermoquartz, Thermocrystal, Glas (diese drei Materialien haben keine Speicherfähigkeit) und Marmor (hat Speicherfähigkeit) hergestellt und arbeiten bei niedrigen Betriebstemperaturen von 80 bis 110 °C. In den meisten Fällen werden sie an der Wand und an der Decke angebracht.
Geanu wie Heizpaneele senden auch Infrarotstrahler Wärmestrahlung aus, die Gegenstände und Personen in der Umgebung erwärmt. Das Prinzip der Strahlungserzeugung ist jedoch unterschiedlich. Infrarotstrahler arbeiten mit sehr hohen Temperaturen, bei denen die Strahlungswärme kurzwellig ist. Dadurch dringt sie leichter in die Tiefe des menschlichen Körpers ein und sorgt für ein sofortiges Wärmegefühl. Gleichzeitig erwärmt sie die Umgebungsluft durch die oben genannten hohen Temperaturen. Sie eignet sich daher hervorragend zum kurzfristigen Beheizen von Räumen wie z. B. Badezimmern oder für den Außenbereich, um abends mit Freunden zusammenzusitzen.
Gasheizgeräte eignen sich zum Beheizen kleiner, mittelgroßer und großer Räume. Es kommt nur auf die Leistung des jeweiligen Geräts an. Um diese Art von Heizgeräten nutzen zu können, muss Ihr Haus oder Ihre Wohnung an das Gasnetz angeschlossen sein (außerdem muss an der jeweiligen Stelle ein Abzug für die Verbrennungsgase vorhanden sein). In einigen Fällen, in denen die Ästhetik keine Rolle spielt (in der Garage, im Schuppen usw.), können auch Propan-Butan-Flaschen als Gasquelle verwendet werden (es muss überprüft werden, ob das jeweilige Modell diese Option unterstützt).
Sie eignen sich sowohl als Hauptheizung als auch als Ergänzung zur Hauptheizung. Das hängt von der Leistung des jeweiligen Modells ab. In unserem Angebot finden Sie sowohl Kamine für Strom, so auch Kamine für Biobrennstoffe.
Elektrische Kamine erzeugen keine echte Flamme, jedoch können die meisten Modelle eine originalgetreue Nachbildung davon erstellen – in den meisten Fällen mithilfe einer Glühbirne oder einer sogenannten LED-Lampe, die zusammen mit Kieselsteinen, künstlichen Holzscheiten usw. ein Feuer imitieren (einige Modelle ahmen sogar Lava oder glühende Asche nach). Mit diesem Heizgerätetyp können Sie also gemütliche Momente vor romantischen Flammen genießen, ohne dass Sie Rohre, Rauchabzüge und Auslässe installieren müssen.
Im Gegensatz dazu bieten Kamine für Biobrennstoffe echtes Feuer und einen umweltfreundlichen Betrieb. Bei der Verbrennung werden keine gesundheitsschädlichen Stoffe freigesetzt (Heizung mit Bioethanolbrennern).
Die Energiequellen sind vielfältig und reichen von Strom über Gas bis hin zu Infrarotstrahlen. Bei der Auswahl ist es wichtig, darüber nachzudenken, wo Sie das Gerät aufstellen und welche Funktion es erfüllen soll. Sie können ein kleines, kompaktes Gerät kaufen, das Sie auf den Tisch stellen, aber auch einen großen Terrassenheizstrahler, mit dem Sie den Sommer im Garten verlängern können.
Achten Sie beim Kauf eines Outdoor-Heizgeräts auch auf die Sicherheitsfunktionen. Ein Schutz vor Wasser oder beispielsweise ein Kippschutz sollten vorhanden sein.
Bei der Auswahl von Innen- und Außenheizungen können Sie auf eine ganze Reihe verschiedener Begriffe stoßen:
Ob Sie nun ein altes Haus oder einen Neubau mit einer leistungsschwachen Heizung haben oder sich einfach nur draußen beim Grillen mit Freunden „aufwärmen“ möchten, in unserem breiten Angebot an Direktheizungen finden Sie mit Sicherheit das Richtige. Jedes der oben genannten Heizgeräte hat seine Vor- und Nachteile, daher sollten Sie Ihre Wahl mit Bedacht treffen.