PMMA-Filament ist ein Druckfilament für 3D-Drucker, das auf einem als Polymethylmethacrylat bekannten Material basiert. Im Alltag begegnet es uns unter Bezeichnungen wie "Plexiglas" oder "Acrylglas". Seine Haupteigenschaft ist seine hohe optische Klarheit und Transparenz, weshalb es häufig als Ersatz für Glas verwendet wird. Im Gegensatz zu anderen Fäden ist PMMA sehr hart, fest und spröde, was bedeutet, dass es bei einem starken Aufprall nicht elastisch bricht, sondern zerspringen kann. Das Material hat den Vorteil, dass es witterungs- und UV-beständig ist, so dass die daraus hergestellten Drucke in der Sonne nicht vergilben oder spröde werden, so dass sie im Freien verwendet werden können. Das Drucken aus PMMA-Filament ist anspruchsvoller und erfordert besondere Bedingungen. Eine Hochtemperaturdüse und ein beheizter Drucktampon sind erforderlich, damit das Material richtig haftet. Das Material hat eine starke Tendenz, beim Abkühlen zu schrumpfen, was zum so genannten "Warping" führt, bei dem sich die Ecken und Kanten des Modells vom Untergrund ablösen. Aus diesem Grund wird häufig empfohlen, zum Drucken einen geschlossenen Drucker zu verwenden, der eine stabile Temperatur im Druckbereich aufrechterhält. Er wird bei der Herstellung von Teilen verwendet, bei denen Transparenz erforderlich ist, wie z. B. bei Elektronikgehäusen, Lampenschirmen, Lichtleitern oder Architekturmodellen mit verglasten Teilen.