• Autor: Ondřej Chabr
Der Technologieriese Apple hat eine geplante Umstrukturierung seiner obersten Führungsebene angekündigt. Der langjährige CEO Tim Cook wird zum 1. September 2026 von John Ternus, dem bisherigen Leiter der Hardware-Entwicklung, abgelöst. Tim Cook bleibt dem Unternehmen als Vorstandsvorsitzender erhalten.
Apple hat heute offiziell bekannt gegeben, dass Tim Cook zum 1. September 2026 von seinem Amt als Geschäftsführer, also CEO, zurücktreten wird. Sein Nachfolger wird John Ternus, der derzeitige Senior Vice President für Hardware-Engineering. Tim Cook bleibt dem Unternehmen weiterhin erhalten und wird künftig die Funktion des Executive Chairman des Verwaltungsrats übernehmen.
Diese Änderung, die vom Verwaltungsrat einstimmig beschlossen wurde, ist das Ergebnis einer sorgfältigen und langfristigen Nachfolgeplanung. Tim Cook leitet Apple seit 2011 und wird in den kommenden Monaten eng mit Ternus zusammenarbeiten, um einen reibungslosen Übergang zu gewährleisten.
„John hat den Verstand eines Ingenieurs, die Seele eines Innovators und das Herz für eine Führung mit Integrität und Ehre“, sagte Tim Cook über seinen Nachfolger. Er merkte zudem an, dass Ternus nach 25 Jahren bei Apple genau die richtige Person sei, um das Unternehmen in die Zukunft zu führen.
John Ternus, der ebenfalls Mitglied des Verwaltungsrats werden wird, kam 2001 zu Apple und war maßgeblich an der Entwicklung von Schlüsselprodukten wie dem iPhone, iPad oder die revolutionären Chips der M-Serie. In seiner Erklärung drückte er Demut und Dankbarkeit für die Gelegenheit aus, die Mission des Unternehmens fortzusetzen, die er während seiner gesamten Karriere unter der Führung von Steve Jobs und Tim Cook wahrgenommen hat.
Unter Cooks Führung hat Apple mehrere Erfolge erzielt, darunter einen Anstieg der Marktkapitalisierung von 350 Milliarden auf 4 Billionen Dollar und die erfolgreiche Umstellung auf die eigenen Apple-Silicon-Prozessoren für Macs, MacBooks sowie iPads. Das Unternehmen verzeichnet nach wie vor starke Verkaufszahlen bei seinen Hauptprodukten – insbesondere bei den iPhones, die dank der hohen Nachfrage auch in den letzten Jahren den Umsatz antreiben – und gleichzeitig wächst das Geschäft mit kostenpflichtigen Diensten rasant.
Kritiker werfen dem Unternehmen hingegen vor, den Start der generativen künstlichen Intelligenz verpasst zu haben, da es später als die Konkurrenz auf den Markt kam und bislang noch kein bahnbrechendes Produkt in diesem Bereich vorgestellt hat. Ein weiterer Kritikpunkt betrifft die Verzögerungen und die schwache Leistung von Siri, deren geplante Verbesserungen in Verzug geraten sind.
Als Vorstandsvorsitzender wird Tim Cook weiterhin an der strategischen Ausrichtung des Unternehmens mitwirken und mit Regierungsvertretern auf der ganzen Welt zusammenarbeiten. Er wird also weiterhin Einfluss auf die Gestaltung von Apple haben, wenn auch aus einer anderen Position heraus.
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