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Nothing Ear (3) (TEST): Kopfhörer, die das Ladecase zum Hauptdarsteller machen

Nothing Ear (3), Rezension, Einleitung

Nothing Ear (3) (TEST):
Kopfhörer, die das Etui zum heimlichen Haupthelden machen

Die Nothing Ear (3) setzen auf ein transparentes Design mit Aluminiumdetails und bauen auf besseren Grundlagen auf: kräftigere Bässe, intelligenteres ANC, zuverlässige Konnektivität und eine gelungene App. Das Ladecase behält zwar seine kantige Form, fühlt sich in der Hand aber stabiler und hochwertiger an. Und es ist nicht nur zum Aufladen da — es verbirgt auch eine der größten Neuheiten: die Super-Mic-Funktion. Was sie kann, wie sie im Alltag funktioniert und ob sie sinnvoll ist, erfahren Sie in diesem Testbericht.


Review

Autor: Jan Vavřík 

Nothing Ear (3) (REZENSION) – INHALT

  1. Unboxing der Nothing Ear (3) – Wenn man sich zum Schatz durchkämpfen muss
  2. Design und Materialien der Nothing Ear (3): Wo Transparenz nicht nur eine Pose ist
  3. SuperMic: Kopfhörer im Case – Nothing geht seinen eigenen Weg
  4. Klang der Ear (3): Lebendig, energiegeladen und ein wenig in „V“-Form
  5. Akkulaufzeit der Nothing Ear (3): Kein Highlight, keine Enttäuschung — einfach solide
  6. Bedienung der Nothing Ear (3): Steuerlogik, Gesten und ein gelungenes EQ
  7. Vergleichstabelle Nothing Ear (3) vs. Nothing Ear (2)
  8. Konkurrenz der Nothing Ear (3)
  9. Nothing Ear (3) – Fazit
  10. Was wir früher über die Nothing Ear (3) geschrieben haben

Unboxing der Nothing Ear (3) – Wenn man sich zum Schatz durchkämpfen muss

Das Unboxing der Nothing Ear (3) beginnt mit einem kleinen Kampf. Wenn Sie zu denen gehören, die Verpackungen wie technische Reliquien aufbewahren, dann spreche ich Ihnen hiermit mein Beileid aus. Die äußere Hülle ist nämlich so konstruiert, dass es nur einen Weg nach innen gibt: sie zu zerreißen. Und sobald Sie das tun, lässt sie sich nicht wieder zusammensetzen — ungefähr so aussichtslos, wie einen bereits aufgerissenen Geschenkpapierbogen erneut ordentlich zu falten.

Nothing Ear (3), Rezension Nothing Ear (3), Rezension
Nothing Ear (3), Verpackung. Die schwarze Hülle an der Seite hat „ihr Leben geopfert“.
Sobald Sie sich jedoch durch die Papier-„Einwegschicht“ gearbeitet haben, werden Sie mit einer einfachen, übersichtlichen und ordentlich arrangierten Verpackung belohnt. In der Mitte, sorgfältig in mattes Schutzpapier gehüllt, liegt das Ladecase, das diesen Überraschungsmoment offensichtlich genießt. Außerdem finden Sie hier ein Set aus sechs Silikonaufsätzen in unterschiedlichen Größen, bereit für die Suche nach dem perfekten Sitz.
Nothing Ear (3), Rezension Nothing Ear (3), Rezension
Nothing Ear (3), Verpackungsinhalt.

In der unteren Schublade befindet sich das restliche Zubehör — ein kurzes, aber hochwertig wirkendes USB-C-Kabel, ordentlich verstaut in einer schlichten Papierhülle. Der Gesamteindruck? Weiß, sauber, minimalistisch und ohne unnötige Spielereien.

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Testbericht Nothing Phone (3): Hipster mit minimalistischer Seele und ehrlichem Herzen – doch reicht das im Land der Benchmark-Raubtiere?

Design und Materialien der Nothing Ear (3): Wo Transparenz nicht nur eine Pose ist

Die Nothing Ear (3) behalten ihren charakteristischen transparenten Stil, wirken diesmal jedoch deutlich erwachsener. Als wäre aus dem Rebell mit gläsernen Sneakers ein eleganter Gentleman geworden, der immer noch stolz zeigt, was im Inneren steckt — nur eben mit mehr Anmut. Das Ladecase behält seine ikonische quadratische Form, aber die Unterseite besteht aus Metall und fühlt sich in der Hand kühl an, fast wie der Griff einer alten Tresortür. Der Deckel ist transparent, stabil und vielleicht sogar weniger kratzempfindlich als bisher.

Auf dem Deckel gibt es zudem ein Detail, das mir erst nach längerer Nutzung aufgefallen ist — eine kleine Vertiefung. Auf den ersten Blick wirkt sie wie ein reines Designelement, hat aber einen sehr praktischen Zweck: Sie dient als bequemer Platz für den Daumen, sodass sich das Case sicherer und intuitiver öffnen lässt und nicht wie das mühsame Abpulen eines Tic-Tac-Deckels wirkt. Gleichzeitig stört die Vertiefung die saubere Linie des transparenten Deckels nicht und fügt keinen störenden Akzent hinzu. Nothing hat das clever gelöst – eine kleine Sache, die nicht auffällt, aber im Alltag perfekt funktioniert.

Nothing Ear (3), Rezension Nothing Ear (3), Rezension
Nothing Ear (3). Auf den InEar-Sticks suchen Sie L/R-Aufdrucke vergeblich — Nothing löst das mit einem weißen Punkt (L) und einem roten Punkt (R).

Die Anordnung im Inneren wirkt präzise: Die Kopfhörer rasten in die geformten Aussparungen genau so ein, wie man es von einer Marke erwartet, die sich gern mit „Ingenieurs-Poesie“ schmückt. Unten sieht man die magnetischen Kontakte und fein modellierten Vertiefungen, wodurch das Case nicht wie eine einfache Landbrotbox aus Plastik wirkt, sondern wie ein kleines Tech-Schmuckstück für die Hosentasche. Auf der Vorderseite springt einem zudem die TALK-Taste ins Auge — ein dezentes Zeichen dafür, dass das Case hier nicht nur eine Ladebasis sein möchte, sondern ein aktiver Teil des gesamten Systems.

Nothing Ear (3), Rezension Nothing Ear (3), Rezension
Nothing Ear (3), Ladecase.

Die Kopfhörer selbst knüpfen an die traditionellen transparenten Stiele an, wirken jedoch glatter, hochwertiger und besser verarbeitet. Die transparenten Bereiche geben den Blick auf einzelne Komponenten frei und die neuen Metallelemente verleihen den Earbuds ein reiferes Erscheinungsbild. Die Silikonaufsätze sind angenehm weich und etwas breiter, wodurch sie zuverlässig abdichten, ohne dass es sich nach einer Stunde anfühlt, als hätte man zwei Gummistopfen aus der Werkstatt im Ohr.

Die Ear (3) behalten den typischen Nothing-Look mit transparenter Optik, wirken jedoch dezenter und strukturierter. Die Metallteile und die sichtbare Konstruktion sind hier nicht bloß ein Effekt – sie zeigen schlicht, wie die Kopfhörer aufgebaut sind. Insgesamt wirkt das Design weder exzentrisch noch wie der Versuch, einen „Designschmuck“ zu erschaffen — eher wie ein Gadget mit eigener, klarer Identität.

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Nothing Phone (3a) Lite (PREVIEW): Abgespeckt, aber Originalität und interessante Werte bleiben

SuperMic: Kopfhörer im Case – Nothing geht seinen eigenen Weg

Auf SuperMic war ich besonders gespannt, weil Nothing schon lange zeigt, dass sie Technik auf ihre ganz eigene Art denken. Als ich ihr Smartphone testete, schrieb ich, dass mich ihre Oberfläche und Grafik an Tetris erinnern – dieses besondere, befriedigende Gefühl, wenn die Teile anders, aber genial ineinandergreifen. Und genau hier weichen sie erneut bewusst von Standardlösungen ab.

SuperMic ist eine Funktion, die sich deutlich von klassischen Ansätzen unterscheidet. Ein Mikrofon im Ladecase? Klingt wie ein Experiment, funktioniert in ruhiger Umgebung aber überraschend gut. Die Stimme wirkt sicherer, natürlicher. Das Ladecase möchte nicht länger nur ein Ladebehälter sein.

Die Nutzung des Super-Mic-Modus ist einfach: In der Nothing-X-App weisen Sie im Bereich „Ovládání / Control“ dem TALK-Button am Case die Aktivierung von SuperMic zu. Beim Telefonieren müssen Sie das Case nur in die Hand nehmen, in Richtung Mund führen und die Taste gedrückt halten — die Mikrofone im Case werden aktiviert. Mit einem Doppelklick sperren Sie den Super-Mic-Modus für längere Gespräche, mit einem einfachen Klick wechseln Sie wieder zurück zu den Mikrofonen in den Earbuds. Das Case muss dafür nicht geöffnet werden — es reicht, es in der Hand zu halten und auszuwählen, was Ihre Stimme aufnehmen soll: die Earbuds oder das Case.

Nothing Ear (3), Mikrofon
SuperMic-Funktion, Quelle: offizielle Herstellerseite.

Doch als ich hinaus auf die Straße ging, änderte sich das Bild etwas. Plötzlich wirkte SuperMic nicht mehr ganz so souverän – als hätte jemand das Spiel beschleunigt und es versuche nun, alle Geräusch-„Bausteine“ korrekt zu sortieren, die um es herumflogen. Die Gespräche blieben verständlich, aber die anfängliche Eleganz war weg. Und als Bonus zog ich die Blicke der Passanten auf mich — wenn man auf dem Gehweg steht und in eine kleine Box spricht, sieht das nicht ganz alltäglich aus. Trotzdem muss ich sagen: Mir gefällt die Richtung. Nothing scheut sich nicht davor, die Regeln zu verändern, und SuperMic ist ein wunderbares Beispiel dafür.

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Nothing Phone (3a) Pro (REZENSION): Manchmal bedeutet „Nichts“ sehr viel. Ein Original durch und durch – mit starker Kamera und langer Ausdauer

Klang der Ear (3): Lebendig, energisch und leicht in „V“-Form

Was den Klang betrifft, haben mich die Ear (3) selbstbewusst begrüßt. Die Bässe haben Kraft und Punch und geben der Musik ein solides Fundament. Die Höhen sind frisch, leicht betont und verleihen dem Gesamtklang die nötige Brillanz. Und die Mitten? Etwas zurückhaltender, aber Stimmen bleiben dennoch klar und gut lesbar — sie sind nur nicht das Erste, was einen beim Hören mitreißt.

Schon nach ein paar Tracks wird klar, dass die Ear (3) auf ein klassisches V-Tuning zielen. Bässe und Höhen treten stärker hervor, während der Mittenbereich etwas zurückweicht. In der Praxis bedeutet das einen lebendigen, dynamischen Klang mit viel Energie — besonders geeignet für elektronische Musik, Pop oder Filmsoundtracks. Bei akustischen Stücken oder Jazz merkt man den Charakter ebenfalls: Die Mitten spielen nicht die Hauptrolle, doch das Gesamtbild bleibt angenehm und sehr gut hörbar.

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Nothing Ear (3), Equalizer

Ein großer Pluspunkt ist die Nothing-X-App. Der parametrische EQ ermöglicht es, die Mitten schnell anzuheben, die Bässe etwas zu reduzieren oder das gesamte Klangbild exakt nach eigenem Geschmack abzustimmen. Die Anpassungen reagieren zuverlässig und erlauben eine Feinabstimmung auch für anspruchsvollere Hörer.

Wenn ich es zusammenfassen müsste: Die Ear (3) sind keine Kopfhörer für absolute Studio-Neutralität. Sie bieten einen modernen, dynamischen Sound, der auf Energie und Spaß abzielt. Und wenn Sie einen Klang mögen, der mitreißt und keine Langeweile aufkommen lässt, sind diese Earbuds eine hervorragende Wahl.

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Nothing Ear (a) (REZENSION): Unkonventionelles Design und dennoch ein attraktives Preis-Leistungs-Verhältnis

Akkulaufzeit der Nothing Ear (3): Kein Highlight, keine Enttäuschung — einfach solide

Die Akkulaufzeit der Nothing Ear (3) gehört zu den zuverlässigeren unter den In-Ear-Modellen. Mit aktiviertem ANC schaffen sie etwa 5,5 Stunden — genug für einen normalen Tag unterwegs. Ohne ANC kann die Laufzeit auf bis zu zehn Stunden steigen, was für In-Ear-Kopfhörer ein sehr guter Wert ist. Das Ladecase bringt je nach Modus zusätzlich rund 22 Stunden (mit ANC) bis hin zu etwa 38 Stunden unter idealen Bedingungen ohne ANC.

Nothing Ear (3), Quelle: offizielle Herstellerseite.

Wenn Sie LDAC aktivieren oder ANC dauerhaft eingeschaltet lassen, verkürzt sich die Laufzeit naturgemäß — in der Praxis problemlos auf etwa 3,5 bis 4 Stunden pro Ladung. Glücklicherweise reicht schon ein kurzer Aufenthalt im Case, um den Earbuds schnell genug Energie für die nächste Hörsession zu geben. Insgesamt handelt es sich nicht um einen Marathonläufer, aber um einen zuverlässigen Standard, der Sie im Laufe des Tages nicht im Stich lässt.

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Diese Kopfhörer verwechselt man nicht. Die Nothing Headphone (1) bekommen ein unverwechselbares Design und eine ambitionierte Ausstattung

Bedienung der Nothing Ear (3): Finger, Logik und ein solides EQ

Die Bedienung der Ear (3) ist eine Kombination aus Einfachheit und smarten Anpassungsmöglichkeiten. Die Kopfhörer nutzen Druckgesten — also das Zusammendrücken des Stiels zwischen den Fingern. Einmal drücken pausiert und startet Musik oder nimmt Anrufe entgegen. Doppeldruck springt zum nächsten Track, dreifaches Drücken geht zurück und ein langer Druck wechselt zwischen ANC und Transparenzmodus. In der Nothing-X-App können Sie genau festlegen, welche Geste welche Funktion ausführt.

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Nothing Ear (3), Nothing-X-App.

Die Nothing-X-App ist übersichtlich und flott. Nach dem Verbinden der Ear (3) erhalten Sie direkten Zugriff auf alle wichtigen Optionen: Gestensteuerung, Umschaltung zwischen Geräuschunterdrückung und Transparenz, niedrige Latenz und mehr. Selbstverständlich gibt es auch einen eigenen Equalizer — Sie können Bässe, Mitten oder das gesamte Klangprofil nach Ihrem Geschmack anpassen. Änderungen werden sofort übernommen und sind direkt hörbar.

Es gibt zudem Firmware-Updates, die Möglichkeit, eigene Klangprofile anzulegen oder schnell zwischen ANC-Modi zu wechseln. Alles ist logisch angeordnet und die App wirkt wie eine sorgfältig ausgearbeitete Erweiterung — nicht wie eine lästige Pflicht.

Insgesamt sind die Bedienung und die App eine klare Stärke der Ear (3). Nothing zeigt, dass Druckgesten nicht nur stylisch, sondern auch praktisch sein können — und dass eine App nützlich sein kann, ohne den Nutzer mit unnötigem Chaos zu überfrachten. Sie können die Kopfhörer exakt so einstellen, wie Sie es brauchen, und haben das Gefühl, dass das Gerät für Sie arbeitet — und nicht umgekehrt.

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CMF Headphone Pro sind günstige modulare Kopfhörer mit austauschbaren Ohrpolstern und langer Akkulaufzeit

Vergleichstabelle Nothing Ear (3) vs. Nothing Ear (2)

Parameter/Modell Nothing Ear (3) Nothing Ear (2)
Codecs LDAC, LHDC, AAC, SBC LDAC, LHDC, AAC, SBC
Treiber 12 mm, dynamisch 11,6 mm, dynamisch
Bluetooth 5.4 5.3
Mikrofone 3 pro Ohrhörer 3 pro Ohrhörer
ANC (bis zu 45 dB) (bis zu 45 dB)
Schutzart IP54 IP54 / IP55 
Ladecase Mikrofon: Mikrofon:
Schaltfläche: Schaltfläche:
Akku 55 mAh (Earbuds), 500 mAh (Case) 33 mAh (Earbuds), 485 mAh (Case)
Laufzeit: 38 h (mit Case) / 10 h (Earbuds) Laufzeit: 36 h (mit Case) / 6 h (Earbuds)
Abmessungen 30,5 × 21,5 × 20,75 mm 29,4 × 21,7 × 24,1 mm
Gewicht 5,2 g 4,5 g
Lieferumfang USB-C-Kabel, Ersatzaufsätze, Benutzerhandbuch USB-C-Kabel, Ersatzaufsätze, Benutzerhandbuch
Preis 149,90 Euro* nicht bekannt
*Preis gültig zum 16.11.2025.


Konkurrenz für die Nothing Ear (3)

Im direkten Vergleich sind die Apple AirPods Pro 3 die teurere Wahl, was laut Hersteller und Nutzererfahrungen der breiteren Funktionspalette und der tiefen Integration in das Apple-Ökosystem entspricht. Die offiziellen Spezifikationen nennen eine Laufzeit von bis zu 8 Stunden mit aktiviertem ANC — in dieser Klasse ein überdurchschnittlicher Wert. Die Nothing Ear (3) bieten mit aktiviertem ANC etwa 5,5 Stunden und unter idealen Bedingungen bis zu 38 Stunden mit Case. Wenn es also nur um reine Ausdauer geht, hat Apple einen kleinen Vorsprung.

Die AirPods Pro 3 bringen zudem Funktionen mit, die in dieser Preisklasse selten sind – etwa die Möglichkeit, mithilfe eines integrierten PPG-Sensors die Herzfrequenz zu messen. Laut Tests ist das zwar kein medizinisches Messgerät, funktioniert für alltägliches Aktivitätstracking aber überraschend gut. Die Nothing Ear (3) setzen hingegen auf ein offeneres Ökosystem, LDAC-Unterstützung, detaillierte Klanganpassung und den charakteristischen transparenten Look. Wenn Sie also in der Apple-Welt zuhause sind, schöpfen die AirPods Pro 3 das Maximum aus Ihrem iPhone. Wollen Sie aber mehr Freiheit, ein verspieltes Design und umfangreiche Klangoptionen, sind die Nothing Ear (3) näher an Ihrem Geschmack.

Weitere interessante Vergleichskandidaten sind beispielsweise die Beats Powerbeats Fit. Während die Nothing Ear (3) die Grenzen von Design und „Storytelling des Ladecase“ verschieben — transparente Konstruktion, Metallelemente, LDAC und ANC — verfolgen die Beats einen völlig anderen Ansatz. Die Powerbeats Fit sind von Anfang an als Sportgerät gedacht: stabile Ohrbügel, Schweißresistenz, klassisches ANC, Transparenzmodus und eine Akkulaufzeit, die Training und dynamische Tage locker übersteht. Wenn Sie also Kopfhörer suchen, die selbst beim Sprint bombenfest sitzen, haben die Beats hier einen klaren Vorteil.

Was die alltägliche Nutzung betrifft, bieten die Nothing Ear (3) vor allem breite Anpassungsmöglichkeiten — detaillierter Equalizer, flexibles Setup und ein Design, das garantiert nicht nach Standard aussieht. Die Powerbeats Fit setzen dagegen auf Einfachheit: schnelles Pairing, stabile Verbindung und unkomplizierte Bedienung auf allen Plattformen, egal ob Android oder Apple. Die entscheidende Frage lautet also: Was erwarten Sie von Ihren Kopfhörern? Wenn Sie den Klang wirklich „maßschneidern“ möchten und technische Spielereien lieben, sind die Nothing spannender. Wenn Sie maximale Stabilität wollen und Ihre Kopfhörer einfach funktionieren sollen, sind die Beats die richtige Wahl.

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Nothing bei Alza


Nothing Ear (3) – Fazit

Nothing Ear (3); Rezension, Bewertung

Nothing Ear (3) – Fazit

Kopfhörer

Die Nothing Ear (3) sind Kopfhörer, bei denen man klar sieht, dass man vieles ein Stück weiterentwickeln wollte – und meist ist es gelungen. Die Bauweise wirkt stabil und hochwertig, die Kombination aus transparenten Elementen und Aluminium hat einen eigenständigen Stil. Der Klang ist energisch und lässt sich dank der Nothing-X-App präzise anpassen. Der Tragekomfort ist auch bei längerer Nutzung ausgezeichnet. SuperMic ist eine interessante Idee, die im Lärm hilfreich sein kann, aber es fühlt sich nicht unbedingt natürlich an, sich während eines Anrufs das Case vor den Mund zu halten. Als Experiment hat es jedoch Potenzial und zeigt schön, dass Nothing keine Angst hat, neue Wege zu gehen.

Vorteile

  • Hochwertige Verarbeitung und gelungener transparenter Look.
  • Energischer, moderner Klang.
  • Sehr gute Nothing-X-App mit parametrischem EQ.
  • Effektives ANC.
  • Präzise und komfortable Druckgesten.
  • Spannendes SuperMic-Konzept.

Nachteile

  • SuperMic ist im Alltag oft unpraktisch.
  • Verpackung mit einer Hülle, die man aufreißen muss.
Jan Vavřík

Jan Vavřík

In meiner Freizeit beschäftige ich mich nicht nur mit aktuellen Neuheiten, sondern auch mit nostalgischen Rückblicken in die Welt der Mobiltelefone. Ich bin sowohl mit Apple-Technologie als auch mit dem „grünen Androiden“ vertraut – besonders mit dem aus südkoreanischer Produktion. Außerdem bin ich aktiver Schriftsteller und ein großer Fan von deutschen Boxern, Stephen King, J. R. R. Tolkien, Karel Čapek, Karl May und allem, was mit Griechenland zu tun hat – insbesondere mit der Insel Korfu.

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Nothing Ear (3) sind gelungene Kopfhörer — sie klingen gut, tragen sich bequem und die App gehört zu den sehr soliden, funktionalen Lösungen. Das Design ist zudem angenehm „anders“ und wird dir so schnell nicht langweilig. SuperMic ist eher ein interessantes Experiment als ein täglicher Helfer. Wenn du moderne, spaßig abgestimmte Earbuds mit hochwertiger Verarbeitung suchst, sind diese Kopfhörer eine gute Wahl.

Was wir früher über die Nothing Ear (3) geschrieben haben

Article

• Autor: Ondřej Chabr

True-Wireless-Kopfhörer sind wegen ihrer Kompaktheit und langen Akkulaufzeit sehr beliebt. Nun bringt Nothing die neue Generation seiner besten TWS-Kopfhörer auf den Markt. Die Nothing Ear (3) bieten Funktionen, die wir bisher bei solchen Kopfhörern noch nicht gesehen haben – zum Beispiel ein Walkie-Talkie-Feature. Gleichzeitig setzen sie wieder auf das bekannte, einzigartige Design. Womit wollen sie diesmal überzeugen?

Nothing Ear (3), úvod

Nothing Ear (3) (PREVIEW) – INHALT

  1. Nothing Ear (3) sehen vertraut aus, ein genauer Blick zeigt aber das durchdachtere Case
  2. Was hat es mit dem Super Mic der Nothing Ear (3) auf sich?
  3. Längere Akkulaufzeit und etwas besserer Klang inklusive ANC
  4. Preis und Verfügbarkeit der neuen Nothing Ear (3)

Nothing Ear (3) sehen vertraut aus, ein genauer Blick zeigt aber das durchdachtere Case

Wer die Marke Nothing kennt, wird vom ungewöhnlichen Design der Nothing Ear (3) nicht überrascht sein. Wir sehen erneut die transparente Konstruktion, die das Innenleben sichtbar macht und zudem die Modellbezeichnung im typischen, digital anmutenden Font trägt.

Nothing Ear (3), sluchátka Nothing Ear (3), pouzdro
Nothing Ear (3) in Weiß und Schwarz. Quelle: Nothing

Der Hersteller hat auch dem Ladecase besondere Aufmerksamkeit gewidmet. Auf den ersten Blick wirkt es in mehreren Aspekten überarbeitet. Während der obere, aufklappbare Teil transparent und aus Kunststoff gefertigt ist, besteht der untere Bereich, in dem die Kopfhörer sitzen, aus deutlich robusterem, recyceltem Aluminium. Das Case enthält mehrere Neuerungen, von denen besonders die Talk-Taste, eine Status-LED und ein kreisförmiges Mikrofon herausstechen.

Nothing Ear (3), Mikrofon
So sieht das gedrückte Talk-Taste aus und das Sprechen in das Mikrofon des Cases. Quelle: Nothing

Die Nothing Ear (3) sind in Schwarz und Silber-Weiß erhältlich, wobei sowohl die Kopfhörer als auch das Case in derselben Farbe gehalten sind. Die Schutzart IP54 gilt diesmal sowohl für die Kopfhörer als auch für das Case, das damit leicht schwächer ausfällt als beim Vorgänger mit IP55. Grund dürfte die Integration zusätzlicher Mikrofone sein.

Was hat es mit dem Super Mic der Nothing Ear (3) auf sich?

Die wichtigste Neuerung am Case ist das sogenannte Super Mic – ein System aus zwei Mikrofonen, das dem Nutzer ermöglichen soll, Gespräche mit besserer Sprachaufnahme zu führen. Laut Nothing kann es Umgebungsgeräusche um fast 100 dB reduzieren. Sowohl mit einem Android- als auch einem iPhone-Gerät lässt sich das Super Mic nicht nur für Anrufe, sondern auch für Sprachmemos verwenden – also als Diktiergerät. Die Aktivierung erfolgt über die neue Talk-Taste.

Diese soll so funktionieren, dass ein Drücken einen Anruf mit einem ausgewählten Kontakt startet oder eine Aufnahme beginnt. Ein doppelter Druck soll das Case in einen Modus für längere Gespräche versetzen. Vermutlich lässt sich das Verhalten in der Nothing-X-App konfigurieren. Die Mikrofone im Case funktionieren im Grunde wie jene in einem Smartphone, das heißt ihre Nutzung ist nicht an eine spezielle App gebunden. Sie übertragen den aufgenommenen Ton direkt an das Handy – egal, ob für Gespräche oder Sprachaufnahmen.

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Nothing Ear (a) (REZENSION): Unkonventionelles Design, aber auch ein angenehmes Preis-Leistungs-Verhältnis

An jedem Nothing Ear (3) befinden sich drei Mikrofone. Diese sollen natürlich ein ordentlichen ANC gewährleisten, das offenbar ähnlich leistungsstark ist wie bei der vorherigen Generation Ear (2), also mit einer Geräuschunterdrückung von bis zu 45 dB arbeitet. Neu ist jedoch, dass die Mikrofone Umgebungsgeräusche schneller erkennen können.

Höhere Akkulaufzeit und etwas besserer Klang, inklusive ANC

Eine der Neuerungen bei den Nothing Ear (3) sind 12-mm-Dynamiktreiber für kräftigere Bässe – ein kleiner Fortschritt gegenüber dem Vorgänger. Die Unterstützung der Codecs bleibt bestehen: AAC für Apple sowie SBC, LDAC und LHDC. Räumlicher Klang ist ebenfalls vorhanden. Die Verbindung mit dem Smartphone und anderen Audioquellen übernimmt das moderne Bluetooth 5.4. Einstellungen, einschließlich Equalizer, erfolgen über die App Nothing X.

Nothing Ear (3), design
Die Nothing Ear (3) verleugnen die Handschrift von Nothing nicht. Quelle: Nothing

Fans längerer Nutzung freuen sich über die Akkukapazitäten: 55 mAh pro Ohrhörer und 500 mAh im Ladecase. Ohne aktives ANC schaffen die Nothing Ear (3) bis zu 10 Stunden Wiedergabezeit, mit dem Case kommen etwa 38 Stunden hinzu. Zum Laden steht am Case entweder ein USB-C-Port bereit oder es kann kabellos über Qi aufgeladen werden.

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Preis und Verfügbarkeit der neuen Nothing Ear (3)

Die Nothing Ear (3) kommen am 25. September zu einem Preis ab 179 EUR in den Verkauf, was umgerechnet etwa 4.500 CZK entspricht. Die Preiserhöhung ist jedoch nachvollziehbar. Ein hochwertiges Mikrofon kann jeder schätzen – selbst wenn man zunächst glaubt, dass man eine solche Funktion nicht braucht. Wie bereits erwähnt, eignet es sich nicht nur für Telefonate, sondern auch hervorragend als Diktiergerät.

Nothing Ear (3), Etui
Metall-Case mit Ladeanschluss und Dualmikrofon. Quelle: Nothing

In der Tabelle unten vergleichen wir die neue Generation mit dem Vorgänger Nothing Ear (2).

Parameter/Modell Nothing Ear (3) Nothing Ear (2)
Codecs LDAC, LHDC, AAC, SBC LDAC, LHDC, AAC, SBC
Treiber 12 mm, dynamisch 11,6 mm, dynamisch
Bluetooth 5.4 5.3
Mikrofone 3 pro Ohrhörer 3 pro Ohrhörer
ANC (bis zu 45 dB) (bis zu 45 dB)
Schutzart IP54 IP54 / IP55 
Ladecase Mikrofon: Mikrofon:
Taste: Taste:
Akku 55 mAh (Ohrhörer), 500 mAh (Case) 33 mAh (Ohrhörer), 485 mAh (Case)
Laufzeit: 38 h (mit Case) / 10 h (Ohrhörer) Laufzeit: 36 h (mit Case) / 6 h (Ohrhörer)
Abmessungen 30,5 × 21,5 × 20,75 mm 29,4 × 21,7 × 24,1 mm
Gewicht 5,2 g 4,5 g
Lieferumfang USB-C-Kabel, Ersatz-Eartips, Benutzerhandbuch USB-C-Kabel, Ersatz-Eartips, Benutzerhandbuch
Preis 149,90 Euro* nicht bekannt
*Preis ist geschätzt.

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Ein kleines Upgrade oder eine ordentliche Portion Innovation? Das muss jeder selbst beurteilen. Aus unserer Sicht sind die Neuerungen gelungen und ihr Umfang wie auch ihre Bedeutung machen Sinn. Das elegante Metall-Case und die Neuerung in Form des Mikrofons für bessere Gesprächsqualität und Audioaufnahmen sind willkommene Verbesserungen. Eine bessere Akkulaufzeit ist ebenfalls nicht zu verachten. Als Vorteil darf auch die breite Codec-Unterstützung für verschiedene Geräte nicht unerwähnt bleiben. 

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