• Autor: Jan Vavřík
Retro-Erinnerungen gehören zu meinen Lieblingsbeschäftigungen. Sie versetzen mich zurück in eine Zeit, in der Hersteller noch wirklich nach Innovation strebten, Neuheiten auf den Markt brachten und die Welt der intelligenten Geräte veränderten. Ich habe Ihnen bereits die „S-Serie“ von Samsung, den finnischen Klassiker von Nokia, die mutigen Versuche von LG, BlackBerry und HTC vorgestellt, aber auch die faszinierende Zeit, als sich der schwedische Ericsson und das japanische Unternehmen Sony zusammenschlossen.
Über die Entstehung der Marke Sony und ihre ersten Schritte im Bereich der Mobiltechnologie vor der Fusion mit Ericsson haben wir bereits gesprochen. Heute konzentrieren wir uns jedoch auf die Ära nach der Trennung – also auf die Telefone, die nur noch den Namen Sony trugen und versuchten, ihren Platz in der schnelllebigen Welt der Smartphones wiederzufinden. Erinnern Sie sich noch an diese legendären Modelle, die auch ohne schwedische Hilfe die Herzen der Fans erobert haben? Lassen Sie uns gemeinsam in Erinnerungen schwelgen!
Ich erinnere mich noch daran, als ich das Sony Xperia S zum ersten Mal in der Hand hielt – das Gehäuse aus Kunststoff mit feiner Nanobeschichtung kam mir wie etwas aus der Zukunft vor, auch wenn ich zugeben muss, dass es gegen Wasser ungefähr so widerstandsfähig war wie ein Papierboot. Das Display mit HD-Auflösung und BRAVIA Engine war damals eine Augenweide – so klar und scharf, dass ich es wie eine Konditorei-Vitrine anstarrte.
Die Akkuleistung war mit 1.750 mAh nicht gerade berauschend, aber für die damalige Zeit war sie in Ordnung. Die Fotos waren hervorragend – der 12-Megapixel-Exmor-R-Sensor lieferte angenehme Bilder. Der mechanische Auslöser war ein großartiges Feature, wenn man Fotos mit der Geschwindigkeit von Clint Eastwood aufnehmen wollte. Die Frontkamera war eher eine Notlösung, aber für die damalige Zeit reichte sie aus – zumindest habe ich mich bei Videoanrufen wiedererkannt. Wenn ich daran zurückdenke, war das Xperia S wie meine erste Liebe: schön, intelligent, aber ein bisschen eigensinnig.
Ein Telefon, das nicht nur bei Fans von Sony, sondern auch bei Kinoliebhabern unvergessliche Spuren hinterlassen hat. Als James Bond im Film Skyfall sein Telefon zückt, ist das kein anonymes Gerät – es ist das Xperia T, das damals stolz als „Bond Phone“ bezeichnet wurde.
Sony hat elegantes Design mit praktischen Funktionen kombiniert: ein 4,55-Zoll-HD-Display, einen leistungsstarken Snapdragon S4 Plus Prozessor und eine 13-Megapixel-Kamera, die allein schon eine eigene Action-Szene verdient hätte. Das Xperia T war schlank, schnell und stilvoll – genau so, wie man es von einem Agenten mit Lizenz zum Töten erwarten würde. Und auch wenn es heute zu den Retro-Schätzen zählt, war es damals ein absoluter Hit.
Ich habe mich sehr darauf gefreut. Im Vergleich zu den damaligen Mobiltelefonen, die eher unansehnliche Plastikmonolithen waren, war das "Z" eine Offenbarung wie von einem anderen Planeten. Die Kombination aus gehärtetem Glas und Aluminiumrahmen wirkte sehr luxuriös. Ich erinnere mich noch heute daran, dass ich mich beim Auspacken fühlte, als würde ich ein Schmuckstück auspacken.
Endlich hatte ich ein Handy in der Hand, das weder Wasser noch Staub fürchtete, sodass ich auch bei strömendem Regen stressfrei chatten konnte. Ja, heute klingt das selbstverständlich, aber 2013 war das noch ein echter Luxus. Das 5-Zoll-Display mit Full HD Auflösung war für seine Zeit wunderschön, nur die Blickwinkel des TFT-Panels trübten manchmal den Eindruck, als würde man den Bildschirm aus einem schlechten Winkel betrachten. Der Akku mit einer Kapazität von 2.330 mAh reichte für einen normalen Tag, aber wer gerne spielte, landete abends trotzdem am Ladegerät.
Die 13-Megapixel-Kamera auf der Rückseite mit einem Exmor RS-Sensor machte Aufnahmen, auf die ich stolz wie ein Pfau auf einer Modenschau war. HDR-Videos waren damals der letzte Schrei und machten definitiv Eindruck. Die Frontkamera mit 2 MP war zwar eher für Videotelefonate als für Fotos geeignet, aber das hat mich nicht gestört. Das Xperia Z war elegant und robust zugleich – und trotz kleinerer Mängel war es ein Smartphone, das mir wirklich ans Herz gewachsen ist.
An mein beliebtes Z-Modell knüpfte Sony 2014 mit dem Xperia Z2 an – einem Nachfolger, der die Messlatte noch höher legte. Es verfügte über ein Glasgehäuse, einen Aluminiumrahmen, Wasserdichtigkeit und eine erstklassige 20,7-Megapixel-Kamera. Im Vergleich zum Z1 bot das Z2 ein deutlich besseres IPS-Display, die Möglichkeit, 4K-Videos aufzunehmen, Zeitlupenaufnahmen und einen größeren Akku mit längerer Laufzeit, zu der auch der sparsamere Snapdragon 801-Prozessor beitrug. Heute ist dieses Retro-Stück eine Erinnerung an eine Zeit, in der Design und Technologie Hand in Hand gingen.
Die kühle Haptik von mattem Glas, perfekt gerade Linien und der legendäre Fingerabdrucksensor an der Seite – das war das Xperia Z5. Dieses Modell verfügte über das erste 4K-Display in der Geschichte der Smartphones – ein 5,2-Zoll-Full-HD-IPS-Display mit Triluminos- und X-Reality-Technologie.
Für die Leistung sorgte ein Snapdragon 810 Achtkernprozessor in Kombination mit 3 GB RAM, der interne Speicher betrug 32 GB und konnte mit einer microSD Karte um bis zu 200 GB erweitert werden. Das Telefon verfügte über eine hochmoderne 23-Megapixel-Kamera mit Hybrid-Autofokus und eine 5,1-Megapixel-Frontkamera. Ein Fingerabdrucksensor war elegant in die Seitentaste integriert. Die Akkulaufzeit wurde durch einen 2.900-mAh-Akku mit Qualcomm Quick Charge 2.0-Schnellladefunktion gewährleistet. Das Xperia Z5 war nach IP65/68 zertifiziert, was Schutz vor Spritzwasser und kurzzeitigem Untertauchen garantierte.
Nach einer starken Phase mit den Xperia Z5-Modellen versuchte Sony 2016 mit der neuen Xperia XZ-Reihe wieder durchzustarten. Das Unternehmen stellte eine frische Designsprache namens „Loop Surface“ vor, setzte auf glatte Linien und abgerundete Kanten und behielt seinen Stolz in Form von Wasser- und Staubresistenz bei.
Das Xperia XZ war mit einem 5,2-Zoll-Full-HD-Display, einem Snapdragon-820-Prozessor und 3 GB Arbeitsspeicher ausgestattet, was damals selbst für anspruchsvolle Nutzer eine solide Leistung darstellte. Eine 23-Megapixel-Kamera mit Hybrid-Autofokus und 32 GB interner Speicher mit microSD-Kartenunterstützung waren ebenfalls vorhanden. Das XZ lag solide und hochwertig in der Hand – genau so, wie wir es von Sony erwartet hatten. Dennoch war schon damals zu spüren, dass Sony, obwohl nach wie vor elegant und technologisch stark, in der Masse der Konkurrenten etwas zu verblassen begann.
Im Jahr 2018 brachte Sony das Modell Xperia XZ2 auf den Markt – mit einer abgerundeten Rückseite, einem Seitenverhältnis von 18:9 und einem HDR-Display versuchte es, mit den Trends Schritt zu halten, die inzwischen schon längst überholt waren. Das neue Modell bot ein 5,7" Full HD+ Display, einen Snapdragon-845-Prozessor und 4 GB RAM, also eine solide Ausstattung, die dem damaligen Spitzenstandard entsprach. Der interne Speicher hatte eine Kapazität von 64 GB und natürlich fehlte auch die Unterstützung für microSD Karten nicht.
Das Xperia XZ2 war robust, anders und vielleicht sogar zu anders, um seine treue Fangemeinde ohne Fragezeichen zu halten. Obwohl das Telefon technologisch nicht hinterherhinkte, war klar, dass Sony statt eines Sprints lieber einen Marathon mit schwerem Rucksack auf dem Rücken laufen wollte. Als Nutzer hatte ich das Gefühl, ein Spitzengerät in der Hand zu halten – aber die Welt um mich herum begann irgendwie in eine andere Richtung zu blicken. Es war ein trauriger Moment, als ich mir eingestehen musste: Sony hat Herz, aber es kann mit dem Tempo des Marktes nicht mehr mithalten.
Im Jahr 2019 versuchte Sony einen großen Neustart und stellte das Modell Xperia 1 vor. Das weltweit erste Smartphone mit 4K OLED Display und einem Seitenverhältnis von 21:9 war ein mutiger Schritt, der alle Merkmale technischer Genialität aufwies. Die von der Alpha-Serie inspirierte Dreifachkamera und die Cinema Pro Film-Modi versprachen ein Erlebnis wie in Hollywood. Das Xperia 1 war großartig, nur dass die Welt damals schon nach anderen Geräten Ausschau hielt.
Im Jahr 2020 kam das Xperia 1 II auf den Markt. Es bot 5G, eine bessere Akkulaufzeit, noch ausgefeiltere Foto- und Videofunktionen und behielt dabei seine Eleganz. Für Technikbegeisterte war es eine kleine Ode an die Freude – ein schneller Snapdragon 865, kabelloses Laden und ein perfektes Display. Doch während die Fans von Sony leise applaudierten, wandte sich der Markt still und leise einer anderen Marke zu. Die Mobilfunksparte blieb ein Verlustgeschäft und überlebte vor allem dank der Geduld der Muttergesellschaft, die sich offenbar gesagt hatte, dass jeder echte Samurai es verdient, bis zum letzten Atemzug zu kämpfen.
Das Jahr 2021 brachte das Modell Xperia 5 III. Es war kleiner, schneller und mit einem einzigartigen variablen Teleobjektiv ausgestattet. In diesem Jahr begann ich zu glauben, dass das Unternehmen den Massenmarkt aufgegeben hatte und sich auf diejenigen konzentrierte, die wissen, was sie wollen – auch wenn es nicht mehr so viele „Kenner“ gab wie früher.
Im Jahr 2022 brachte Sony sein Xperia 1 IV mit kontinuierlichem optischem Zoom direkt im Handy auf den Markt. Die Leistung des Spitzenmodells Snapdragon 8 Gen 1, 12 GB RAM und eine verbesserte Kühlung zeigten, dass Sony es immer noch ernst meint. Aber die Welt war schon weiter. Sony wurde zu einem stillen Akteur in der Ecke – unauffällig, aber würdevoll. Es war ein etwas trauriger Anblick: Ein Unternehmen, das einst Trends gesetzt hatte, machte jetzt alles richtig, nur irgendwie ... zu spät.
Und schließlich das Jahr 2023 und das Xperia 5 V. Der neue Exmor T-Sensor sorgte für hervorragende Nachtaufnahmen, die Akkulaufzeit war vorbildlich und der Snapdragon 8 Gen 2 lief wie ein Uhrwerk. Sony hat fast alles verbessert, aber nicht mehr mit massivem Beifall gerechnet. Die Handys waren nun stille Schmuckstücke – wunderschön, präzise, aber nur für diejenigen gedacht, die wissen, wo sie zu finden sind. Ein bisschen wie eine versteckte Bar in einer abgelegenen Gasse: Wer sie findet, vergisst sie nie.
Sony hat sich unauslöschlich in die Geschichte der Smartphones – eingeschrieben – von den ersten wasserdichten Modellen bis hin zu 4K-OLED-Displays und Handys, die auf Spitzenfotografie ausgerichtet sind. Obwohl es nie an Innovationen mangelte, hat das Tempo des Marktes Sony nach und nach an den Rand gedrängt.
Heute richtet sich das Unternehmen an einen kleinen Kreis anspruchsvoller Kunden, die einen unverwechselbaren Stil, eine außergewöhnliche Bildqualität und eine erstklassige Verarbeitung suchen. Die Mobilsparte ist klein, aber profitabel und setzt statt auf Massenerfolg auf Präzision und Individualität.
Eine große Rückkehr unter die Giganten ist unwahrscheinlich, aber Sony zeigt, dass man auch im Stillen technologische Juwelen schaffen kann. Und wer weiß – vielleicht überrascht uns das Unternehmen noch mit etwas.
i
Das könnte Sie interessieren
Sony hat uns gelehrt, dass ein Telefon schön, robust und intelligent zugleich sein kann. Heute kämpft das Xperia zwar eher um die Herzen orthodoxer Fans als um Marktanteile, aber es hat immer noch Stil. Es war eine Reise voller Innovationen, Stolz und ein paar Tränen über verpasste Chancen. Und wer weiß – vielleicht wird der alte Samurai noch einmal zum Schwert greifen. Ich würde es mir sehr wünschen.