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Amazfit Balance Ultra (VORSTELLUNG): Konkurrenz für Garmin?

Artikel

• Autor: Abram Svoboda

Amazfit verlagert seine Balance-Reihe deutlich stärker in den Sportbereich und hat neben der diesjährigen Balance 3 eine neue Premium-Version vorgestellt – Amazfit Balance Ultra. Eine Smartwatch, die ganz offen in das Revier von Garmin und der Apple Watch Ultra vordringt und mit der Amazfit zum ersten Mal wirklich auf Premium setzt. Wird es dem Unternehmen gelingen, endlich im Sportsegment Fuß zu fassen, oder bleibt es nur bei einem sympathischen Versuch?

Amazfit Balance Ultra, Preview

Amazfit Balance Ultra (PREVIEW) – INHALT

  1. Titan, Saphirglas und die solide Konstruktion der Balance Ultra Smartwatch
  2. Das Display der Amazfit Balance Ultra und eine Akkulaufzeit von 30 Tagen
  3. GPS, Navigation und Offline-Karten: Ein Reisehelfer am Handgelenk
  4. HYROX-Integration und über 180 Sportmodi
  5. Preis, Verfügbarkeit und für wen sich die Amazfit Balance Ultra lohnt

Bislang war Amazfit keine Marke, die sich als direkter Konkurrent von Garmin profiliert hätte. Die Balance-Serie konzentrierte sich vor allem auf Wellness und das tägliche Gesundheits-Tracking. Mit der neuen Balance Ultra Smartwatch greift Amazfit jedoch offenbar nach einem Teil des Marktes, der bisher Garmin gehörte – nach ambitionierten Sportlern, Triathleten und Menschen, denen GPS-Genauigkeit und lange Akkulaufzeit wichtig sind. Der Preis von 599 US-Dollar (ca. 520 Euro) spiegelt dies wider. Schauen wir uns einmal an, was die Ultra-Smartwatch zu bieten hat und ob sie eine Chance hat.

Amazfit Balance Ultra, Preview
Amazfit Balance Ultra – Gehäuse aus Titan mit Saphirglas auf dem Display.

Titan, Saphirglas und die solide Konstruktion der Balance Ultra Smartwatch

Die Amazfit Balance Ultra ist die erste intelligente Uhr dieser Serie mit einem Gehäuse aus Titan. Das Gehäuse misst 51,8 × 51,8 × 13,5 mm, es handelt sich also nicht um ein zierliches Modell – vielmehr um eine echte Sportuhr für ein Handgelenk, das daran gewöhnt ist, etwas zu tragen. Das Display wird durch Saphirglas geschützt, das in der Praxis praktisch kratzfest und widerstandsfähig gegen normale Abnutzung ist.

Die Wasserdichtigkeit liegt bei 10 ATM, was eine Stufe höher ist als bei herkömmlichen Fitnessarmbändern (typischerweise 5 ATM) und für normales Schwimmen, Schnorcheln sowie kleinere Tauchaktivitäten ausreicht. Amazfit gibt für die Ultra-Smartwatch außerdem eine Zertifizierung nach Militärstandard (military-grade) hinsichtlich der Widerstandsfähigkeit gegen Stöße, Feuchtigkeit und Temperaturschocks an. Im Lieferumfang sind zudem zwei Armbänder enthalten – ein „klassisches“ Silikonarmband und ein Sport-/Textilarmband für das Training.

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Optisch knüpft die Ultra an die Balance 3 an, ist jedoch robuster gestaltet. Für alle, die bisher eine kleinere Smartwatch getragen haben (zum Beispiel die klassische Apple Watch oder die Galaxy Watch), wird dies eine deutliche Veränderung am Handgelenk bedeuten. Für diejenigen, die bereits eine Garmin Fenix oder eine Apple Watch Ultra tragen, wird es sich vertraut anfühlen.

Das Display der Amazfit Balance Ultra und eine Akkulaufzeit von 30 Tagen

Hier liegt einer der Hauptgründe, warum es die Balance Ultra gibt. Das Display ist ein 1,5-Zoll-AMOLED-Display mit einer Auflösung von etwa 480 × 480 px und einer Spitzenhelligkeit von bis zu 3.000 Nit. Das ist wirklich viel – zum Vergleich: Die Apple Watch Ultra 3 hat 3.000 Nits, die Galaxy Watch 8 Classic ebenfalls 3.000 Nits, sodass sich die Amazfit nun in puncto Lesbarkeit bei Sonneneinstrahlung in die absolute Spitzenklasse einreiht. Trailrunning zur Mittagszeit oder ein Radrennen mitten im Sommer? Kein Problem.

Amazfit Balance Ultra, Display, Akku
1,5-Zoll-AMOLED-Display mit 3.000 Nits – eines der hellsten Displays bei Smartwatches.

Die zweite Hauptstärke: der Akku. Der Hersteller gibt für den 780-mAh-Akku eine Laufzeit von 30 Tagen im Normalbetrieb, 10 Tagen bei aktiviertem Always-On-Display und 50 Stunden GPS-Tracking an. Zum Vergleich: Die Balance 2 schaffte 14 Tage, die Balance 3 kommt auf 21 Tage, sodass die Ultra im Vergleich zu ihrem direkten Schwestermodell etwa 43 % mehr Leistung bietet. Die Apple Watch Ultra 3 bietet ~3 Tage, die Garmin Fenix 8 etwa 16 Tage, sodass Amazfit hier realistisch gesehen die Führungsposition im Segment der Premium-Sportuhren einnimmt.

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Wie immer bei solchen Marketingangaben – rechnen Sie damit, dass die Akkulaufzeit in der Praxis etwas kürzer ausfällt. Wenn Sie das GPS täglich intensiv nutzen, hält die Smartwatch wahrscheinlich eher 7–10 Tage statt der angegebenen 30. Das ist aber immer noch ziemlich beeindruckend, wenn man bedenkt, was die Ultra alles kann.

GPS, Navigation und Offline-Karten: Ein Reisehelfer am Handgelenk

Die Balance Ultra Smartwatch verfügt über Dual-Band-GPS mit 6-Satelliten-Ortung (GPS, GLONASS, Galileo, BeiDou, QZSS, NavIC). Das ist Standard bei Top-Sportuhren und bedeutet in der Praxis eine schnelle GPS-Ortung (in der Regel unter 10 Sekunden) sowie präzise Routenverfolgung auch im Wald oder in städtischen Gebieten mit hohen Gebäuden.

Ein weiterer nützlicher Aspekt: 64 GB integrierter Speicher mit Unterstützung für Offline-Karten. Sie können Karten der Region, in die Sie reisen, herunterladen und sich damit orientieren, ohne dass ein Smartphone verbunden sein muss. Für Bergwanderungen, Radtouren oder Trailrunning in unbekanntem Gelände ist dies eine praktische Funktion, die Sie bei weniger hochwertigen Amazfit-Uhren nicht erhalten.

Amazfit Balance Ultra, GPS und Karten
Dualband-GPS mit Unterstützung für Offline-Karten direkt in der Smartwatch.

Die Routenführung funktioniert mit einer vorab hochgeladenen GPX-Route (in der Regel von Strava, Komoot oder Garmin Connect). Die Balance Ultra führt Sie Schritt für Schritt und warnt Sie, wenn Sie von der Route abweichen. Nein, sie ist kein vollwertiger Ersatz für eine intelligente Uhr wie die Garmin Fenix mit topografischen Karten, aber für die praktische Navigation beim Wandern reicht sie aus.

HYROX-Integration und über 180 Sportmodi

Hier hat Amazfit etwas Einzigartiges auf die Beine gestellt: Das Unternehmen wurde zum offiziellen Wearable-Partner von HYROX, einem beliebten Fitness-Wettkampf, der Laufen mit funktionellen Trainingsstationen kombiniert. In der Balance Ultra Smartwatch finden Sie integrierte HYROX-Trainingspläne, Wettkampfsimulationen, den sogenannten HYROX Virtual Pacer und eine Leistungsüberwachung am Wettkampftag. Wenn Sie an einem HYROX-Wettkampf teilnehmen (oder dies in Erwägung ziehen), ist dies die erste Smartwatch, die sich wirklich damit auskennt.

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Neben HYROX unterstützt die Balance Ultra-Smartwatch mehr als 180 Sportmodi und 25 automatisch erkannte Fitnessstudio-Übungen. Neben den Klassikern (Laufen, Radfahren, Schwimmen, Fitnessstudio) finden Sie auch spezielle Modi für Rudern, Klettern, Skifahren, SUP und Dutzende weiterer Aktivitäten. Herzfrequenzmessung, SpO2, Schlaf- und Stressüberwachung sind selbstverständlich. Amazfit setzt auch die Zepp Coach-Funktion fort – einen KI-Trainingsassistenten, der Ihre Daten analysiert und Ihnen weitere Trainingseinheiten entsprechend Ihrem Ziel vorschlägt.

Wenn ich jedoch etwas zu bemängeln hätte: Die Software sollte identisch mit der der Balance 3 sein. Amazfit fügt beim Ultra keine exklusiven KI-Funktionen hinzu, sondern lediglich bessere Hardware. Für manche ist das in Ordnung – man kauft die Ultra wegen des Akkus, des Displays und des HYROX, für andere könnte es ein Grund sein, Geld zu sparen und sich die günstigere Balance 3 zuzulegen.

Preis, Verfügbarkeit und für wen sich die Amazfit Balance Ultra lohnt

Die Amazfit Balance Ultra wurde am 2. Juni 2026 vorgestellt und kostet in den USA 599 Dollar, in Großbritannien 599,90 £. Der Preis bei uns liegt auf Basis der üblichen europäischen Marge bei etwa 520 Euro, der endgültige Preis wird sich jedoch erst mit dem Verkaufsstart bei Alza bestätigen. Die Smartwatch soll in zwei Farbvarianten erhältlich sein – Schwarz und Silber (Titan) –, im Lieferumfang sind standardmäßig zwei Armbänder enthalten.

Für wen ist sie geeignet? Für ernsthafte Sportler und Outdoor-Begeisterte, die GPS-Genauigkeit, lange Akkulaufzeit und eine robuste Bauweise wünschen, aber keine vollwertigen Smartwatch-Funktionen wie Bezahlfunktionen oder Apps von Drittanbietern benötigen. Für wen ist die intelligente Uhr eher nicht geeignet? Für normale Nutzer, die lediglich einen Schrittzähler und Benachrichtigungen wünschen – dafür reichen die Modelle Balance 3 oder Amazfit Active 3 aus.

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Die wichtigsten Konkurrenten in dieser Preisklasse: Garmin Fenix 8 (ca. 910 Euro, hochwertiger, bessere Sport-Software), Garmin Forerunner 970 (~700 Euro, ähnlich sportlich, aber weniger robust), Coros Vertix 2S (~660 Euro, ähnliches Profil, bei uns weniger bekannt). Die Amazfit Balance Ultra ist somit eine preislich attraktive Alternative – wenn Ihnen das Amazfit-Ökosystem und die HYROX-Funktionen ausreichen, erhalten Sie ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Zusammenfassung: Die Amazfit Balance Ultra Smartwatch ist der erste wirklich ernsthafte Vorstoß der Marke in das Premium-Sportsegment. Titangehäuse, 3.000 Nits, 30 Tage Akkulaufzeit, Dual-Band-GPS und HYROX-Integration – das sind starke Argumente. Die Schwachstelle? Die Software ist identisch mit der der Balance 3, und die Marke genießt in der Sportszene bislang noch nicht das gleiche Ansehen wie Garmin. Wenn Sie jedoch nach einer leistungsstarken Sportuhr suchen, die günstiger ist als die Apple Watch Ultra oder die Garmin Fenix, dann ist die Balance Ultra Smartwatch auf jeden Fall eine Überlegung wert.

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