Der Elektromotor ist der gebräuchlichste Antrieb im RC-Modellbau. Er ist nahezu wartungsfrei und arbeitet leise. Elektromotoren werden in Gleichstrom (normalerweise mit einer Geschwindigkeit von 10 bis 30 km / h) und Wechselstrommotoren unterteilt. Letzterer wird auch als Brushlessmotor bezeichnet und erzielt Geschwindigkeiten von bis zu 50 km / h und mehr. Wechselstrommotoren haben einen geringeren Stromverbrauch, so dass eine Akkuladung länger hält als bei DC-Motoren mit gleich großer Batterie.
Die Kapazität von Batterien wird in Amperestunden (Ah) oder in Wattstunden (Wh) angegeben. Die meisten Akkus bewegen sich im Bereich zwischen 300 und 600 Wh. Die Ladedauer von herkömmlichen Batterien liegt unter 6 Stunden. Die Lebensdauer variiert zwischen 18.000 und 30.000 km, mehr als 1000 Ladevorgänge sind keine Seltenheit. Bei normalen Gebrauch hält die Batterie drei bis vier Jahre. Die spezifischen Werte hängen erheblich vom Hersteller ab.
Die am häufigsten verwendeten Speicher für Elektroräder sind Li-Ion- und Li-Pol-Batterien. Bei beiden Arten gibt es keinen Memory-Effekt (die Batterie muss vor dem Aufladen nicht komplett leer sein). Allerdings nimmt die Leistungsfähigkeit mit zunehmenden Alter ab.
Schaltet man den Offroad-Modus ein, erzeugt der Elektromotor ein Vielfaches der angegebenen Leistung. Er hilft schwieriges Gelände und steile Anstiege zu bewältigen. Die meisten Räder dürfen nicht auf öffentlichen Straßen gefahren werden, weil das Elektro-Bike nach dem Einschalten des Modus nicht mehr den Vorschriften, die die Leistung begrenzen, entspricht. Zudem verkürzt der Modus die Lebensdauer der Batterie, bei häufigem Einsatz reduziert sich die Reichweite gar um 90%.