Gefällt Ihnen die Leistung der GeForce RTX 5070 Grafikkarten und möchten Sie eine in Ihren Gaming-PC einbauen, wissen aber nicht, welches Modell die beste Wahl ist? Dann sind Sie hier genau richtig. Heute werfen wir bei Alza einen Blick auf genau diese Grafikkarten und vergleichen sie gründlich miteinander. Sie erfahren, welche davon die leistungsstärkste, leiseste, günstigste ist oder die beste Ausstattung bietet. Außerdem geben wir Ihnen nützliche Tipps, die Ihnen bei der Auswahl einer GeForce RTX 5070 Grafikkarte helfen werden, und versuchen selbstverständlich, die besten Modelle für Sie auszuwählen. Zunächst stellen wir jedoch die GeForce RTX 5070 Grafikkarten von NVIDIA vor, erklären, für welche PC-Spieler sie gedacht sind, und weisen Sie abschließend auf alle ihre Vorteile sowie Nachteile hin.
Autor: Pavel Šantrůček • Artikel
Die GeForce RTX 5070 Grafikkarten sind die Nachfolger der GeForce RTX 4070 SUPER Modelle der vorherigen Ada Lovelace Generation von NVIDIA. Sie basieren auf dem neuesten Grafikchip der Blackwell-Generation GB205 (GB205-300-A1) mit einem deaktivierten TPC-Block (Texture/Processor Cluster), an den über einen 192-Bit-Bus GDDR7-Grafikspeichermodule mit einer Kapazität von 12 GB angebunden sind.
| Chip-Hersteller | NVIDIA | Chip-Bezeichnung | GB205 |
| Chip-Variante | GB205-300-A1 | Architektur | BLACKWELL |
| Stream-Prozessoren |
6144
|
TMUs | 192 |
| Raytracing-Kerne | 48 | Tensor-Kerne | 192 |
| ROPs | 64 | TDP | 250 W |
| VRAM-Bus | 192 Bit | VRAM | GDDR7 |
| Chipfläche | 263 mm2 | Anzahl der Transistoren | 31,1 Mio. |
| Fertigungsprozess | 4nm (TSMC) | Interface | PCIe 5.0 x16 |
Diese Karten unterstützen vollständig die neuesten Grafik-APIs Vulkan und DirectX 12 Ultimate sowie die proprietäre DLSS-Technologie (Deep Learning Super Sampling), einschließlich der neuesten Version DLSS 4 mit Unterstützung für MFG (Multi-Frame Generation). Mit ihrer Leistung sind die GeForce RTX 5070 Grafikkarten für den High-Performance-Bereich konzipiert und nehmen dort die mittleren bis unteren Ränge der Leistungsskala ein.
Um zu verstehen, für wen die GeForce RTX 5070 Grafikkarten in erster Linie bestimmt sind, müssen wir zunächst ihre Leistung in Computerspielen bei unterschiedlichen Auflösungen betrachten.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetischer Mittelwert der gemessenen Bildraten aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Andere Computerspiele werden nicht in die Gesamtleistung einbezogen und dienen nur zu Informationszwecken.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetischer Mittelwert der gemessenen 1% Low-Werte aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Andere Computerspiele werden nicht in die Gesamtleistung der Grafikkarten einbezogen und dienen nur zu Informationszwecken.
Welche Leistung die Grafikkarten in den einzelnen Spielen unserer Testmethodik erbringen, wie die Spiele in den Tests konfiguriert wurden und wie die Messungen durchgeführt wurden, können Sie durch Klicken auf das Bild des jeweiligen Computerspiels einsehen.
Wie Sie dem Diagramm entnehmen können, sind die GeForce RTX 5070 Grafikkarten von NVIDIA leistungstechnisch vor allem für anspruchsvolle Gelegenheitsspieler konzipiert, die hauptsächlich in der Auflösung 2.560 x 1.440p (WQHD) inklusive Raytracing spielen. In einigen gut optimierten Spieletiteln können Sie sich mit diesen Karten sogar an noch höhere Auflösungen wagen.
Bevor wir zur Bewertung der einzelnen GeForce RTX 5070 Grafikkarten kommen, sollten wir auch etwas über die verschiedenen Editionen sagen. Diese Karten sind nämlich bei nahezu allen Herstellern in mehreren Serien (Editionen) erhältlich, die sich in Qualität, Verarbeitung, Ausstattung und natürlich auch im Anschaffungspreis unterscheiden. Im Allgemeinen lassen sich die Editionen aller Grafikkarten in drei Grundgruppen einteilen:
Grafikkarten dieser Edition zeichnen sich vor allem durch ein sehr gut konstruiertes und leistungsstarkes Kühlsystem aus, das in der Regel hinsichtlich der Kühlleistung für den jeweiligen Grafikchip überdimensioniert ist. Dies wirkt sich positiv sowohl auf die Leistung aus – der Hersteller kann eine höhere Boost-Frequenz oder ein höheres TDP einstellen – als auch auf die Betriebseigenschaften, insbesondere niedrigere Temperaturen von Grafikchip und Speicher, geringere Lüfterdrehzahlen und somit insgesamt eine niedrigere Geräuschentwicklung der Karte. Modelle der Top-Edition bieten in der Regel auch eine umfangreichere Ausstattung, wie zum Beispiel Unterstützung für Dual BIOS, auffällige und einstellbare RGB-LED-Beleuchtung, mehr Display-Ausgänge und Ähnliches. Nachteilig ist der höhere Anschaffungspreis dieser Karten.
Die Grafikkarten aus der höchsten Top Edition sind somit vor allem für diejenigen geeignet, die ihre Grafikkarte nicht selbst einstellen möchten oder können und die das beste Ausstattungspaket verlangen. Sie möchten sich um nichts kümmern, kaufen die Karte, bauen sie ein und spielen. Für hohe Leistung und gute Betriebseigenschaften sorgt die Grafikkarte dann ganz von selbst.
Grafikkarten der Mittelklasse verfügen in der Regel ebenfalls über ein gut konstruiertes Kühlsystem, das genau für die Kühlungsbedürfnisse des jeweiligen Grafikchips dimensioniert ist oder nur über eine kleine Reserve verfügt. Die Leistung und Betriebseigenschaften dieser Karten sind daher meist nur geringfügig schlechter als bei den luxuriösen Top-Modellen, jedoch für den normalen Anwender immer noch sehr gut. Die Ausstattung der Mittelklasse-Grafikkarten ist verständlicherweise etwas spärlicher, allerdings meist nur in weniger wichtigen Aspekten, wie etwa weniger auffällige oder nicht einstellbare RGB-LED-Beleuchtung oder das Fehlen von Dual BIOS usw. Semi-passive Kühlung ist in dieser Klasse praktisch Standard. Was den Karten der Mittelklasse im Vergleich zu den Top-Modellen fehlt, wird wiederum durch den günstigeren Preis ausgeglichen – so kommen Sie zu einer ordentlichen Grafikkarte für vernünftiges Geld.
Grafikkarten der Mittelklasse sind somit praktisch für jeden geeignet. Für relativ vernünftiges Geld erhalten Sie eine gute Grafikkarte, die Sie darüber hinaus (das ist aber keine Voraussetzung) nach Ihren Vorstellungen feinabstimmen können, sodass ihre Leistung und Betriebseigenschaften sehr nah an die Top-Editionen heranreichen. Es braucht lediglich etwas Erfahrung mit Techniken wie Übertaktung (OC), Undervolting (UV) oder der Einstellung einer eigenen Lüfterkurve. Falls Sie sich das nicht selbst zutrauen, ist das nicht schlimm – auch so bleibt Ihnen eine sehr ordentlich eingestellte Grafikkarte.
Economy-Grafikkarten werden in erster Linie mit Blick auf möglichst niedrige Produktionskosten und damit einen möglichst günstigen Anschaffungspreis gefertigt. Es kommt daher häufig vor, dass die Kühlsysteme technisch und konstruktiv sehr einfach sind und die geringere Kühlleistung vom Hersteller durch höhere Lüfterdrehzahlen, eine geringere Boost-Frequenz oder ein niedrigeres TDP der Karte kompensiert wird (weniger Abwärme und damit geringerer Kühlbedarf). Auch die Ausstattung ist bei diesen Grafikkarten meist sehr spartanisch, und Sie müssen sich mit dem Nötigsten begnügen, wobei es natürlich auch Ausnahmen gibt. Vorteilhaft ist hier vor allem der günstige Anschaffungspreis.
Die GeForce RTX 5070 Grafikkarten der Economy-Klasse sind also besonders für diejenigen geeignet, die nur ein begrenztes Budget zur Verfügung haben. Sie sparen zwar Geld, müssen sich aber mit etwas geringerer Spieleleistung und schlechteren Betriebseigenschaften wie etwa einer höheren Geräuschentwicklung abfinden. Diese höhere Lautstärke kann beim Spielen aber beispielsweise durch ein Gaming-Headset ausgeblendet werden. Auch bei diesen Grafikkarten gilt: Wer sich auskennt, kann sowohl Leistung als auch Betriebseigenschaften durch Übertaktung, Undervolting oder das Anpassen der Lüfterkurve deutlich verbessern.
Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung der luftgekühlten Grafikkarten der bekanntesten Hersteller in die einzelnen Gruppen:
| NAMEN UND EINORDNUNG DER GRAFIKKARTEN-EDITIONEN NACH HERSTELLERN | |||
|---|---|---|---|
| Hersteller/Edition | Top | Middle | Economy |
| ASUS | ROG STRIX, ASTRAL | TUF | DUAL, PHOENIX, TURBO |
| ASRock | TAICHI | PHANTOM | CHALLENGER |
| GAINWARD | PHANTOM | PHOENIX, PANTHER | GHOST, PEGASUS |
| GIGABYTE | AORUS | GAMING, VISION | WINDFORCE, TURBO, EAGLE |
| INNO3D | iCHILL | TWIN | |
| MSI | SUPRIM, VANGUARD | GAMING, TRIO, EXPERT | VENTUS, ARMOR, AERO |
| SAPPHIRE | NITRO, TOXIC | PULSE, PURE | |
| PALiT | GameRock | GamingPro | JetStream, Infinity |
| XFX | MERC | QICK | SWFT |
Jede Edition der Grafikkarten richtet sich an ein etwas anderes Publikum, daher ist nicht jede Edition zwangsläufig für Sie die passende Wahl. Wenn Sie beispielsweise nur ein begrenztes Budget für den Kauf einer Grafikkarte haben, werden Sie sicherlich keine Karte aus einer teureren Top-Edition auswählen. Im Gegenteil: Wenn Geld für Sie keine Rolle spielt und Sie nur das Beste für Ihren PC möchten, sollten Sie Ihre neue Grafikkarte ausschließlich aus diesen Spitzeneditionen auswählen.
Um die GeForce RTX 5070 Grafikkarten sinnvoll miteinander vergleichen und letztlich die absolut beste auswählen zu können, müssen wir bestimmte Bewertungskriterien festlegen. Und welche sind das?
Das wichtigste Bewertungskriterium einer Grafikkarte sollte selbstverständlich ihre Leistung in Spielen sein. Wenn jedoch die Leistung von Grafikkarten desselben Typs – in unserem Fall die Leistung der GeForce RTX 5070 – verglichen wird, sind die Unterschiede tatsächlich minimal. Daher rücken eher andere Bewertungskriterien wie Betriebseigenschaften, Ausstattung, Anschaffungspreis usw. in den Vordergrund.
Von den Betriebseigenschaften ist vermutlich die Geräuschentwicklung der Grafikkarte der wichtigste Bewertungsparameter. Wenn Sie leise Computer bevorzugen, werden Sie beim Kauf einer Grafikkarte vor allem auf einen niedrigen Geräuschpegel achten. Die Temperaturen des Grafikchips und des Speichers sind hingegen, solange sie keinen kritischen Grenzwert überschreiten – bei dessen Überschreitung die Grafikkarte zum Selbstschutz ihre Leistung drosselt –, nicht so entscheidend. Temperaturen sollten insbesondere diejenigen beachten, die ein schlecht belüftetes PC-Gehäuse haben und daher Gefahr laufen, an kritische Temperaturwerte zu stoßen.
Tests der Kühleffizienz zeigen, wie gut (oder schlecht) das Kühlsystem jeder Grafikkarte den Grafikchip und den Speicher bei festgelegtem (referenz-) Verbrauchs- und Geräuschlimit von 40 dBA kühlt. Je niedriger die Temperaturen von Grafikchip und Speicher unter diesen einheitlichen Bedingungen sind, desto besser und effizienter ist das Kühlsystem.
Zur Ausstattung einer modernen Grafikkarte sollte vor allem die Unterstützung von semi-passiver Kühlung, LED-Beleuchtung und bei besseren Editionen eventuell auch Dual BIOS oder eine größere Zahl an Display-Ausgängen gehören. Je umfangreicher die Ausstattung einer Grafikkarte, desto besser. Vergessen Sie jedoch nicht, dass Sie nicht immer alle Ausstattungsmerkmale tatsächlich benötigen und möglicherweise unnötig für Features zahlen, die Ihnen keinerlei Nutzen bringen. Wenn Sie z. B. ein geschlossenes PC-Gehäuse besitzen, ist eine LED-Beleuchtung an der Grafikkarte eigentlich überflüssig.
Nicht jeder verfügt über ein großes PC-Gehäuse mit ausreichend leistungsfähigem Netzteil (PSU). Daher sind die Abmessungen der Grafikkarte und ihr Stromverbrauch durchaus entscheidende Kriterien bei der Auswahl. Aktuelle Grafikkarten können mehr als 300 mm lang sein. Wenn eine solche Karte nicht ins Gehäuse passt, müssen Sie eventuell ein neues, größeres Gehäuse kaufen und alle Komponenten „umziehen“. Dasselbe gilt für das Netzteil: Wenn die Grafikkarte höhere Anforderungen an das PSU stellt, als Ihr aktuelles Netzteil liefern kann, ist die Anschaffung eines neuen, leistungsfähigeren Netzteils notwendig.
Wenn Sie beim Kauf einer Grafikkarte ein begrenztes Budget haben, ist der Anschaffungspreis natürlich das ausschlaggebende Kriterium. Haben Sie hingegen keine Budgetgrenzen, umso besser für Sie, denn dann steht Ihnen eine viel größere Auswahl an Grafikkarten zur Verfügung.
Leistungs- und Betriebseigenschaftstests der Grafikkarten werden mit dem Tool 3DMark Steel Nomad Stress Test in einem offenen PC-Gehäuse bei einer Raumtemperatur von 24 °C durchgeführt. Dieser Test besteht aus insgesamt 20 Durchläufen einer einminütigen Szene von Steel Nomad und dauert somit rund 20 Minuten, in denen die Grafikkarte mit voller Leistung arbeitet und sich so auf ihre normale Betriebstemperatur erwärmt. Erst nach Erreichen der Arbeitstemperatur der Grafikkarte, meist im letzten Durchlauf, werden ihre Betriebseigenschaften gemessen. Die Leistung, die direkt proportional zur Chipfrequenz ist, wird als Durchschnittswert der Frequenz aus den letzten drei Durchläufen des Tests berechnet.
In die Gesamtbewertung jeder Grafikkarte fließen alle diese Kriterien ein – mit Ausnahme des Anschaffungspreises, der sich im Zeitverlauf sehr schnell ändert und die Ergebnisse laufend beeinflussen würde. Die Grafikkarte, die alle Kriterien am besten erfüllt, erhält auch die höchste Bewertung und wird damit zur besten GeForce RTX 5070 Grafikkarte.
Und welche GeForce RTX 5070 Grafikkarten haben wir bei Alza und GPUreport getestet? Aus welchen werden wir also die beste auswählen?
Falls Ihnen die Liste der von uns getesteten GeForce RTX 5070 Grafikkarten etwas kurz erscheint, können Sie sicher sein, dass wir jede weitere getestete GeForce RTX 5070 Karte umgehend hinzufügen und den Artikel aktualisieren werden. Bleiben Sie also dran – vielleicht taucht hier auch die GeForce RTX 5070 Grafikkarte auf, die Sie im Auge haben. In jedem Fall gilt: Sobald wir wissen, was und wie wir bewerten, können wir direkt loslegen.
Die Leistung von Grafikkarten steht in direktem Zusammenhang mit der Frequenz des Grafikchips. Je höher die Frequenz des Grafikchips, desto höhere Bildwiederholraten können in Spielen erwartet werden. Bei den GeForce RTX 5070 Grafikkarten, die wir auf Alza und GPUreport getestet haben, wurden ab Werk die folgenden Frequenzen eingestellt.
| GPU /Frequenz | Basis | Boost | VRAM |
|---|---|---|---|
| Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G | 2 325 MHz | 2 715 MHz | 28 000 MHz |
|
MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC
|
2 325 MHz | 2 610 MHz | 28 000 MHz |
| Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G | 2 325 MHz | 2 572 MHz | 28 000 MHz |
Bei der Boost-Frequenz handelt es sich jedoch nicht um einen festen und unveränderbaren Maximalwert. Die tatsächliche Frequenz des Grafikchips kann je nach Belastung variieren – teils auch erheblich. Werfen wir also einen Blick darauf, welche realen Frequenzen diese Grafikkarten in unserem Stresstest 3DMark Steel Nomad Stress Test erreicht haben.
Bei den GeForce RTX 5070 Grafikkarten, die wir bei Alza und GPUreport.cz getestet haben, schnitt die Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G in beiden Betriebsmodi am besten ab. Die niedrigste Chipfrequenz stellten wir hingegen bei der Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G im Silent-Modus fest. Der Unterschied zwischen der höchsten und niedrigsten gemessenen Frequenz einer GeForce RTX 5070 Grafikkarte betrug 127 MHz (18 Bins), was in Spielen etwa 4 % Leistung ausmacht.
Bezüglich der Lautstärke war die leiseste Grafikkarte in unseren Tests bisher die Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G im Silent-Modus, gefolgt von der MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC. Die lauteste Karte war dagegen die Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G im Performance-Modus, die unter Last knapp die Grenze von 40 dBA überschritt – unser selbst gesetzter Grenzwert zwischen leiseren und lauteren Grafikkarten.
Die niedrigsten Temperaturen im Test erreichte erneut die Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G im OC-Modus. Die höchsten Temperaturen wurden hingegen bei der Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G gemessen, wobei 70 °C immer noch als sehr gute Werte gelten. Keine der getesteten GeForce RTX 5070 Grafikkarten erreichte so hohe Chiptemperaturen, dass sie dadurch limitiert wurde. Ähnliche Ergebnisse wurden auch bei den Temperaturen des Grafikspeichers (VRAM) festgestellt.
Wie wir die Effizienz der Kühler bei GeForce RTX 5070 messen
Die Tests der Kühler-Effizienz werden unter gleichen Ausgangsbedingungen durchgeführt. Im Gaming-Stresstest wird bei den GeForce RTX 5070 Grafikkarten das Power-Limit so eingestellt, dass sie exakt die Referenzleistung von 250 W aufnehmen. Gleichzeitig werden die Lüfterdrehzahlen so festgelegt, dass die jeweilige Grafikkarte einen Geräuschpegel von 40 dBA erreicht – das ist in unseren Rezensionen die Grenze zwischen leiseren und lauteren Grafikkarten. Anschließend werden die Karten 10 Minuten vorgewärmt, danach werden für weitere 5 Minuten die Temperaturen von Grafikchip und Speicher aufgezeichnet. Das alles geschieht bei einer Raumtemperatur von 24 °C. Je niedriger die Grafikkarte unter diesen einheitlichen Bedingungen temperiert, desto besser – ihr Kühlsystem ist damit effizienter.
Das effizienteste Kühlsystem in unseren Tests bietet die Grafikkarte Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G. Die geringste Effizienz des Kühlers haben wir hingegen bei der Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G festgestellt.
| GPU/Ausstattung | Dual BIOS | LED | Fan Stop | Fan Header | Ausgänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC | ✕ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
Mit der umfangreichsten Ausstattung können die Grafikkarten Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G und Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G aufwarten – beide bieten Unterstützung für Dual BIOS, ARGB-LED-Beleuchtung und semi-passive Kühlung. Bei der Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G erstreckt sich die ARGB-Beleuchtung sogar auf die Lüfterblätter, die beim Drehen schöne Stroboskopeffekte erzeugen. Auch die MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC bietet eine ähnliche Ausstattung, allerdings fehlt hier Dual BIOS. Alle Grafikkarten bieten einheitlich vier Monitor-Ausgänge in der Kombination 1x HDMI + 3x DisplayPort.
| GPU / Abmessungen und Stromversorgung | Länge | Höhe | TDP | Stromanschluss | Netzteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G | 317 mm | 3,2 Slot | 250 W (max 300 W) | 1× 16pin | 750 W |
| Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G | 332 mm | 3 Slot | 250 W (max 300 W) | 1× 16pin | 700 W |
| MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC | 338 mm | 2,5 Slot | 250 W (max 280 W) | 1× 16pin | 650 W |
Was die Abmessungen betrifft, sind alle getesteten GeForce RTX 5070 Grafikkarten sehr ähnlich. Bei einer Länge von 317 bis 338 mm sollten Sie unbedingt vor dem Kauf prüfen, ob diese Karten in Ihr PC-Gehäuse passen. Was die Belegung der PCI-Express-Erweiterungsslots betrifft, so schneidet die Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G am schlechtesten ab – sie belegt insgesamt vier Slots, während die anderen GeForce RTX 5070 Grafikkarten jeweils drei belegen.
Alle GeForce RTX 5070 Grafikkarten sind mit einem 16-Pin-12V-2x6-Stromanschluss (nach dem Standard PCIE GEN 5.1) ausgestattet und bieten ein identisches Standard-Power-Limit von 250 W. Der Unterschied besteht lediglich darin, wie weit Sie dieses Power-Limit erhöhen können. Das höchste Power-Limit lässt sich bei den Karten Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G und Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G einstellen, die eine Erhöhung auf bis zu 300 W erlauben. Die MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC erlaubt „nur“ bis zu 280 W.
ASUS empfiehlt für seine Grafikkarte ein Netzteil (PSU) mit einer Mindestleistung von 750 W, GIGABYTE empfiehlt 700 W und GAINWARD schließlich „nur“ 650 W. Den tatsächlichen Stromverbrauch der von uns getesteten GeForce RTX 5070 Grafikkarten sehen Sie im folgenden Diagramm.
Der tatsächlich gemessene Verbrauch unter typischer Last liegt bei den von uns getesteten GeForce RTX 5070 Grafikkarten zwischen 260 W (Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G im Performance-Modus) und 275 W bei der Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G im OC-Modus – ein Unterschied von etwa 15 W. Es ist also ersichtlich, dass ein Netzteil mit 650 W für alle GeForce RTX 5070 Grafikkarten ausreichend sein sollte. Natürlich gilt: Wenn Sie das Power-Limit der Karten erhöhen, steigt der Verbrauch entsprechend an – bis auf bis zu 350 W.
Wichtige Hinweise zur Stromversorgung
Wenn Sie die GeForce RTX 5070 Grafikkarte mit einem älteren Netzteil über einen beigelegten 16/2x 8-Pin-Adapter anschließen, stellen Sie bitte sicher, dass Sie beide 8-Pin-Stecker am Adapter einstecken. Wenn Sie einen Stecker weglassen, funktioniert die Grafikkarte nicht.

Achten Sie außerdem darauf, die Adapterkabel, die zu den 8-Pin-Anschlüssen führen, nicht zu nahe am Steckergehäuse zu knicken (z. B. wegen Platzmangel oder wenn sie an die Gehäusewand stoßen). Dadurch könnten sich die Strompins lockern, was zu einem höheren Übergangswiderstand und damit zu einer stärkeren Erwärmung des Steckers führt. Im Extremfall kann es sogar zu einem Brand kommen! Kontrollieren Sie auch sorgfältig, dass der 16-Pin-12VHPWR-Stecker vollständig in die Buchse der Grafikkarte eingesteckt ist.
Die folgende Tabelle zeigt die Anschaffungspreise der GeForce RTX 5070 Grafikkarten, die den anspruchsvollen Tests bei Alza und GPUreport unterzogen wurden. Falls bei einer Grafikkarte kein Preis in der Tabelle angegeben ist, bedeutet das, dass der Preis noch nicht festgelegt wurde, das Produkt langfristig nicht verfügbar ist oder nicht mehr verkauft wird (durch Klicken auf den Link im Namen der Grafikkarte erfahren Sie mehr).
| Grafikkarte | Anschaffungspreis |
|---|---|
| Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G | |
| MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC | |
| Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G |
Nachdem wir alle GeForce RTX 5070 Grafikkarten miteinander verglichen haben, schauen wir uns nun an, wie die von uns getesteten Karten letztlich abgeschnitten haben. Die Grafikkarten sind absteigend vom absolut besten bis zum am wenigsten gelungenen Modell gelistet – unabhängig von ihrem Anschaffungspreis (auf den gehen wir ganz am Ende noch kurz ein).
1. Platz – Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G
Den 1. Platz und damit die beste GeForce RTX 5070 nimmt in unseren Tests aktuell die Gigabyte AORUS RTX 5070 MASTER 12G ein. Sie bietet die höchste Leistung, exzellente Betriebseigenschaften und zudem die umfangreichste Ausstattung. Dazu zählen Dual BIOS mit OC- und Silent-Modus, Unterstützung für semi-passive Kühlung sowie eine wunderschöne ARGB-LED-Beleuchtung – diese ist sogar auf den Lüfterblättern integriert und erzeugt beim Drehen eindrucksvolle Stroboskopeffekte. Dank der verbauten Vapor Chamber kann sie außerdem mit der höchsten Kühleffizienz aufwarten. Wer gerne übertaktet, wird sich über die Möglichkeit freuen, das Power-Limit auf bis zu 300 W anzuheben. Nachteil sind die größeren Abmessungen und natürlich auch der höhere Anschaffungspreis.
2. Platz – MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC
Den 2. Platz belegt die MSI RTX 5070 12G GAMING TRIO OC. Sie bietet zwar ähnlich gute Betriebseigenschaften und Kühleffizienz wie das Sieger-Modell MASTER, im Standard-Setup jedoch etwas weniger Leistung und es fehlt die Unterstützung für Dual BIOS (was aber nicht jeder benötigt). Die Tuning-Möglichkeiten sind ebenfalls sehr ordentlich – das Power-Limit lässt sich auf bis zu 280 W anheben, doch an die MASTER reicht sie damit nicht ganz heran. Auch diese GAMING TRIO ist durch ihre Größe nicht für jedes Gehäuse geeignet.
3. Platz – Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G
Den dritten und damit letzten Platz nimmt schließlich die Gainward RTX 5070 PHOENIX GS 12G ein. Sie kann zwar mit einer ebenso umfangreichen Ausstattung punkten – Dual BIOS, ARGB-LED-Beleuchtung und semi-passive Kühlung sind ebenfalls an Bord – ihre Schwachstellen sind jedoch die etwas schlechteren Betriebseigenschaften und die insgesamt geringere Effizienz des Kühlsystems. Trotzdem gilt: Auch diese Karte verrichtet ihre Arbeit ordentlich, und kleinere Nachteile werden durch den niedrigeren Anschaffungspreis kompensiert. Die Firma GAINWARD ist nämlich für ihre freundlichere Preispolitik bekannt.
So sieht also das Ranking der von uns getesteten GeForce RTX 5070 Grafikkarten aus – unabhängig von deren Anschaffungspreis. Natürlich steht nicht jedem ein unbegrenztes Budget zur Verfügung, und wer ein knapp bemessenes Budget hat, wird sich seine neue Karte kaum aus einer Spitzenedition auswählen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nicht auch in anderen, weniger prestigeträchtigen Editionen eine passende GeForce RTX 5070 finden können, die für Sie die beste Wahl darstellt.

Bei der Wahl der idealen GeForce RTX 5070 Grafikkarte sollten Sie nicht nur Ihre finanziellen Möglichkeiten und Vorlieben, sondern auch Ihre Erfahrungen und Fähigkeiten berücksichtigen. Wenn Sie zum Beispiel leise Computer bevorzugen, werden Sie vor allem auf einen niedrigen Geräuschpegel achten. Sind Sie jedoch ein erfahrener „Tuner“ von Grafikkarten, spielt die ab Werk eingestellte Lautstärke nicht die Hauptrolle, denn Sie können diese selbst anpassen. Wenn Sie ein PC-Gehäuse mit Sichtfenster besitzen und möchten, dass die neue Karte dort gut zur Geltung kommt, werden Sie sicher ein Modell mit attraktiver RGB-LED-Beleuchtung bevorzugen. Haben Sie hingegen ein komplett geschlossenes Gehäuse, spielt die Frage, ob Ihre neue Karte mit RGB-LEDs ausgestattet ist oder nicht, praktisch keine Rolle. Für manche Nutzer sind auch die Abmessungen der Grafikkarte entscheidend, zum Beispiel wenn sie ein kleineres Gehäuse besitzen usw.
Betrachten Sie die Auswahl der Grafikkarte einfach als eine sehr subjektive Angelegenheit. Was für den einen passt, muss nicht unbedingt auch für Sie passen – und das gilt selbst für das Modell der GeForce RTX 5070, das wir heute als das beste bewertet haben. Jede Grafikkarte findet ihren Käufer, und es kommt nur darauf an, dass Sie genau die für Sie passendste auswählen.

Pavel Šantrůček
Ich heiße Pavel Šantrůček und beschäftige mich seit dem Jahr 2015 professionell mit Grafikkarten. Architektur, Tests und Rezensionen von Grafikkarten sind genau das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene und was zu einem festen Bestandteil meines Arbeitslebens auf GPUreport.cz und Alza.cz geworden ist. Als Programmierer bin ich zudem Autor mehrerer Tools zur Analyse der Bildfrequenz von Grafikkarten sowie von Werkzeugen zur Messung ihres tatsächlichen Stromverbrauchs.