Gefällt Ihnen die Leistung der Grafikkarten Radeon RX 9070 und Sie möchten sich eine für Ihren Gaming-PC anschaffen, wissen aber nicht, welche die beste Wahl ist? Dann sind Sie hier richtig. Heute werfen wir bei Alza einen Blick genau auf diese Grafikkarten und vergleichen sie gründlich miteinander. Sie erfahren, welche davon die leistungsstärkste, leiseste, günstigste oder am besten ausgestattete ist. Außerdem geben wir Ihnen nützliche Tipps, die Ihnen bei der Auswahl der Radeon RX 9070 Grafikkarten helfen werden, und versuchen natürlich, die besten Modelle gerade für Sie zu finden. Zunächst stellen wir Ihnen jedoch die Radeon RX 9070 Grafikkarten des Unternehmens AMD vor, erklären, auf welche PC-Spieler sie abzielen, und weisen schließlich auch auf alle ihre Vorteile und Schwächen hin.
Autor: Pavel Šantrůček • Artikel
Die Grafikkarten Radeon RX 9070 sind die Nachfolger der Modelle Radeon RX 7700 XT aus der vorherigen RDNA-3-Generation von AMD. Sie basieren auf dem neuesten Grafikchip der RDNA-4-Generation, dem NAVI 48 (NAVI 48XT), der über acht deaktivierte Recheneinheiten (Compute Units, CU) verfügt. An diesen Chip sind über ein 256-Bit-Bussystem 16 GB GDDR6-Grafikspeicher angebunden.
| Chip-Hersteller | AMD | Chip-Bezeichnung | NAVI 48 |
| Chip-Variante | NAVI 48XT | Architektur | RDNA 4 |
| Stream-Prozessoren | 3584 | TMUs | 224 |
| Ray-Tracing-Kerne | 56 | KI-Beschleuniger | 112 |
| ROPs | 128 | TDP | 220 W |
| VRAM-Bus | 256 Bit | VRAM | GDDR6 |
| Chipfläche | 357 mm2 | Anzahl der Transistoren | 53,9 Mio. |
| Fertigungsprozess | 4 nm (TSMC) | Schnittstelle | PCIe 5.0 x16 |
Diese Karten unterstützen vollständig die neuesten Grafik-APIs Vulkan und DirectX 12 Ultimate sowie die Technologie FSR (FidelityFX Super Resolution) in der neuesten Version 4 mit Unterstützung für Bild-Upscaling durch künstliche Intelligenz (KI) und maschinelles Lernen (ML). Mit ihrer Leistung sind die Radeon RX 9070 im Segment der Hochleistungs-Grafikkarten angesiedelt und nehmen dort mittlere Positionen in der Leistungsskala ein.
Um zu verstehen, für wen die Grafikkarten Radeon RX 9070 in erster Linie gedacht sind, müssen wir zunächst ihre Leistung in Computerspielen bei verschiedenen Auflösungen untersuchen.
Die Leistung der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetisches Mittel der gemessenen Bildraten aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Die übrigen Computerspiele gehen nicht in die Gesamtleistung ein, sie dienen nur zur Information.
Die Leistungsaufnahme der einzelnen Grafikkarten wird als arithmetisches Mittel der gemessenen Verbrauchswerte aus den unten aufgeführten Computerspielen berechnet, die mit dem Symbol gekennzeichnet sind. Der Verbrauch in den übrigen Computerspielen wird nicht in die durchschnittliche Leistungsaufnahme der Grafikkarten einbezogen.
Welche Leistung die Grafikkarten in den einzelnen Spielen unserer Testmethodik erbringen, wie die Spiele in den Tests eingestellt wurden und wie die Messungen durchgeführt wurden, können Sie durch Klicken auf das Bild des jeweiligen Computerspiels anzeigen lassen.
Wie Sie aus dem Diagramm entnehmen können, sind die Grafikkarten Radeon RX 9070 von AMD in ihrer Leistung vor allem für mittelmäßig anspruchsvolle PC-Spieler konzipiert, die hauptsächlich in einer Auflösung von 2.560 × 1.440p (WQHD) mit aktiviertem Raytracing spielen. Dank des 16-GB-Grafikspeichers können Sie bei einigen gut optimierten Spielen auch höhere Auflösungen ausprobieren.
Bevor wir mit der Bewertung der einzelnen Grafikkarten Radeon RX 9070 beginnen, müssen wir zunächst die verschiedenen Editionen betrachten. Diese Karten finden Sie nämlich bei fast allen Herstellern in mehreren Serien (Editionen), die sich in Qualität, Verarbeitung, Ausstattung und natürlich auch im Preis unterscheiden. Die Editionen aller Grafikkarten lassen sich im Allgemeinen in drei Hauptgruppen unterteilen:
Grafikkarten dieser Edition zeichnen sich vor allem durch ein sehr hochwertiges und leistungsstarkes Kühlsystem aus, das in der Regel überdimensioniert ist, um den jeweiligen Grafikchip effizient zu kühlen. Dies wirkt sich positiv nicht nur auf die Leistung aus, da der Hersteller eine höhere Boost-Frequenz oder ein höheres TDP einstellen kann, sondern auch auf die Betriebseigenschaften – insbesondere auf niedrigere Temperaturen des Grafikchips und Speichers, geringere Lüfterdrehzahlen und somit eine insgesamt niedrigere Geräuschentwicklung. Modelle der Top-Edition bieten in der Regel auch eine reichhaltigere Ausstattung, etwa Unterstützung für Dual-BIOS, effektvolle und anpassbare RGB-LED-Beleuchtung, mehr Displayausgänge usw. Der Nachteil dieser Karten liegt im höheren Anschaffungspreis.
Grafikkarten aus der höchsten Top-Edition sind daher vor allem für diejenigen geeignet, die ihre Grafikkarte nicht selbst konfigurieren möchten oder können und einfach die bestmögliche Ausstattung verlangen. Sie kaufen die Karte, installieren sie in den PC und spielen – um hohe Leistung und gute Betriebseigenschaften kümmert sich die Karte selbst.
Grafikkarten der Mittelklasse verfügen meist ebenfalls über ein technisch gut ausgearbeitetes Kühlsystem, das genau auf die Kühlanforderungen des jeweiligen Grafikchips ausgelegt ist oder über eine kleine Reserve verfügt. Leistung und Betriebseigenschaften dieser Karten sind daher etwas geringer als bei den luxuriösen Top-Modellen, für den normalen Nutzer jedoch immer noch sehr gut. Die Ausstattung der Mittelklassekarten ist naturgemäß etwas einfacher, meist nur in unwichtigen Details – etwa weniger RGB-Beleuchtung oder keine Einstellmöglichkeiten, kein Dual-BIOS usw. Semi-passive Kühlung ist in dieser Klasse praktisch Standard. Was bei den Mittelklassemodellen im Vergleich zu den Top-Karten fehlt, wird durch den günstigeren Preis ausgeglichen, sodass Sie eine solide Grafikkarte zu einem vernünftigen Preis erhalten.
Mittelklasse-Grafikkarten eignen sich praktisch für jeden. Für relativ vernünftiges Geld erhalten Sie eine gute Grafikkarte, die Sie bei Bedarf (aber nicht zwingend) nach Ihren Vorstellungen anpassen können, sodass ihre Leistung und Betriebseigenschaften den luxuriöseren Editionen sehr nahekommen. Mit etwas Erfahrung im Übertakten (OC), Untervolten (UV) oder beim Anpassen der Lüfterkurve können Sie viel erreichen. Selbst wenn Sie das nicht tun, bleibt die Karte gut vorkonfiguriert.
Grafikkarten der Einstiegsklasse werden hauptsächlich mit dem Ziel hergestellt, die Produktionskosten und damit auch den Verkaufspreis so niedrig wie möglich zu halten. Daher sind die Kühlsysteme oft technisch und konstruktiv sehr einfach, und ihre geringere Kühlleistung wird vom Hersteller durch höhere Lüfterdrehzahlen, eine geringere Boost-Frequenz des Grafikchips oder ein niedrigeres TDP kompensiert (weniger Abwärme bedeutet geringeren Kühlbedarf). Auch die Ausstattung ist meist sehr schlicht, Sie müssen also mit dem Nötigsten auskommen, obwohl es natürlich Ausnahmen gibt. Der Vorteil dieser Karten liegt im günstigen Preis.
Radeon RX 9070 Grafikkarten der Einstiegsklasse eignen sich insbesondere für Käufer mit begrenztem Budget. Sie sparen Geld, müssen aber mit etwas geringerer Spielleistung und schlechteren Betriebseigenschaften wie höherer Geräuschentwicklung rechnen. Diese lässt sich beim Spielen jedoch beispielsweise durch ein Headset leicht ausblenden. Auch bei diesen Karten gilt: Wer sich auskennt, kann sowohl Leistung als auch Betriebseigenschaften durch Übertakten, Untervolten oder eine angepasste Lüfterkurve deutlich verbessern.
Die folgende Tabelle zeigt die Einordnung der luftgekühlten Grafikkarten der bekanntesten Hersteller in die jeweiligen Gruppen:
| NAMEN UND EINORDNUNG DER GRAFIKKARTEN-EDITIONEN NACH HERSTELLERN | |||
|---|---|---|---|
| Hersteller/Edition | Top | Middle | Economy |
| ASUS | ROG STRIX, ASTRAL | TUF | DUAL, PHOENIX, TURBO |
| ASRock | TAICHI | PHANTOM | CHALLENGER |
| GAINWARD | PHANTOM | PHOENIX, PANTHER | GHOST, PEGASUS |
| GIGABYTE | AORUS | GAMING, VISION | WINDFORCE, TURBO, EAGLE |
| INNO3D | iCHILL | TWIN | |
| MSI | SUPRIM, VANGUARD | GAMING, TRIO, EXPERT | VENTUS, ARMOR, AERO |
| SAPPHIRE | NITRO, TOXIC | PULSE, PURE | |
| PALiT | GameRock | GamingPro | JetStream, Infinity |
| XFX | MERC | QICK | SWFT |
Jede Edition von Grafikkarten richtet sich an ein etwas anderes Publikum, daher ist nicht jede Edition unbedingt die passende für Sie. Wenn Sie beispielsweise nur ein begrenztes Budget für den Kauf einer Grafikkarte haben, werden Sie sicherlich keine Karte aus einer der teuren Top-Editionen auswählen. Wenn Sie hingegen nicht auf den Preis achten und das Beste in Ihrem Computer haben möchten, sollten Sie Ihre neue Grafikkarte ausschließlich aus diesen Spitzeneditionen wählen.
Um die Grafikkarten Radeon RX 9070 miteinander vergleichen und letztlich die absolut beste auswählen zu können, müssen wir bestimmte Bewertungskriterien festlegen. Welche sind das also?
Der wichtigste Bewertungsparameter einer Grafikkarte ist natürlich ihre Spieleleistung. Wenn wir jedoch Karten desselben Typs vergleichen, in unserem Fall also die Radeon RX 9070, sind die Unterschiede minimal. Daher rücken andere Kriterien wie Betriebseigenschaften, Ausstattung oder Anschaffungspreis stärker in den Vordergrund.
Unter den Betriebseigenschaften ist der Geräuschpegel der Grafikkarte wahrscheinlich der wichtigste Bewertungsfaktor. Wenn Sie leise Computer bevorzugen, werden Sie bei der Auswahl auf geringe Lautstärke achten. Die Temperaturen von Grafikchip und Speicher sind hingegen weniger kritisch, solange sie nicht den Grenzwert überschreiten, bei dem die Karte zum Selbstschutz ihre Leistung reduziert. Temperaturwerte sind vor allem für Nutzer relevant, deren Gehäuse eine schlechte Belüftung aufweist und bei denen so ein Risiko höherer Temperaturen besteht.
Tests zur Kühleffizienz zeigen, wie gut (oder schlecht) das Kühlsystem jeder Grafikkarte den Chip und die Speicher bei einem festgelegten Referenzverbrauchs- und Geräuschlimit von 40 dBA kühlen kann. Je niedriger die Temperaturen unter diesen einheitlichen Bedingungen sind, desto effizienter ist das Kühlsystem.
Zur Ausstattung moderner Grafikkarten sollte insbesondere die Unterstützung von semi-passiver Kühlung, LED-Beleuchtung und bei besseren Editionen eventuell auch Dual-BIOS oder eine höhere Zahl an Displayausgängen gehören. Je umfangreicher die Ausstattung, desto besser. Bedenken Sie aber, dass Sie nicht unbedingt alle Funktionen benötigen und dadurch eventuell für etwas bezahlen, das Sie nie nutzen werden. Wenn Sie beispielsweise ein geschlossenes Gehäuse besitzen, verliert jede Beleuchtung an der Karte ihren Sinn.
Nicht jeder verfügt über ein großes PC-Gehäuse mit ausreichend leistungsfähigem Netzteil (PSU). Daher sind die Abmessungen und der Stromverbrauch wichtige Kriterien bei der Auswahl. Moderne Grafikkarten können deutlich über 300 mm lang sein. Passt eine solche Karte nicht in Ihr Gehäuse, müssen Sie gegebenenfalls ein neues, größeres Gehäuse anschaffen und alle Komponenten umziehen. Gleiches gilt für das Netzteil – wenn die Karte höhere Anforderungen stellt, als Ihr aktuelles Netzteil liefern kann, wird die Anschaffung eines stärkeren Netzteils notwendig.
Wenn Sie nur ein begrenztes Budget für die Anschaffung einer Grafikkarte haben, ist der Preis selbstverständlich ein entscheidender Faktor. Wenn Sie hingegen keine Budgetgrenze haben, umso besser – Sie können aus einem wesentlich breiteren Angebot wählen.
Die Leistungs- und Betriebseigenschaftstests der Grafikkarten werden mit dem Tool 3DMark Steel Nomad Stress Test in einem offenen PC-Gehäuse bei einer Raumtemperatur von 24 °C durchgeführt. Dieser Test besteht aus insgesamt 20 Durchläufen der einminütigen Steel-Nomad-Szene und dauert somit etwa 20 Minuten. Währenddessen läuft die Grafikkarte unter Volllast und erreicht ihre normale Betriebstemperatur. Erst nach Erreichen dieser Temperatur, meist im letzten Durchlauf, werden ihre Betriebseigenschaften gemessen. Die Leistung, die direkt proportional zur Frequenz des Grafikchips ist, wird als Durchschnittswert der Frequenzen aus den letzten drei Durchläufen berechnet.
In die Gesamtbewertung jeder Grafikkarte fließen all diese Kriterien ein, mit Ausnahme des Anschaffungspreises, der sich im Laufe der Zeit sehr schnell ändern kann und die Ergebnisse somit ständig beeinflussen würde. Die Grafikkarte, die in allen Kriterien am besten abschneidet, erhält die höchste Bewertung und wird somit zur besten Radeon RX 9070 Grafikkarte.
Und welche Radeon RX 9070 Grafikkarten haben wir bei Alza und GPUreport bisher getestet und aus welchen werden wir also die beste auswählen?
Wenn Ihnen die Liste der von uns getesteten Radeon RX 9070 Grafikkarten etwas kurz erscheint, glauben Sie uns – sobald wir eine weitere Radeon RX 9070 getestet haben, wird sie hier sofort ergänzt und der Artikel aktualisiert. Bleiben Sie also dran, vielleicht erscheint hier bald genau die Radeon RX 9070, die Sie ins Auge gefasst haben. In jedem Fall: Da wir nun wissen, was und wie wir bewerten, können wir direkt loslegen.
Die Leistung einer Grafikkarte ist direkt proportional zur Frequenz des Grafikchips. Je höher die Chipfrequenz, desto höhere Bildraten können wir in Spielen erwarten. Bei den Radeon RX 9070 Grafikkarten, die wir bei Alza.cz und GPUreport.cz getestet haben, waren ab Werk die folgenden Frequenzen eingestellt.
| GPU / Frequenz | Basis | Gaming | Boost | VRAM |
|---|---|---|---|---|
| Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G | 1 440 MHz | 2 210 MHz | 2 700 MHz | 20 144 MHz |
| Asus TUF RX 9070 O16G Gaming | 1 380 MHz | 2 170 MHz | 2 650 MHz | 20 144 MHz |
| Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G | 1 240 MHz | 2 070 MHz | 2 520 MHz | 20 144 MHz |
Die Boost-Frequenz stellt jedoch keinen festen, unveränderlichen Maximalwert dar. Die tatsächliche Frequenz des Grafikchips kann je nach Belastung variieren – teilweise deutlich. Werfen wir also nun einen Blick darauf, welche realen Frequenzen diese Grafikkarten in unserem Belastungstest 3DMark Steel Nomad Stress Test erreichten.
Unter den getesteten Radeon RX 9070 Grafikkarten von Alza und GPUreport erreichte die Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G die höchste Frequenz. Die niedrigste wurde bei der Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G gemessen. Der Unterschied war jedoch nicht allzu groß – zwischen der ersten und der letzten Karte lag er bei 140 MHz, was in Computerspielen einem Leistungsunterschied von knapp 5 % entspricht.
Was die Lautstärke der Grafikkarten betrifft, war die leiseste Karte in unseren Tests bisher die Asus TUF RX 9070 O16G Gaming im Quiet-Modus, dicht gefolgt von den Karten des Herstellers SAPPHIRE. Am lautesten war wiederum die Asus TUF RX 9070 O16G Gaming, diesmal jedoch im Performance-Modus. Wie Sie sehen, überschritt keine Grafikkarte den Pegel von 40 dBA, den wir als Grenze zwischen leiseren und lauteren Grafikkarten festgelegt haben.
Die niedrigsten Temperaturen im Test erreichte die Grafikkarte Asus TUF RX 9070 O16G Gaming im Performance-Modus, während sie im Quiet-Modus die höchsten Temperaturen zeigte. Beide SAPPHIRE-Karten wiesen exakt gleiche Chiptemperaturen auf. Die niedrigsten VRAM-Temperaturen erzielte die Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G, die als einzige mit VRAM-Modulen von SAMSUNG ausgestattet war. Die übrigen Karten verwendeten Module von HYNIX. Wenn Sie also die Wahl haben, sollten Sie Radeon-Grafikkarten mit VRAM-Modulen von SAMSUNG bevorzugen.
Wie wir die Effizienz der Kühler bei Radeon RX 9070 messen
Die Tests der Kühler-Effizienz werden unter identischen Ausgangsbedingungen durchgeführt. Unter Gaming-Last wird bei den Radeon RX 9070 Karten das Leistungsaufnahme-Limit so eingestellt, dass sie genau die Referenzwerte von 220 W erreichen. Gleichzeitig werden die Lüfterdrehzahlen auf ein Niveau fixiert, bei dem die jeweilige Karte eine Lautstärke von 40 dBA erreicht – das ist in unseren Tests die Grenze zwischen leiseren und lauteren Grafikkarten. Anschließend werden die Karten 10 Minuten aufgeheizt, und in den folgenden 5 Minuten werden die Temperaturen von Chip und Speicher aufgezeichnet. Dies alles geschieht bei einer Raumtemperatur von 24 °C. Je niedriger die Temperaturen unter diesen einheitlichen Bedingungen sind, desto effizienter ist das Kühlsystem der Grafikkarte.
Die Grafikkarten Sapphire PURE RX 9070 GAMING 16G und Asus TUF RX 9070 O16G Gaming weisen nahezu identische Kühlleistung des Grafikchips auf. Etwas schlechter schnitt die Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G ab, die jedoch bei der Effizienz der VRAM-Kühlung glänzte. Grund dafür waren erneut die verwendeten SAMSUNG-VRAM-Module.
| GPU / Ausstattung | Dual BIOS | LED | Lüfter-Stopp | Lüfteranschluss | Ausgänge |
|---|---|---|---|---|---|
| Asus TUF RX 9070 O16G Gaming | ✓ | ✓ | ✓ | ✕ | 1× HDMI + 3× DP |
| Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G | ✕ | ✓ | ✓ | ✕ | 2× HDMI + 2× DP |
| Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G | ✕ | ✕ | ✓ | ✕ | 2× HDMI + 2× DP |
Die Grafikkarte Asus TUF RX 9070 O16G Gaming bietet die umfangreichste Ausstattung mit Dual BIOS, ARGB-LED-Beleuchtung und semi-passiver Kühlung. Die Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G bietet das Gleiche, jedoch ohne Dual BIOS. Die einfachste Ausstattung besitzt die Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G, die lediglich über semi-passive Kühlung verfügt. Alle Radeon RX 9070 Grafikkarten verfügen über vier Monitoranschlüsse, entweder in der Kombination 1× HDMI + 3× DisplayPort (ASUS) oder 2× HDMI + 2× DisplayPort (SAPPHIRE).
| GPU / Abmessungen und Stromversorgung | Länge | Höhe | TDP | Stromanschluss | Empf. Netzteil |
|---|---|---|---|---|---|
| Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G | 280 mm | 2,57 Slot | 220 W (max. 242 W) | 2× 8-Pin | 650 W |
| Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G | 320 mm | 3 Slot | 245 W (max. 270 W) | 2× 8-Pin | 650 W |
| Asus TUF RX 9070 O16G Gaming | 330 mm | 3,13 Slot | 238 W (max. 262 W) | 2× 8-Pin | 750 W |
Die kleinsten Abmessungen bietet die Grafikkarte Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G, die mit einer Länge von unter 300 mm praktisch in jedes PC-Gehäuse passt. Die größten Abmessungen weist hingegen die Asus TUF RX 9070 O16G Gaming mit 330 mm auf, deren Einbau in kleinere Gehäuse problematisch sein kann. Was die Belegung der PCIe-Steckplätze betrifft, belegt die Asus TUF RX 9070 O16G Gaming insgesamt 4 Slots, während die SAPPHIRE-Modelle jeweils 3 Slots beanspruchen.
Alle Radeon RX 9070 Grafikkarten sind mit zwei 8-Pin-Stromanschlüssen ausgestattet. Den höchsten Leistungsgrenzwert von 245/270 W erreicht die Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G, gefolgt von der Asus TUF RX 9070 O16G Gaming mit 238/262 W und der Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G mit 220/242 W. Wer seine Grafikkarten gerne übertaktet, dürfte daher bei den Modellen SAPPHIRE PURE oder ASUS TUF fündig werden.
ASUS empfiehlt für die TUF RX 9070 O16G Gaming ein Netzteil (PSU) mit mindestens 750 W Leistung, während SAPPHIRE für seine Radeon RX 9070 Karten 650 W empfiehlt. Den tatsächlichen Stromverbrauch der von uns getesteten Radeon RX 9070 Grafikkarten sehen Sie im folgenden Diagramm.
Der gemessene reale Verbrauch unter normaler Last lag bei den getesteten Radeon RX 9070 Grafikkarten zwischen 233 W (Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G) und 260 W (Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G), also ein Unterschied von etwa 27 W. Damit sollte für alle Radeon RX 9070 Grafikkarten ein Netzteil mit 650 W Leistung ausreichend sein. Wird das Leistungsaufnahme-Limit jedoch angehoben, kann der Verbrauch auf bis zu 320 W steigen.
Die folgende Tabelle zeigt die Anschaffungspreise der Radeon RX 9070 Grafikkarten, die die anspruchsvollen Tests bei Alza und GPUreport durchlaufen haben. Wenn bei einer Karte kein Preis angezeigt wird, bedeutet das, dass dieser noch nicht festgelegt wurde, das Produkt derzeit nicht verfügbar ist oder nicht mehr verkauft wird (durch Klicken auf den Kartennamen erfahren Sie mehr).
| Grafikkarte | Anschaffungspreis |
|---|---|
| Asus TUF RX 9070 O16G Gaming | |
| Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G | |
| Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G |
Alle Vergleiche der Radeon RX 9070 Grafikkarten liegen nun vor – sehen wir uns also an, wie unsere getesteten Modelle letztlich abgeschnitten haben. Die Karten sind absteigend sortiert – von der absolut besten bis zur am wenigsten überzeugenden, unabhängig vom Preis (auf diesen gehen wir am Ende noch ein).
1.–2. Platz – Asus TUF RX 9070 O16G Gaming
Den ersten und zweiten Platz teilen sich diesmal gleich zwei Radeon RX 9070 Grafikkarten. Die erste ist die Asus TUF RX 9070 O16G Gaming von ASUS. Im Auslieferungszustand liegt sie zwar leicht hinter der Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G zurück, ihre Betriebseigenschaften sind jedoch nahezu identisch. Die TUF bietet eine umfangreichere Ausstattung mit attraktiver und anpassbarer ARGB-LED-Beleuchtung, semi-passiver Kühlung sowie einem Dual-BIOS mit Performance- und Quiet-Modus. Neben dem hohen Preis ist ihr Hauptnachteil die Größe – mit 330 mm Länge passt sie nicht in jedes PC-Gehäuse.
1.–2. Platz – Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G
Der zweite gemeinsame Sieger ist die Sapphire PURE RX 9070 Gaming OC 16G. Sie bietet im Standardmodus die höchste Leistung und verfügt dank des auf 270 W erweiterbaren Power-Limits über ein ausgezeichnetes Übertaktungspotenzial. Ihre Ausstattung ähnelt stark der ASUS TUF, allerdings fehlt der Dual-BIOS-Support. Wer helle Builds bevorzugt, wird sich zudem über das elegante weiße Design freuen. Auch diese PURE ist mit 320 mm Länge kein kompaktes Modell, sodass der Einbau in kleinere Gehäuse problematisch sein kann.
3. Platz – Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G
Den dritten Platz belegt die Sapphire PULSE RX 9070 GAMING 16G, die vergleichbare Betriebseigenschaften wie die höher platzierten Radeon RX 9070 Modelle bietet, jedoch in Leistung und Ausstattung etwas hinterherhinkt. Ihr fehlt nicht nur ein Dual-BIOS, sondern auch jede Form von LED-Beleuchtung. Semi-passive Kühlung gehört hier zum Standard. Die PULSE ist zudem auf Referenzwerte eingestellt, weshalb sie im Auslieferungszustand nicht zu den leistungsstärksten Radeon RX 9070 Karten zählt. Ihr großer Vorteil liegt jedoch in den kompakten Abmessungen – mit einer Länge von 280 mm passt sie auch in kleinere PC-Gehäuse und macht dort eine gute Figur. Außerdem überzeugt sie mit einem attraktiven Preis, der einige ihrer Schwächen ausgleichen dürfte.
So sieht also die Reihenfolge der von uns getesteten Radeon RX 9070 Grafikkarten aus – unabhängig von ihrem Preis. Natürlich verfügt nicht jeder über ein unbegrenztes Budget. Wer einen begrenzten finanziellen Rahmen hat, wird kaum eine Karte aus der Top-Edition wählen können. Das bedeutet jedoch nicht, dass Sie nicht auch in anderen, weniger prestigeträchtigen Editionen die für Sie passende Radeon RX 9070 finden können.

Bei der Wahl der idealen Radeon RX 9070 sollten Sie nicht nur Ihr Budget und Ihre Vorlieben berücksichtigen, sondern auch Ihre Kenntnisse und Erfahrungen. Wenn Sie beispielsweise leise Computer bevorzugen, werden Sie vor allem auf geringe Lautstärke achten. Wenn Sie hingegen Erfahrung im Feintuning von Grafikkarten haben, spielt die werkseitige Geräuschkulisse eine geringere Rolle, da Sie diese selbst anpassen können. Wenn Sie ein Gehäuse mit Sichtfenster besitzen und Ihre neue Karte optisch hervorheben möchten, sollten Sie ein Modell mit attraktiver RGB-Beleuchtung wählen. Haben Sie jedoch ein geschlossenes Gehäuse, ist es im Grunde egal, ob die Karte über RGB-Beleuchtung verfügt oder nicht. Auch die Größe der Karte kann ein limitierender Faktor sein, etwa wenn Sie ein kleineres PC-Gehäuse besitzen.
Sehen Sie die Auswahl einer Grafikkarte als etwas sehr Individuelles. Was für den einen ideal ist, muss nicht auch für Sie das Beste sein – selbst das Modell Radeon RX 9070, das wir heute als das beste bewertet haben, passt vielleicht nicht zu Ihren Bedürfnissen. Jede Grafikkarte findet ihren Käufer – wichtig ist nur, dass Sie die für Sie passende finden.

Pavel Šantrůček
Ich heiße Pavel Šantrůček und beschäftige mich seit dem Jahr 2015 professionell mit Grafikkarten. Architektur, Tests und Rezensionen von Grafikkarten sind genau das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene und was zu einem festen Bestandteil meines Arbeitslebens auf GPUreport.cz und Alza.cz geworden ist. Als Programmierer bin ich zudem Autor mehrerer Tools zur Analyse der Bildfrequenz von Grafikkarten sowie von Werkzeugen zur Messung ihres tatsächlichen Stromverbrauchs.