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Moderne digitale Speichermedien

Aktualisiert • Autor: Michal Rybka

Die Maus wurde vom Computerwissenschaftler und Visionär Douglas Engelbart im Jahr 1963 erfunden – und seine Idee wurde später vom Forschungsinstitut Xerox PARC (Palo Alto Research Center) weiterentwickelt. Die ursprüngliche Engelbart-Maus war klobig, aus Holz und las ihre Position mittels zweier Scheiben ab – das Ganze erinnerte ein bisschen an ein misslungenes Modell eines Zuges. Die Scheiben standen rechtwinklig zueinander, was die Bewegung immer ein wenig ruckelig machte.

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Computermäuse: Ein unvergänglicher Klassiker – INHALT

  1. Die revolutionäre Mini-Tastatur scheiterte
  2. Maus mit Kugel
  3. Optische Maus aus den 80ern
  4. Drahtlose Mäuse als Technologie-Höhepunkt

Die revolutionäre Mini-Tastatur scheiterte

Engelbarts Maus war nicht das einzige Gerät, das er erfand. Im Video „The Mother of All Demos“ können wir auch eine Fünftasten-Mini-Tastatur sehen, die an spezielle Gaming-Mini-Tastaturen erinnert. Seine Tastatur hatte nur fünf Tasten, deren Kombination es ermöglichte, alle Buchstaben und Zahlen einzugeben. Diese Tastatur erforderte eine längere Einarbeitungszeit, da man sich die Kombinationen merken musste, aber ihr Vorteil war, dass die Finger ständig darauf ruhten und man theoretisch schneller als auf einer herkömmlichen Tastatur schreiben konnte. Die Idee setzte sich jedoch nicht durch, sie war zu revolutionär – und während jeder Benutzer die Maus sofort verstand, erforderte dieses Gerät ein längeres Training.

Maus mit Kugel

Die nächste Evolution der Maus nutzte eine Kugel, die sich reibungslos in alle Richtungen bewegte. Praktisch gesehen ist es nur eine Anpassung von Engelbarts Konzept, wenn man eine Kugelmaus öffnet, stellt man fest, dass die Kugel die Bewegung von der Unterlage auf zwei Walzen überträgt, die Scheiben haben und von denen die Bewegung abgelesen wird. Die Kugel kompliziert also die Konstruktion und bringt zudem Schmutz von der Unterlage in den Mechanismus, so dass die Maus regelmäßig geöffnet und gereinigt werden musste. Die Bewegungsflüssigkeit verbesserte sich jedoch erheblich, so dass lange Zeit alle Mäuse so hergestellt wurden – und die Kugel blieb uns auch beim „umgedrehten Maus“, dem Trackball, der typischerweise mit dem Daumen bedient wird, erhalten.

Der Aufstieg der Maus ist eng mit Apple-Computern verbunden, die mit ihrer einfachen Bedienung die gesamte Computerwelt beeindruckten. Die ursprüngliche Apple-Maus hatte nur eine Taste – und schnell etablierten sich damit neben dem normalen Klicken auch Doppelklick und Ziehen bei gedrückter Taste. Die ursprüngliche Idee der grafischen Benutzeroberfläche ging davon aus, dass der Benutzer immer auf dem Bildschirm sehen sollte, was er vorhat – aber es stellte sich sehr schnell heraus, dass eine einzige Maustaste die Funktionalität eher einschränkte, so dass Amiga- und Atari ST-Computer schnell eine Zweiknopfmaus einführten und am PC die Dreiknopfmaus zum Standard wurde.

Computermäuse: Ein unvergänglicher Klassiker
Die erste Kugelmaus RKS 100-86 (Bildquelle).

Optische Maus aus den 80ern

Optische Mäuse, die einen Sensor zur Oberflächenerkennung verwenden, erschienen überraschend früh. Schon Anfang der 80er Jahre gab es ein Projekt von Xerox, das eine spezielle reflektierende Unterlage und ein System aus Sensoren und LED-Dioden nutzte, die es ermöglichten, die Bewegung ohne physischen Kontakt zu erfassen. Diese Mäuse waren zwanzig Jahre lang eher eine Kuriosität, da sie teurer und nicht so praktisch wie die Kugelmäuse waren, aber 1999 brachte Agilent einen modernen optischen Sensor heraus, der billig war und keine spezielle Oberfläche benötigte. Damit entstand die außerordentlich erfolgreiche Microsoft IntelliMouse Optical, die im Wesentlichen aussah, wie wir moderne Mäuse kennen: Optischer Sensor, Rad und Seitentaste. Logitech und Microsoft waren mit dem neuen Typ der optischen Maus so erfolgreich, dass Agilent bald über 100 Millionen optische Sensoren pro Jahr verkaufte. Heutzutage trifft man kaum noch auf eine Kugelmaus!

Drahtlose Mäuse als Technologie-Höhepunkt

Die letzte Hürde, die Mäuse überwinden mussten, war ihre Drahtlosigkeit. Damit begann Logitech sehr früh zu experimentieren: Anfangs handelte es sich um Mäuse, die eine Infrarot-(IR-)Verbindung nutzten, die seit Mitte der 80er Jahre aufkamen, diese erforderten jedoch einen freien Raum zwischen der Maus und dem Sensor. Der eigentliche Durchbruch war die Logitech Cordless MouseMan, die 1991 entstand und eine proprietäre Radiofrequenztechnologie nutzte, die Hindernisse nicht störten.

Der eigentliche Boom bei drahtlosen Geräten begann mit der Einführung des drahtlosen Bluetooth-Standards. Heute treffen wir häufig auf Geräte, die gleichzeitig über Bluetooth mit zwei Systemen gekoppelt werden können und zusätzlich eine proprietäre Schnittstelle wie den Unifying Receiver nutzen. Proprietäre Schnittstellen haben in der Regel eine einfachere Architektur, sind weniger energieintensiv und bieten da sie speziell für Mäuse und Tastaturen entworfen wurden, gleichzeitig eine schnellere Reaktionszeit. Sie sind also bessere Geräte für die Verbindung mit einem Desktop-PC, während Bluetooth variabler ist und sich daher besser für Laptops und Tablets eignet. Moderne drahtlose Mäuse können Sie daher sowohl zu Hause als auch unterwegs verwenden, ohne dass Sie etwas Besonderes tun müssen.

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Heutzutage sind Mäuse viel widerstandsfähiger als in der Vergangenheit. Praktisch jeder ältere Spieler erinnert sich an Mäuse, die „erschlagen“ wurden, und bei musealen Stücken ist es ganz normal, dass die linke Taste im Vergleich zur rechten deutlich abgenutzter aussieht. Moderne Mäuse überstehen auch fünfzig Millionen Klicks, einige Modelle ermöglichen sogar den Austausch des Schalters. Auch ihre Haltbarkeit ist viel besser als in der Vergangenheit: Selbst anspruchsvolle Gaming-Mäuse halten bei einer Ladung Dutzende Stunden Betrieb durch, Büromodelle mit Alkalibatterien schaffen sogar mehr als ein Jahr Nutzung.

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