• Autor: Abram Svoboda
Der neueste Zuwachs in der V-Serie von Vivo, das Vivo V70 FE, zielt auf die obere Mittelklasse ab und hat die Ambition, mit Design, Kamera und Ausdauer zu beeindrucken. Die Kombination aus einem 200-Megapixel-Hauptsensor mit optischer Bildstabilisierung, einem großen Akku mit Schnellladefunktion sowie der einzigartigen leuchtenden Darkness-Glow-Technologie macht es zu einem interessanten Smartphone in seiner Preisklasse. Das Telefon ist bereits auf dem deutschen Markt erhältlich und definitiv einen genaueren Blick wert.
Die V-Serie von Vivo setzte schon immer auf ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis mit Schwerpunkt auf Design und Kamera. Das letztjährige Vivo V60 hat die Akkukapazität erhöht sowie bessere Sensoren hinzugefügt, und das diesjährige V70 FE setzt diesen Weg noch konsequenter fort. Die Buchstaben FE stehen dabei für „Fashion Edition“, womit klar ist, auf wen Vivo abzielt – auf Nutzer, die ein Telefon möchten, das genauso gut aussieht, wie es fotografiert. Und auf dem Papier sieht das tatsächlich sehr vielversprechend aus.
Ein großer Schwerpunkt beim V70 FE liegt auf der Verarbeitung. Mit einer Dicke von nur 7,59 mm und einem Gewicht von 200 Gramm wird das Telefon für seine Ausstattung vergleichsweise schlank und leicht sein – insbesondere wenn man bedenkt, dass es über einen Akku mit einer Kapazität von 7.000 mAh verfügt. Die Rückseite besteht aus mattem Kunststoff, der meist deutlich widerstandsfähiger gegen Fingerabdrücke ist; zudem erwartet uns ein flaches Display und ein ebener Rahmen.
Farblich ist das V70 FE in den Varianten Ocean Blue und Muse Purple erhältlich. Und gerade die violette Version hat einen Trick im Ärmel, den bisher kein anderes Telefon in dieser Klasse geboten hat – die Darkness-Glow-Technologie. Die Rückseite enthält ein fotolumineszierendes Material, das nach der Einwirkung von Sonnen- oder UV-Licht im Dunkeln sanft in einem blaugrünen Farbton leuchtet, mit einem Effekt, der an Polarlichter erinnert. Dabei handelt es sich nicht um LEDs oder Elektronik, sondern um eine rein optische Schicht.
Das Display des V70 FE hat eine Diagonale von 6,83 Zoll, es handelt sich um ein AMOLED-Panel mit einer Auflösung von 1.260 × 2.800 Pixeln (1,5K) und einer Bildwiederholrate von 120 Hz. Die maximale Helligkeit erreicht 1.900 Nits, was auch für die Lesbarkeit in der Sonne ausreichen sollte. Die Unterstützung für HDR10+ fehlt ebenfalls nicht. Der Displayschutz wird nicht explizit spezifiziert, jedoch gibt Vivo an, dass es sich um ein widerstandsfähiges Glas handelt.
In Bezug auf die Widerstandsfähigkeit erfüllt die Neuheit sowohl die IP68- als auch die IP69-Zertifizierung, was nicht nur Schutz vor dem Eintauchen in Wasser (bis zu 1,5 Meter für 30 Minuten) bedeutet, sondern auch vor Hochdruckwasserstrahlen und das sogar bei bis zu 70 °C. Für ein Mittelklasse-Handy ist dies eine überdurchschnittliche Ausstattung, die besonders in Kombination mit dem Modus für Unterwasserfotografie Sinn ergibt, über den wir im Kamera-Abschnitt mehr erzählen werden.
Das Herzstück des Vivo V70 FE ist der im 4nm-Verfahren gefertigte MediaTek Dimensity 7360 Turbo Chipsatz. Es handelt sich hierbei nicht um einen Flaggschiff-Prozessor, sondern um einen recht effizienten Mittelklasse-Chip, der alltägliche Aufgaben wie soziale Netzwerke, Videostreaming und anspruchslose Spiele problemlos bewältigen sollte. Für die Grafik ist die GPU Mali-G615 MC2 zuständig.
Die Speicherkonfigurationen des V70 FE umfassen die Varianten 8 GB / 256 GB und 8 GB / 512 GB. Der Speicher nutzt den Standard UFS 3.1 – hier ist es schade, dass Vivo nicht zum schnelleren UFS 4.0 oder zumindest 4.1 gegriffen hat, aber in dieser Preisklasse ist dies nicht ungewöhnlich. Auch der Arbeitsspeicher vom Typ LPDDR4X ist eine aus Generationensicht ältere Wahl, wenn auch keineswegs eine schlechte.
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Das Vivo V70 FE wird vom Funtouch OS auf Basis von Android 16 für den globalen Markt angetrieben und der Hersteller verspricht 6 Jahre lang Sicherheitsupdates sowie 4 große Android-Aktualisierungen. In Sachen Konnektivität fehlen 5G, Wi-Fi, Bluetooth 5.4, NFC und überraschenderweise auch ein Infrarotport nicht, den Sie als Fernbedienung für den Fernseher und weitere Heimelektronik nutzen können. Für das Laden und die Datenübertragung sorgt USB-C.
Die Kamera ist ein weiterer Schwerpunkt des Vivo V70 FE. Der Hauptsensor verfügt über eine Auflösung von 200 Megapixeln mit optischer Bildstabilisierung (OIS) und einer Blende von f/1.88. Im Standardmodus werden Pixel zu Bildern mit einer Auflösung von etwa 12,5 Megapixeln zusammengefasst, aber im Modus mit voller Auflösung kann ein Bild von bis zu 8.150 × 6.150 Pixeln aufgenommen werden, was sich beim Zuschneiden von Details als nützlich erweist. Das zweite Objektiv auf der Rückseite ist ein 8-Megapixel-Ultraweitwinkelsensor mit einem Sichtfeld von 120°.
Auf der Vorderseite finden wir eine 32-Megapixel-Selfiekamera mit einer Blende von f/2.2, die Videos in 4K bei 30 fps aufnehmen kann. Für eine Selfie-Kamera in der Mittelklasse der Smartphones ist das eine überdurchschnittliche Ausstattung. Es steht eine Vielzahl von Aufnahmemodi zur Verfügung, darunter der Nachtmodus, der professionelle Modus, Zeitlupe, Zeitraffer, der Super-Moon-Modus (bis zu 20-facher Zoom auf den Mond) sowie Dual-Video.
Vivo behauptet auf seinen Seiten, dass man bis zu 900 % zoomen kann und das Foto immer noch gut sein wird, aber das erscheint mir etwas übertrieben, und darauf würde ich mich definitiv nicht verlassen. Digitaler Zoom ist und bleibt digitaler Zoom, unabhängig davon, welchen schönen Namen Sie ihm geben. Die Qualität nimmt meistens auch bei einem 200-Megapixel-Sensor rapide ab, sobald man über einen 5-fachen Zoom hinausgeht.
Besonders interessant ist der Modus für Unterwasserfotografie, bei dem Sie die IP68/IP69-Zertifizierung voll ausschöpfen können. Nach der Aktivierung wird der Touchscreen deaktiviert (damit er nicht auf Wasser reagiert), und die physischen Lautstärketasten übernehmen die Steuerung – eine als Auslöser, die andere zum Umschalten der Objektive und für die Videoaufnahme. Eine praktische Lösung, obwohl ich natürlich zur Vorsicht rate – das Eintauchen des Telefons ist immer ein Risiko, insbesondere deshalb, weil die Garantie aller Telefone nicht für Wasserschäden aufkommt.
Vivo hat in das V70 FE eine ganze Reihe von KI-Fotofunktionen integriert. AI Travel Portrait, AI Retouch, AI Best Face oder der Film-Photo-Modus sind Werkzeuge zur Verbesserung von Porträts und Landschaften. Es fehlen auch nicht AI Magic Weather, AI Magic Landscape und AI Four-Season Portrait, mit denen sich die Atmosphäre eines Bildes anpassen lässt – das Hinzufügen von Schnee oder das Ändern der Jahreszeit und des Wetters. Ob es sich dabei nur um weiteren KI-Müll handelt oder um eine wirklich nützliche Funktion, werden Sie selbst beurteilen müssen.
Ein Akku mit einer Kapazität von 7.000 mAh wird im Jahr 2026 in der Mittelklasse zwar immer üblicher, ist aber nach wie vor ein Wert, der zwei volle Tage normaler Nutzung abdecken sollte. In Kombination mit dem energieeffizienten Dimensity 7360 Turbo und dem AMOLED-Display mit dynamischer Bildwiederholrate sieht das auf dem Papier nach einer soliden Ausdauer aus.
Das Laden erfolgt über USB-C mit einer Leistung von 90W (FlashCharge). Vivo gibt an, dass das Gerät in etwa 60 Minuten von 1 % auf 100 % aufgeladen wird, was für einen 7.000-mAh-Akku eine gute Zeit ist. Kabelloses Laden sollten Sie in dieser Preisklasse nicht erwarten – das bleibt das Privileg von Flaggschiffen. Insgesamt sieht das Verhältnis von Kapazität, Ladeleistung und Abmessungen des Telefons jedoch gut aus.
Das Vivo V70 FE ist auf dem deutschen Markt in mehreren Varianten erhältlich. Die Basiskonfiguration mit 8 GB / 256 GB erhalten Sie bereits für ca. 409,90 €, die Variante mit 8 GB / 512 GB kostet dann etwa 656,90 €. Es ist auch ein vergünstigtes GiftPack-Set erhältlich, das neben dem Telefon auch die kabellosen Kopfhörer Vivo Buds Air3 sowie ein 90W-Ladegerät enthält. Dieses kostet Sie 656,90 €.
Im Kontext der Konkurrenz ist das eine interessante Positionierung. Zu einem ähnlichen Preis können Sie sich beispielsweise ein Samsung Galaxy A56 oder Xiaomi 15 Lite zulegen, aber keines davon bietet einen 200-Megapixel-Sensor mit OIS, einen 7.000-mAh-Akku und IP68/IP69-Widerstandsfähigkeit in einem Paket. Die Frage bleibt, wie sich das V70 FE im realen Betrieb verhalten wird – der Prozessor Dimensity 7360 Turbo ist immer noch eine unbekannte Größe, und eine hochauflösende Kamera bedeutet nicht automatisch großartige Bilder. Das werden wir uns für den Testbericht aufheben müssen.
In der untenstehenden Tabelle können Sie sich die kompletten Spezifikationen des Geräts ansehen.
| Parameter/Modell | Vivo V70 FE |
|---|---|
| Display | Diagonale: 6,83" |
| Auflösung: 1.260 × 2.800 px (1,5K), 1.900 Nits | |
| Typ: AMOLED, HDR10+ | |
| Bildwiederholrate bis zu: 120 Hz | |
| Rückkameras | Hauptkamera: 200 Mpx, f/1,88, OIS |
| Ultraweitwinkel: 8 Mpx, f/2,2, 120° | |
| Frontkamera | 32 Mpx, f/2,2, 4K30 Video |
| Chipsatz | MediaTek Dimensity 7360 Turbo (4nm) |
| GPU | Mali-G615 MC2 |
| RAM | 8 GB (LPDDR4X) |
| Interner Speicher | 256 / 512 GB (UFS 3.1) |
| Betriebssystem | Android 16, Funtouch OS |
| Netzunterstützung 5G | ✓ |
| 3,5-mm-Klinke | ✕ |
| Schutzart | IP68 / IP69 |
| Akku | 7.000 mAh |
| Schnellladen: 90 W (FlashCharge, ~60 Min. auf 100 %) | |
| Konnektivität | Wi-Fi, Bluetooth 5.4, NFC, IR, USB-C |
| Updates | 6 Jahre Sicherheitsupdates, 4 große Android-Updates |
| Spezialfunktionen | Darkness Glow (Muse Purple), Unterwassermodus, AI Photography Suite |
| Abmessungen | 163,7 × 76,2 × 7,59 mm |
| Gewicht | 200 g |
| Farben | Ocean Blue, Muse Purple |
| Preis | ab 409,90 EUR (8/256 GB) |