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Die schnellsten 2-TB-NVMe-PCIe-3.0-SSDs? (TEST 2025)

Aktualisiert • Autor: Michal Mikle

Es scheint kaum zu glauben, aber es sind bereits über 12 Jahre vergangen, seit die ersten kommerziell verfügbaren PCIe 3.0 NVMe-SSDs auf den Markt kamen. Die Zeit vergeht unerbittlich, und heute sind Laufwerke mit PCIe-4.0-Schnittstelle der gängige Standard, der langsam, aber sicher von PCIe 5.0 verdrängt wird. Hier stellt sich die entscheidende Frage – haben ältere Laufwerke auf dem Markt noch ihren Platz, und lohnt sich ihr Kauf? In unserem heutigen und wahrscheinlich letzten Test haben wir die Leistung einiger verbleibender Laufwerke überprüft, bevor sie vollständig in Vergessenheit geraten.

TOP NVME PCIE SSD-Laufwerke

2TB SSD NVMe PCIe 3.0 (VERGLEICHSTEST 2025) – INHALT

  1. Einleitung – worauf es ankommt und worauf nicht
  2. Testmethodik
  3. 3DMark – Storage Benchmark
  4. Crystal Disk Mark: sequentielles und zufälliges Lesen/Schreiben kleiner 4K-Dateien
  5. Anvil's Storage Utilities: Lesen und Schreiben kleiner 4K-Dateien
  6. HD-TUNE: Arbeiten mit großen 400-GB-Dateien
  7. Fazit des Tests

Einleitung – worauf es ankommt und worauf nicht

Hersteller und deren Marketingteams bevorzugen Werte, die in Wirklichkeit nicht besonders wichtig sind. Warum? Weil hohe Zahlen im Bereich von Tausenden MB/s einfach beeindruckend klingen. Wer möchte nicht die „schnellste“ SSD kaufen, die ins aktuelle Budget passt, richtig?

Niedrigere Werte hingegen, die eigentlich relevant wären, finden Sie in Produktbeschreibungen und technischen Spezifikationen kaum. Hersteller geben sie selten an, sodass Sie darauf praktisch nicht stoßen. Die einzige Möglichkeit, die wirklich wichtigen Geschwindigkeiten einer SSD zu ermitteln, ist eine manuelle und zeitaufwändige Testreihe. Genau das haben wir heute für Sie vorbereitet.

i Vergleich: MLC-SSD, TLC-SSD, QLC-SSD

TLC-SSDs (Triple Level Cell) nutzen Speicherzellen, die 3 Bit Daten speichern – eine Zelle eines Speicherchips kann also 8 verschiedene Zustände annehmen. Dank dieser Technologie konnten die Preise, insbesondere bei SSDs mit hoher Kapazität, deutlich gesenkt werden. Allerdings ist die TLC-Technologie im Vergleich zu MLC (Multi Level Cell), bei der eine Zelle 2 Bit speichert (4 Zustände), beim Schreiben langsamer und weist eine geringere Lebensdauer auf.

QLC-SSDs gehen noch einen Schritt weiter und verwenden 4-Bit-Zellen (eine Zelle hat 16 Zustände). Im Vergleich zu TLC erhöht sich so die Speicherdichte pro Zelle um 33 %, wodurch der Preis pro GB sinkt. Dafür muss man jedoch mit geringerer Leistung und Lebensdauer rechnen.

Bei der Auswahl einer SSD stoßen Sie meist auf Angaben zu sequentiellen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die jedoch nicht besonders relevant sind. Etwas wichtiger sind die Geschwindigkeiten beim zufälligen Lesen und Schreiben, aber was wirklich zählt, ist die Datengröße und die Anzahl der Warteschlangen (Queue Depths), in die die Daten eingeordnet werden. Die wichtigsten, wenn auch niedrigsten, SSD-Geschwindigkeiten sehen Sie bei der Arbeit mit kleinen Dateien von 4 kB auf den ersten Warteschlangen (QD1–QD4). Genau dort speichert Software ihre Schlüsseldaten, um möglichst schnellen Zugriff darauf zu haben.

Testmethodik

Das Testen von SSDs und generell von Speichermedien ist heutzutage eine etwas heikle Angelegenheit. Die meisten Benchmark-Programme und Leistungstests sind älteren Datums und wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert.

  • Zu den modernen und regelmäßig aktualisierten Tests gehört der Storage Benchmark von 3DMark, der sich mit seinen Tests vor allem auf Szenarien konzentriert, die für Gamer relevant sind.
  • CrystalDiskMark ist ein synthetischer Test mit mehreren Profiloptionen, der in den neuesten Versionen die reale, maximal mögliche Leistung sowie verschiedene weitere Kombinationen misst.
  • Anvil SSD ist ein älterer, aber immer noch zuverlässiger Test, der aufgrund seiner breiten Einstellungsmöglichkeiten, insbesondere bei der Anzahl der Warteschlangen, weiterhin genutzt wird.
  • HD-Tune ist ein hervorragendes Werkzeug zum einfachen Testen des Cache-Verhaltens, mit dem heutige SSDs leider ausgestattet sind. In Kombination mit HWINFO64 messen wir hier das Lesen und Schreiben großer 200-GB-Dateien – eine Testart, mit der sich kein Hersteller oder Marketingteam gerne rühmt.

3DMark – Storage Benchmark

Der 3DMark Storage Benchmark misst reale Szenarien, mit denen typische Nutzer, insbesondere Spieler, konfrontiert werden. Im folgenden Diagramm sehen Sie die durchschnittlichen Geschwindigkeiten und die Zugriffszeiten auf Spieldaten (Ladezeiten), das Verschieben von Spieleordnern und das Aufzeichnen von Spielsitzungen. Außerdem zeigen wir die Geschwindigkeiten der einzelnen Laufwerke mit der DirectStorage-Funktion, die es ermöglicht, Spieldateien direkt von der SSD in den Grafikspeicher der GPU zu übertragen.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen3/3dm.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Result
Unit

3DMark Storage Benchmark

Testsystem

ASUS ROG X870E CROSSHAIR HERO (1203), MAXIMUS Z890 HERO (1603), Z790 HERO (2801), RTX 5090 TUF (572.70)

Betriebssystem

VBS aus, Windows 11 24H2, Hohe Leistung

In den Spieletests erzielten alle sechs getesteten Laufwerke ein ausgeglichenes Ergebnis. Unterschiede zeigten sich jedoch im DirectStorage-Test, der für diese Laufwerksgeneration allerdings nicht besonders relevant ist. Wenn Sie diese Gaming-Funktion nutzen möchten, sollten Sie direkt zu einer modernen PCIe-5.0-SSD greifen.

Anvil's Storage Utilities

Anvil ist ein älteres Benchmark-Tool, das in Tests und Rezensionen weiterhin häufig verwendet wird, da es noch immer keinen gleichwertigen Ersatz gibt. In den Tests konzentrieren wir uns ausschließlich auf das Wesentliche – die Arbeit mit kleinen 4-kB-Dateien in den Warteschlangen QD1, QD4 und QD16. Bei diesen Tests interessiert uns vor allem die Leseleistung, da das Schreiben (z. B. bei der Installation eines Spiels) in der Regel minimal ist, während das Lesen (Ladevorgänge) mehrfach erfolgt.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen3/anvil.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Read
Write

Anvil's Storage Utilities

Das Lesen kleiner 4-kB-Dateien in den ersten Warteschlangen ist der entscheidendste Indikator. Hier erwies sich der Apacer AS2280P4U Pro sowohl in Bezug auf die Leistung als auch auf das Preis-Leistungs-Verhältnis als beste Wahl.

Crystal Disk Mark: sequentielles und zufälliges Lesen und Schreiben kleiner 4K-Dateien

Mit dem Benchmark CrystalDiskMark messen wir die sequentiellen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten bei der Arbeit mit 1-MB-Dateien auf der ersten Warteschlange. Ebenso testen wir die Geschwindigkeiten beim zufälligen Lesen und Schreiben kleiner 4-kB-Dateien, ebenfalls auf der ersten Warteschlange. Mit anderen Worten: die häufigsten und anspruchsvollsten Aufgaben, die wir einer SSD stellen.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen3/cdm.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Read
Write

CrystalDiskMark

Wenn wir die Ergebnisse des CrystalDiskMark in derselben, entscheidendsten Disziplin berücksichtigen, wären die Laufwerke von Apacer, Patriot und Verbatim ebenfalls keine schlechte Wahl. Persönlich würde ich jedoch zum Apacer AS2280P4U Pro tendieren.

HD-TUNE: Arbeit mit großen 400-GB-Dateien

Mit HD Tune messen wir in erster Linie die Schreibgeschwindigkeit, nachdem der Cache des Laufwerks erschöpft ist. Dies erreichen wir, indem wir auf einmal eine Datei schreiben, die größer ist als etwa 20 % der Laufwerkskapazität. Zur Sicherheit verwenden wir dafür eine 400-GB-Datei.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen3/hdt.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Read
Write

HD Tune – Datei-Benchmark 400 GB

Und schließlich hielt der bereits erwähnte Apacer AS2280P4U Pro im Cache-Erschöpfungstest die höchste Schreibgeschwindigkeit über die gesamte Testdauer hinweg. Hier gibt es wohl nichts weiter zu diskutieren.

Testfazit

Im mittlerweile stark eingeschränkten Angebot von SSDs mit PCIe-3.0-Schnittstelle gibt es wirklich nicht mehr viel Auswahl. Dennoch lohnt es sich, sich an den entscheidenden und aktuellen Messwerten zu orientieren. Der Apacer AS2280P4U Pro erscheint derzeit als die vernünftigste Wahl.

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Es ist jedoch zu erwähnen, dass sich der Preis von PCIe-3.0-SSDs mittlerweile häufig im selben Segment wie der von PCIe-4.0-SSDs bewegt. Persönlich sehe ich wenig Sinn darin, eine so alte Generation zu kaufen – es sei denn, es liegt ein spezielles Kompatibilitätsproblem vor. Diese Laufwerke können natürlich weiterhin lange und in vielen Fällen zuverlässig dienen, ihr Anschaffungspreis sollte jedoch deutlich niedriger liegen.

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