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Die schnellsten 2TB NVMe PCIe 4.0 SSDs? (TEST 2025)

Aktualisiert • Autor: Michal Mikle

Schnelle SSD-Laufwerke sind heute Standard in jedem modernen Computer. PCIe-3.0-Modelle verschwinden langsam vom Markt und werden durch neue PCIe-5.0-Modelle ersetzt. Dennoch bleibt das Angebot an 2-TB-PCIe-4.0-SSDs zu günstigen Preisen sehr breit und bietet ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis. Genau deshalb sehen wir uns in diesem Vergleichstest 18 solcher Modelle aus unserem aktuellen Sortiment an und vergleichen ihre Leistung in den wichtigsten Szenarien. Legen wir los.

Die besten SSDs 2025

2TB SSD NVMe PCIe 4.0 (VERGLEICHSTEST 2025) – INHALT

  1. Einleitung – worauf es ankommt und worauf nicht
  2. Testmethodik
  3. 3DMark – Storage Benchmark
  4. Crystal Disk Mark: sequentielles, zufälliges Lesen und Schreiben kleiner 4K-Dateien
  5. Anvil's Storage Utilities: Lesen und Schreiben kleiner 4K-Dateien
  6. HD-TUNE: Arbeit mit großen Dateien von 400 GB
  7. Fazit des Tests

Einleitung – worauf es ankommt und worauf nicht

Hersteller und deren Marketingteams bevorzugen Werte, die in Wirklichkeit wenig Bedeutung haben. Warum? Weil hohe Zahlen in der Größenordnung von Tausenden MB/s einfach verlockend klingen. Wer würde nicht die „schnellste“ SSD wollen, die ins aktuelle Budget passt?

Niedrigere Werte hingegen, die eigentlich relevant wären, finden Sie in Produktbeschreibungen und technischen Spezifikationen kaum. Hersteller geben sie selten an, sodass man sie praktisch nicht erfährt. Der einzige Weg, die wirklich wichtigen SSD-Geschwindigkeiten herauszufinden, ist eine manuelle und zeitaufwendige Testreihe. Genau das haben wir heute für Sie vorbereitet.

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Vergleich: MLC SSD, TLC SSD, QLC SSD

TLC (Triple Level Cell) SSDs verwenden Speicherzellen, die 3 Bits an Daten speichern – eine einzelne Speicherzelle kann also 8 verschiedene Zustände annehmen. Diese Technologie hat es ermöglicht, die Preise insbesondere für hochkapazitive SSDs deutlich zu senken. Gleichzeitig ist die TLC-Technologie im Vergleich zu MLC (Multi Level Cell), bei der eine Zelle 2 Bits speichert (4 Zustände), langsamer beim Schreiben und bietet eine geringere Lebensdauer.

QLC SSDs gehen noch einen Schritt weiter und speichern Daten in 4-Bit-Zellen (eine Zelle kann 16 Zustände annehmen). Im Vergleich zu TLC erhöht sich so die Speicherdichte pro Zelle um 33 %, wodurch der Preis pro GB sinkt. Auch hier muss man jedoch mit einer geringeren Leistung und Lebensdauer rechnen.

Bei der Auswahl einer SSD stoßen Sie meist auf Angaben zu sequentiellen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten, die jedoch nicht besonders entscheidend sind. Etwas wichtiger sind die Geschwindigkeiten beim zufälligen Lesen und Schreiben, doch das, worauf es wirklich ankommt, ist die Datengröße und die Anzahl der Warteschlangen (Queue Depths), in die die Daten eingeordnet werden. Die wichtigsten, wenn auch niedrigsten, SSD-Geschwindigkeiten zeigen sich bei der Arbeit mit kleinen Dateien von 4 kB auf den ersten Warteschlangen (QD1–QD4). Genau dort speichert Software ihre Schlüsseldaten, um so schnell wie möglich darauf zugreifen zu können.

Testmethodik

Das Testen von SSDs und generell von Speichermedien ist heutzutage eine etwas heikle Angelegenheit. Die meisten Benchmark-Programme zur Leistungsmessung sind älter und wurden seit Jahren nicht mehr aktualisiert.

  • Zu den modernen und regelmäßig aktualisierten gehört der Storage Benchmark von 3DMark, der sich in seinen Tests hauptsächlich auf aufgabentypische Szenarien für Gamer konzentriert.
  • CrystalDiskMark ist ein synthetischer Test mit mehreren Profilen, der in den neuesten Versionen die reale, maximal mögliche Leistung und verschiedene weitere Kombinationen misst.
  • Anvil SSD ist ein älterer, aber immer noch verlässlicher Test, der aufgrund seiner breiten Einstellmöglichkeiten, insbesondere hinsichtlich der Anzahl der Warteschlangen, weiterhin sinnvoll eingesetzt wird.
  • HD-Tune ist ein ausgezeichnetes Werkzeug für einfache Tests des Cache-Verhaltens, mit denen heutige SSDs leider oft ausgestattet sind. In Kombination mit HWINFO64 messen wir darin das Lesen und Schreiben großer 400-GB-Dateien – eine Testart, mit der sich kein Hersteller oder Marketingteam gerne rühmt.

3DMark – Storage Benchmark

Der 3DMark Storage Benchmark misst reale Szenarien, mit denen typische Nutzer, insbesondere Spieler, konfrontiert sind. Im folgenden Diagramm sehen Sie die durchschnittlichen Geschwindigkeiten und die Zugriffszeiten auf Spieldaten (Ladezeiten), das Verschieben von Spieleordnern und das Aufzeichnen von Spielszenen. Außerdem zeigen wir die Geschwindigkeiten der einzelnen Laufwerke mit der DirectStorage-Funktion, durch die Spieldateien direkt von der SSD in den Grafikspeicher der GPU übertragen werden.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen4/3dm.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Result
Unit

3DMark Storage Benchmark

Testsystem

ASUS ROG X870E CROSSHAIR HERO (1203), MAXIMUS Z890 HERO (1603), Z790 HERO (2801), RTX 5090 TUF (572.70)

Betriebssystem

VBS aus, Windows 11 24H2, Hohe Leistung

In Bezug auf die Leistung in Spielszenarien und spielrelevanten Workloads schnitten alle Laufwerke hervorragend ab. Keines der getesteten Modelle zeigte Anomalien, die auf eine schlechtere Gaming-Performance hindeuten würden. Unterschiede waren jedoch im DirectStorage-Test deutlich erkennbar, wo man im Diagramm eine gedachte Linie ab etwa 15 GB/s ziehen kann. Unter Berücksichtigung des Preis-Leistungs-Verhältnisses wäre meine persönliche Wahl die WD_BLACK SN7100.

Anvil's Storage Utilities

Anvil ist ein älteres Benchmark-Tool, das in Tests und Reviews häufig verwendet wird, da es bis heute keinen gleichwertigen Ersatz gibt. In unseren Tests konzentrieren wir uns ausschließlich auf das, was wirklich zählt – die Arbeit mit kleinen 4-kB-Dateien auf den Warteschlangen QD1, QD4 und QD16. Dabei interessiert uns vor allem die Lesegeschwindigkeit, da beim Schreiben (z. B. bei der Spielinstallation) meist nur wenig, beim Lesen (Ladevorgang) hingegen wiederholt gearbeitet wird.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen4/anvil.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Read
Write

Anvil's Storage Utilities

Mit demselben Fazit schließe ich auch die Tests im Anvil-Benchmark ab. Die WD_BLACK SN7100 zeigt eine um 25 % höhere Leistung als das zweitplatzierte Laufwerk im wichtigsten Szenario – beim Lesen kleiner Dateien auf der ersten Warteschlange. Das macht sie auch im Preis-/Leistungsvergleich zur besten Wahl.

Crystal Disk Mark: Sequenzielles, zufälliges Lesen und Schreiben kleiner 4-kB-Dateien

Mit dem Benchmark CrystalDiskMark messen wir die sequentiellen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten bei der Arbeit mit 1-MB-Dateien auf der ersten Warteschlange. Ebenso testen wir die Geschwindigkeiten beim zufälligen Lesen und Schreiben kleiner 4-kB-Dateien, ebenfalls auf der ersten Warteschlange. Anders gesagt: die gängigsten und anspruchsvollsten Aufgaben, die wir unserem Laufwerk stellen.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen4/cdm.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Read
Write

CrystalDiskMark

Auch die Tests in CrystalDiskMark bestätigen, was bereits klar ist. Auch hier verteidigt die WD_BLACK SN7100 im wichtigsten Test­szenario den ersten Platz – mit einem soliden Vorsprung von 17 % vor dem zweitplatzierten Laufwerk. Dasselbe gilt für das Verhältnis von Preis und Leistung.

HD-TUNE: Arbeit mit großen Dateien von 400 GB

Mit HD Tune messen wir in erster Linie die Schreibgeschwindigkeiten, nachdem der Cache des Laufwerks erschöpft ist. Dies erreichen wir, indem wir eine Datei schreiben, die größer ist als etwa 20 % der Gesamtkapazität des Laufwerks. Zur Sicherheit verwenden wir dafür eine 400-GB-Datei.

https://image.alza.cz/Foto/ImgGalery/Image/Article/charts/test/SSD/Gen4/hdt.json
Test Name
SSD Name
Product Code
Read
Write

HD Tune - File Benchmark 400 GB

In diesen Tests zeigte die WD_BLACK SN7100 zwar keine außergewöhnliche, aber dennoch solide Leistung. Entscheidend ist, dass die Geschwindigkeit nach dem Füllen des Caches kaum abfiel – etwas, das man von etwa einem Drittel der getesteten Laufwerke nicht sagen kann. Im Verhältnis von Preis zu Leistung belegte sie in diesem Testszenario den fünften Platz, was ein durchaus gutes Ergebnis ist.

Testfazit

Ich gebe zu, dass dieser Vergleichstest nicht der spannendste war. Einerseits ist es gut, viele Optionen zu haben, andererseits hat eine schnelle und einfache Auswahl auch ihre Vorteile. Daher erlaube ich mir, die WD_BLACK SN7100 zur Testsiegerin zu erklären. Sie setzte sich nicht nur in den wichtigsten Disziplinen deutlich gegen die Konkurrenz durch, sondern überzeugt auch mit einem hervorragenden Preis.

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Abschließend sei erwähnt, dass die heute getesteten Laufwerke eine Lebensdauer im Bereich von 640 bis 2400 TBW aufweisen. Die WD_BLACK SN7100 bietet 1200 TBW, was als solider Mittelwert gelten kann – auch wenn 2000 TBW, wie sie beispielsweise die Kingston FURY Renegade bietet, das Produkt nahezu perfekt machen würden.

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